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Regionalwerk erhalten!

„Das Regional Würmtal ist unbedingt erhaltenswert. Daran ist überhaupt nicht zu rütteln“, sagt die Sprecherin der SPD-Fraktion im Gautinger Rat, Julia Ney. „Was mir in der aktuellen Diskussion um einen Ausstieg komplett fehlt ist die Überlegung, was dann mit den Gautinger Anteilen passiert“, erklärt sie. „Sollten die beiden anderen Partner, Krailling und Planegg, sie nicht übernehmen können, an wen verkauft die Kommune dann? Bleiben als Investoren nur die großen Stromkonzerne – und dieses Szenario möchte ich mir nicht ausmalen. Denn diese Lösung widerspricht komplett dem Ursprungs-Gedanken des Regionalwerks, das wie kaum ein anderes Projekt für Nachhaltigkeit und Regionalität, für persönliche Beratung und Ansprechpartner direkt am Ort, steht.“

Aber auch der politische Aspekt darf nicht aus den Augen verloren werden: Denn die Rekommunalisierung, also Erhalt und Hoheit über die wichtigen Versorgungs-Wege, wie über den Strom, das Wasser und die Abfallwirtschaft, das muss gerade in wirtschaftlichen und politischen unsicheren Zeiten das Ziel der Kommunen sein. Während bundesweit der Trend erkennbare ist, wesentliche Teile der Daseinsvorsorge in die Hand der Bürger und ihrer Vertretungen zu geben, macht sich Gauting gerade auf den Weg in das „energiepolitische Mittelalter“.

Die mühsam erkämpfte Rekommunalisierung unserer Energieversorgung durch die Gründung des Würmtalregionalwerkes und die angestrebte Netzübernahme soll mit einem Federstrich gekippt werden. Als Begründung wird die finanzielle Situation der Gemeinde genannt – während beispielsweise der Landkreis die historisch nidrigen Zinsen nutzen, um zu investieren, spart Gauting an einem Zukunftsprojekt.

„Vor mehr als 70 Jahren wurde der Würmtal Zweckverband für Wasserversorgung gegründet, der auch uns Gautinger bis heute zu guten Preisen mit hervorragendem Wasser versorgt. Dieses Ziel war auch mit der Gründung des Regionalwerks verbunden. Die drei Gemeinden waren dabei bayernweit Vorreiter. Jetzt darf dieser weitblickende unternehmerische Gedanke nicht kurzfristigen Herausforderungen zum Opfer fallen.“

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