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Neujahrsempfang mit Professor Julian Nida-Rümelin: Volles Haus und eine nachdenkliche Rede

Beim Neujahrsempfang der Gautinger SPD am Sonntag, 18. Januar 2015, passte alles zusammen: Ein prominenter Redner, aktuelle Politik aus dem Rathaus und hinterher noch lebhafte Gespräche bei Saft und Prosecco sowie einem feinen Büfett, das Maja Zorn und Petra Neugebauer, Christel Freund und Brigitte Servatius selbst bereitet hatten. Kein Wunder, dass Ortsvorsitzender Dieter Appel ein beinahe übervolles Haus begrüßen konnte. Die Ankündigung, dass Professor Julian Nida-Rümelin die Festrede halten werde, hatte so viele Mitglieder und geladene Gäste herbeiströmen lassen, dass der Schwanthalersaal im Schloss Fußberg rasch bis auf den letzten Platz besetzt war. Schnell wurden noch alle Stühle herbeigeschleppt, die auf dem Speicher zu finden waren.

Nida-Rümelin kann, wie er zu Beginn anmerkte, in diesen Monaten ein vierfaches Jubiläum begehen. Er ist 60 Jahre alt geworden, gehört seit 50 Jahren dem gleichen Sportverein an, ist seit 40 Jahren SPD-Mitglied und seit 30 Jahren an der Universität in Lehre und Forschung tätig. In der SPD gilt er als eine wichtige intellektuelle und moralische Instanz, als Vordenker und auch Mahner. Denn als einer der wenigen kennt er beide Seiten der Politik. Als Professor an der Münchner Universität lehrt er politische Philosophie und Theorie sowie Ethik, als Politiker im Range eines Kulturstaatsministers saß er im ersten Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder und als Kulturreferent auf der Regierungsbank von Christian Ude im Münchner Rathaus.

Beim Gautinger Neujahrsempfang wollte er, so war es mit dem Vorstand verabredet, über das Thema „Lebendige Demokratie“ sprechen und die Neugier der Zuhörer wurde nicht enttäuscht. Rasch zog er sie in den Bann einer lebendigen Geschichtsbetrachtung, die einen riesigen Bogen spannte von den Anfängen der Demokratie im antiken Athen über den Dreißigjährigen Krieg bis in die aktuelle Gegenwart mit den furchtbaren Kriegen in Afghanistan, Irak und dem sogenannten Islamischen Staat. Demokratie, sagte Nida-Rümelin, erschöpfe sich nicht darin, alle paar Jahre zur Wahl zu gehen. Demokratie sei vielmehr eine Lebensform, geprägt durch Solidarität mit den Schwächeren, den gegenseitigen Respekt und die Gleichberechtigung aller Menschen. Gefahren für die Demokratie sieht Nida-Rümelin immer dann, wenn sich die Religion in die Politik einmischt und die Menschen zum Teil auch mit Gewalt zu bestimmten Lebensformen zwingen will. Er zitierte eine Untersuchung, wonach gerade in besonders religiösen Gesellschaften die Bereitschaft zu Gewalt am größten sei – ob es sich nun um die mittelalterliche Inquisition oder um die „Gotteskrieger“ der Islamisten handelt. Der Philosoph hat aber auch die neuen Entwicklungen, etwa  mit der Pegida in Dresden und anderswo, im Blick. Seine Hoffnung: „Vielleicht entwickelt sich aus diesen Erschütterungen in unserer Gesellschaft eine kulturelle Dynamik, die auch die Demokratie stärkt.“ Auch den gebannt lauschenden Zuhörern machte Nida-Rümelin Hoffnung – nämlich dass sie noch öfters solche Worte zu hören bekommen könnten. Er denke daran, sagte er, sich künftig wieder stärker öffentlich zu Wort zu melden. Seine Rede hier in Gauting sei sozusagen ein Test dafür, ob er mit seinen Gedanken und Ideen auf dem richtigen Weg sei. Der stürmische, lange Applaus konnte nur als eindeutiges Signal einer vollen Zustimmung gewertet werden und dürfte ihn in diesen Absichten sicherlich bestärkt haben. Weiterlesen

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Volles Haus beim Neujahrsempfang 2014 der Gautinger SPD

Kein Stuhl blieb frei im Schwanthalersaal des Schlosses Fußberg, als die Gautinger Sozialdemokraten zum traditionellen Neujahrsempfang baten. Vielleicht lag es am Gastredner Franz Maget, der auf die Anfrage des Ortsvorsitzenden Dieter Appel spontan zugesagt hatte, vielleicht auch am Kommunalwahlkampf, der jetzt auf volle Touren kam. Maget, der als Oppositionsführer viele Jahre lang die bayerische Politik mitgestaltet und jüngst ein Buch darüber geschrieben hat („Es geht auch anders . . . Politische Bilanz eines bayerischen Sozialdemokraten“), begann denn seine Rede auch gleich mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für Willy Brandts Motto „Mehr Demokratie wagen“. Gerade auf der kommunalen Ebene habe der Bürger die meisten Möglichkeiten, den Politikern auf die Finger zu schauen und das Gemeinwohl selbst aktiv mitzugestalten. Damit nahm er das Thema auf, das Bürgermeisterkandidatin Petra Neugebauer bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms angesprochen hatte. Unter dem Stichwort „aktive Bürgergemeinde“ erläuterte sie dieses Konzept, das sie bei einer zentralen Wahlkampfveranstaltung am 25. Februar im Kulturzentrum bosco noch vertiefen möchte. Es ist der Weg, den der Bürgermeister von Weyarn, Michael Pelzer, in seiner Gemeinde schon vor 20 Jahren eingeschlagen hat und den Petra Neugebauer mit ihm an diesem 25. Februar diskutieren möchte. Kernpunkte sind die Möglichkeiten, den Bürger und seine Kompetenzen viel mehr in die kommunale Politik einzubinden.
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Gautinger SPD nominiert Bürgermeisterkandidatin

