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Neujahrsempfang der Gautinger SPD: UN-Chef-Ökonom Heiner Flassbeck sieht große Gefahren für Stabilität in der Europäischen Union

Prominenter Gastredner beim Neujahrsempfang der Gautinger SPD im gut gefüllten Saal des Bosco war der weltweit renommierte Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck, der eigens aus Genf angereist war. Den Kontakt hatte schon Monate vorher Gemeinderätin Petra Neugebauer hergestellt. Flassbeck wäre hier, wie er sagte, auch gerne auf seinen Dauer-Kontrahenten Hans Werner Sinn getroffen, der ja schließlich in Gauting wohne. Doch Sinn war nicht da, alles blieb harmonisch. Heiner Flassbeck, einst Finanzstaatssekretär im Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder und später lange Jahre Chef-Ökonom der UN-Organisation UNCTAD für Welthandel und Entwicklungspolitik, vertritt eine völlig andere Wirtschafts- und Fiskalpolitik als Ex-Präsident Sinn vom Ifo-Institut. Thema seines Vortrags war die Frage „Europa in der Zerreißprobe – wie schaffen wir das?“ und Flassbeck präsentierte seine Kernthese, dass sich die immer stärker am vereinten Europa zerrenden Fliehkräfte nur abmildern ließen, wenn sich vor allem Deutschland in seiner Wirtschafts- und Finanzpolitik bewege und nicht immer nur andere zu vermeintlichem Wohlverhalten ermahne. Angesichts der gewaltigen Flüchtlingsprobleme und der riesigen ökonomischen Diskrepanzen sieht Flassbeck ohnehin nur wenige Chancen für eine Stabilisierung der Europäischen Union.

Mehr als 100 Gäste, darunter etliche Kreis- und Gemeinderäte, hatten es sich trotz des Schneetreibens nicht nehmen lassen, am traditionellen Neujahrsempfang teilzunehmen, der zum ersten Mal nicht im Schloss Fußberg sondern im Bosco stattfand und zu dem auch die Bevölkerung eingeladen war. Der SPD-Ortsverein konnte zwei Mitglieder ehren, die der Partei schon mehr als ein halbes Jahrhundert die Treue gehalten haben. Franz Marx, Jahrgang 1928, erhielt aus der Hand der Altbürgermeisterin Brigitte Servatius eine Ehrenurkunde für 70 Jahre Mitgliedschaft, August Wilms, Jahrgang 1937, ist auch schon 50 Jahre dabei. Und weil sich die Partei auch ständig erneuert, konnte Vorsitzender Dieter Appel dem jungen Neumitglied Dirk Münkewarf das rote Parteibüchlein überreichen.

Natürlich blieben ein paar kritische Töne nicht aus. Kreis- und Gemeinderätin Julia Ney überbrachte nicht nur die besten Neujahrswünsche des Kreisverbandes Starnberg, sondern schilderte auch die riesigen Finanzprobleme, die mit der Unterbringung von Flüchtlingen auf den Landkreis zukommen. Als Fraktionsvorsitzende im Gautinger Gemeinderat wies sie auf das zähe Ringen um den kommunalen Haushalt hin, der wohl auf eine gewaltige Aufblähung der Schuldenlast hinauslaufe.

Auf Grund mehrfacher Nachfragen beim Neujahrsempfang zur Beteiligung an den Veranstaltungskosten hier die Bankverbindung der SPD Gauting:

Kreissparkasse MünchenStarnbergEbersberg

IBAN: DE 92 702501500620576942

BIC: BYLADEM1KMS.

Heiner Flassbeck bei der Gautinger SPD

 

 

Zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang im Januar 2016 hat sich die Gautinger SPD einen ganz besonderen Gastredner eingeladen. Heiner Flassbeck, weltweit renommierter Wirtschaftswissenschaftler, wird sich mit einem brandaktuellen Thema befassen: „Europa in der Zerreißprobe – wie schaffen wir das?“ heißt seine Frage. Natürlich geht es dabei um die Flüchtlinge, deren Verteilung und Integration in Europa, darüber hinaus aber auch um den Begriff der Solidargemeinschaft und um die ökonomischen Fliehkräfte, die an der Europäischen Union zerren. Dass dabei die Politiker nicht ungeschoren davonkommen werden, versteht sich von selbst. Insbesondere deren Lieblingsprinzip TINA (There Is No Alternative) ist in den Augen von Heiner Flassbeck das Eingeständnis von Hilflosigkeit. Denn es sei, wie er sagt „die indirekte Leugnung der menschlichen Fähigkeit zu kritischer Analyse und damit des zentralen Grundsteins von Demokratie und Rechtsstaat“. Eine seiner Thesen zur Überwindung der Eurokrise lautet, dass vor allem Deutschland sich bewegen müsse.