Petra Neugebauer heißt die Kandidatin der Gautinger SPD für die Bürgermeisterwahl im Frühjahr 2014. Die 56jährige Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion wurde am 28. November von der Mitgliederversammlung im Kulturzentrum Bosco einstimmig auf den Schild gehoben. Sie will Nachfolgerin ihrer Parteifreundin Brigitte Servatius werden, die wegen der Altersgrenze nicht mehr kandidieren kann, und deren erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Beruflich ist Neugebauer in der Verwaltung der Bayerischen Staatsforsten AöR tätig und bekleidet dort die Position der stellvertretenden Vorsitzenden des Gesamtpersonalrates. Als Schwerpunkte ihrer Arbeit als künftige Bürgermeisterin nannte sie in ihrer Bewerbungsrede vor allem den sozialen Zusammenhalt in Gauting, also die Stärkung der Bürgergemeinschaft etwa durch Angebote für die Jugend einerseits und Integration der Senioren andererseits, die Gestaltung des Ortes (Stichworte: Verkehrsberuhigung, Bebauung des Bahnhofsquartiers), aber auch die Förderung der Wirtschaftskraft, etwa mit der Ausweisung eines Gewerbegebiets. Weiterlesen

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Nein zum Südring

Wider besseren Wissens holt der bayerische Innenminister Hermann (CSU), sicher im Einverständnis mit seinem Kabinettskollegen Verkehrsminister Zeil (FDP), das „Projekt Südring“ wieder aus der Versenkung. Im Würmtal wären die Gemeinden Krailling und Planegg von der favorisierten Trasse in besonderes negativer Weise betroffen. Obwohl im Freistaat bereits seit Jahren Straßenunterhalt, Straßensanierung, Städtebauförderung und Schienenausbau in erheblichen Umfang unterfinanziert sind. Da sollte sich doch die Staatsregierung die Frage stellen, wo in Zukunft unsere Investitionen liegen müssen. Eines ist sicher: Nachhaltige Politik kann sich heute nicht mehr durch milliardenschwere Autobahnprojekte wie dem Südring A99 definieren, die ihre Zielsetzung gar nicht erfüllen. Die Verkehrsentlastung ist – wie in der entsprechenden Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2010 dargestellt – nicht erreicht, um ein Projekt zu finanzieren, das 1,2 Milliarden Euro oder mehr kosten wird.
Daher fordert die SPD in den betroffenen Landkreisen Starnberg und München die Landesregierung auf, alle weiteren Gedankenspiele und Planungen eines Autobahnsüdrings umgehend wieder einzustellen.

Podiumsdiskussion zu Lebensabend in Gauting „trifft den Nerv der Kommunalpolitik“

200 Besucher waren dabei, also die Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Gauting, Frau Petra Neugebauer, eine spannende Veranstaltung zu, Thema „Lebensabend in Gauting“ moderierte.
Zunächst stellte Professorin Claudia Eckstaller ihre Studie von 2007 vor, in der 88 Prozent der befragten Gautinger über 60 Jahre den Wunsch geäußert hatten, ihren Lebensabend zu Hause zu verbringen. 30 Prozent der rüstigen Senioren wären auch bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Zwölf Prozent wünschten sich eine Art Seniorenresidenz mit Betreuung. Um diese Wünsche zusammenzubringen, regte Frau Eckstaller Gespräche zwischen Jung und Alt an und griff einen Vorschlag von Frau Neugebauer auf, hierfür die „Gautinger Insel“ als Koordinationsstelle zu gewinnen.
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Brigitte Servatius zu: „Die Energiewende im Würmtal“

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Würmtaler Ortsvereine wird Gautings Bürgermeisterin Brigitte Servatius am Donnerstag, 22. September, um 19.30 Uhr im Gräfelfinger Bürgerhaus zum Thema „Vom menschengemachten Klimawandel zur Energiewende im Würmtal: das Regionalwerk“ sprechen.

Zudem hält einer profiliertesten Experten des renommierten Wuppertaler Instituts, Dr. H.-J. Luhmann, ein Referat über den menschgemachten Klimawandel.
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Gautinger SPD mit Pronold steil bergauf

Steil geht es schon hinauf, wenn man den direkten und damit kürzesten Weg nimmt. Aber das hatten die „Roten“ sich selber eingebrockt, als sie am Samstag bei strahlendem Wetter in Garmisch-Partenkirchen zum Ausflugslokal Eckbauer aufstiegen und dabei ganz schön ins Schwitzen gerieten. Davon blieb auch der SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold nicht verschont, der die Genossen aus Gauting und dem Kreisverband Starnberg bei ihrem Ausflug begleitete. Weiterlesen

Bahnhof ist ein Stück Heimat – Gemeinderatsfraktion gegen Abbruch des Hauptgebäudes

Das Bahnhofsgebäude in Gauting soll nicht abgerissen, sondern erhalten und in seiner ursprünglichen Gestalt wieder hergestellt werden, mit der Fassade in Klinkerbauweise, ohne den nachträglich aufgebrachten Verputz und ohne die gelbe Farbe. Diesen Beschluss aus der Klausurtagung des Gautinger SPD-Vorstandes Ende Januar will die SPD-Fraktion jetzt im Gemeinderat in konkrete Politik umsetzen. In einem Antrag an Bürgermeisterin Brigitte Servatius schlägt Fraktionssprecherin Petra Neugebauer vor, den Gemeinderatsbeschluss vom Juni 2010 über den Abriss des Bahnhofs aufzuheben. Weiterlesen