Heiner Flassbeck, Jahrgang 1950, hat in Wirtschaftswissenschaften promoviert. Danach stieg er im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rasch zum Leiter der Abteilung Konjunktur auf. Im ersten Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder beriet Flassbeck als Finanz-Staatssekretär Oskar Lafontaine. Später arbeitete er als Chef-Volkswirt bei der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD). Seit seiner Pensionierung gibt der Ökonom den Onlinedienst „Flassbeck-Economics“ heraus.

Der Neujahrsempfang findet diesmal nicht im Schloss Fußberg statt, sondern im Gautinger Kulturzentrum Bosco. Termin: Sonntag, 17. Januar 2016, 14.00 Uhr.

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Neujahrsempfang mit Professor Julian Nida-Rümelin: Volles Haus und eine nachdenkliche Rede

Beim Neujahrsempfang der Gautinger SPD am Sonntag, 18. Januar 2015, passte alles zusammen: Ein prominenter Redner, aktuelle Politik aus dem Rathaus und hinterher noch lebhafte Gespräche bei Saft und Prosecco sowie einem feinen Büfett, das Maja Zorn und Petra Neugebauer, Christel Freund und Brigitte Servatius selbst bereitet hatten. Kein Wunder, dass Ortsvorsitzender Dieter Appel ein beinahe übervolles Haus begrüßen konnte. Die Ankündigung, dass Professor Julian Nida-Rümelin die Festrede halten werde, hatte so viele Mitglieder und geladene Gäste herbeiströmen lassen, dass der Schwanthalersaal im Schloss Fußberg rasch bis auf den letzten Platz besetzt war. Schnell wurden noch alle Stühle herbeigeschleppt, die auf dem Speicher zu finden waren.

Nida-Rümelin kann, wie er zu Beginn anmerkte, in diesen Monaten ein vierfaches Jubiläum begehen. Er ist 60 Jahre alt geworden, gehört seit 50 Jahren dem gleichen Sportverein an, ist seit 40 Jahren SPD-Mitglied und seit 30 Jahren an der Universität in Lehre und Forschung tätig. In der SPD gilt er als eine wichtige intellektuelle und moralische Instanz, als Vordenker und auch Mahner. Denn als einer der wenigen kennt er beide Seiten der Politik. Als Professor an der Münchner Universität lehrt er politische Philosophie und Theorie sowie Ethik, als Politiker im Range eines Kulturstaatsministers saß er im ersten Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder und als Kulturreferent auf der Regierungsbank von Christian Ude im Münchner Rathaus.

Beim Gautinger Neujahrsempfang wollte er, so war es mit dem Vorstand verabredet, über das Thema „Lebendige Demokratie“ sprechen und die Neugier der Zuhörer wurde nicht enttäuscht. Rasch zog er sie in den Bann einer lebendigen Geschichtsbetrachtung, die einen riesigen Bogen spannte von den Anfängen der Demokratie im antiken Athen über den Dreißigjährigen Krieg bis in die aktuelle Gegenwart mit den furchtbaren Kriegen in Afghanistan, Irak und dem sogenannten Islamischen Staat. Demokratie, sagte Nida-Rümelin, erschöpfe sich nicht darin, alle paar Jahre zur Wahl zu gehen. Demokratie sei vielmehr eine Lebensform, geprägt durch Solidarität mit den Schwächeren, den gegenseitigen Respekt und die Gleichberechtigung aller Menschen. Gefahren für die Demokratie sieht Nida-Rümelin immer dann, wenn sich die Religion in die Politik einmischt und die Menschen zum Teil auch mit Gewalt zu bestimmten Lebensformen zwingen will. Er zitierte eine Untersuchung, wonach gerade in besonders religiösen Gesellschaften die Bereitschaft zu Gewalt am größten sei – ob es sich nun um die mittelalterliche Inquisition oder um die „Gotteskrieger“ der Islamisten handelt. Der Philosoph hat aber auch die neuen Entwicklungen, etwa  mit der Pegida in Dresden und anderswo, im Blick. Seine Hoffnung: „Vielleicht entwickelt sich aus diesen Erschütterungen in unserer Gesellschaft eine kulturelle Dynamik, die auch die Demokratie stärkt.“ Auch den gebannt lauschenden Zuhörern machte Nida-Rümelin Hoffnung – nämlich dass sie noch öfters solche Worte zu hören bekommen könnten. Er denke daran, sagte er, sich künftig wieder stärker öffentlich zu Wort zu melden. Seine Rede hier in Gauting sei sozusagen ein Test dafür, ob er mit seinen Gedanken und Ideen auf dem richtigen Weg sei. Der stürmische, lange Applaus konnte nur als eindeutiges Signal einer vollen Zustimmung gewertet werden und dürfte ihn in diesen Absichten sicherlich bestärkt haben. Weiterlesen

Neujahrsempfang mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin

Wir, der SPD Ortsverein Gauting, laden herzlich am 18.01.2015 um 11:00 Uhr zum traditionellen Neujahrsempfang im Schloss Fußberg in Gauting ein. Als besonderen Gast erwarten wir in diesem Jahr unseren Genossen, den renommierten Philosophieprofessor und ehemaligen Kulturstaatsminister im Kabinett von Gerhard Schröder, Julian Nida-Rümelin. Weiterlesen

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Volles Haus beim Neujahrsempfang 2014 der Gautinger SPD

Kein Stuhl blieb frei im Schwanthalersaal des Schlosses Fußberg, als die Gautinger Sozialdemokraten zum traditionellen Neujahrsempfang baten. Vielleicht lag es am Gastredner Franz Maget, der auf die Anfrage des Ortsvorsitzenden Dieter Appel spontan zugesagt hatte, vielleicht auch am Kommunalwahlkampf, der jetzt auf volle Touren kam. Maget, der als Oppositionsführer viele Jahre lang die bayerische Politik mitgestaltet und jüngst ein Buch darüber geschrieben hat („Es geht auch anders . . . Politische Bilanz eines bayerischen Sozialdemokraten“), begann denn seine Rede auch gleich mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für Willy Brandts Motto „Mehr Demokratie wagen“. Gerade auf der kommunalen Ebene habe der Bürger die meisten Möglichkeiten, den Politikern auf die Finger zu schauen und das Gemeinwohl selbst aktiv mitzugestalten. Damit nahm er das Thema auf, das Bürgermeisterkandidatin Petra Neugebauer bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms angesprochen hatte. Unter dem Stichwort „aktive Bürgergemeinde“ erläuterte sie dieses Konzept, das sie bei einer zentralen Wahlkampfveranstaltung am 25. Februar im Kulturzentrum bosco noch vertiefen möchte. Es ist der Weg, den der Bürgermeister von Weyarn, Michael Pelzer, in seiner Gemeinde schon vor 20 Jahren eingeschlagen hat und den Petra Neugebauer mit ihm an diesem 25. Februar diskutieren möchte. Kernpunkte sind die Möglichkeiten, den Bürger und seine Kompetenzen viel mehr in die kommunale Politik einzubinden.
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Neujahrsempfang mit Ehrungen

Welche Schwächen hat unser Bildungssystem? Und wie können wir sie beheben? Diese Fragen stellte der Bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Hans Ullrich Pfaffmann am Sonntag, 30.1. 2011, im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs der Gautinger SPD im Schloss Fußberg.

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Neujahrsempfang 2010 der Gautinger SPD mit zahlreichen Gästen

Zum traditionellen Neujahrsempfang hatte die Gautinger SPD Mitglieder und Freunde in diesem Jahr erneut ins Schloss Fußberg eingeladen – von der Tradition abweichend allerdings nicht am Vormittag, sondern erst um 17.00 Uhr.
Die frühe winterliche Dämmerung war für die Gäste offensichtlich kein Hinderungsgrund. Der Schwanthaler Saal war schon vor Beginn rappelvoll; viele Teilnehmer blieben, weil ohne Stuhl, auf ihre Standfestigkeit angewiesen.
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