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Volles Haus beim Neujahrsempfang 2014 der Gautinger SPD

Kein Stuhl blieb frei im Schwanthalersaal des Schlosses Fußberg, als die Gautinger Sozialdemokraten zum traditionellen Neujahrsempfang baten. Vielleicht lag es am Gastredner Franz Maget, der auf die Anfrage des Ortsvorsitzenden Dieter Appel spontan zugesagt hatte, vielleicht auch am Kommunalwahlkampf, der jetzt auf volle Touren kam. Maget, der als Oppositionsführer viele Jahre lang die bayerische Politik mitgestaltet und jüngst ein Buch darüber geschrieben hat („Es geht auch anders . . . Politische Bilanz eines bayerischen Sozialdemokraten“), begann denn seine Rede auch gleich mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für Willy Brandts Motto „Mehr Demokratie wagen“. Gerade auf der kommunalen Ebene habe der Bürger die meisten Möglichkeiten, den Politikern auf die Finger zu schauen und das Gemeinwohl selbst aktiv mitzugestalten. Damit nahm er das Thema auf, das Bürgermeisterkandidatin Petra Neugebauer bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms angesprochen hatte. Unter dem Stichwort „aktive Bürgergemeinde“ erläuterte sie dieses Konzept, das sie bei einer zentralen Wahlkampfveranstaltung am 25. Februar im Kulturzentrum bosco noch vertiefen möchte. Es ist der Weg, den der Bürgermeister von Weyarn, Michael Pelzer, in seiner Gemeinde schon vor 20 Jahren eingeschlagen hat und den Petra Neugebauer mit ihm an diesem 25. Februar diskutieren möchte. Kernpunkte sind die Möglichkeiten, den Bürger und seine Kompetenzen viel mehr in die kommunale Politik einzubinden.

Franz Maget schlug natürlich im Hinblick auf die anstehenden Wahlen zum europäischen Parlament auch den großen Bogen zu Europa. Dessen Ideale und auch dessen alternativlose Notwendigkeit für Deutschland könne heute kein vernünftiger Mensch mehr in Frage stellen, der auch nur einen Funken Geschichtsbewusstsein besitze. In diesem Jahr 2014 werde schließlich an den Untergang des alten Europas mit dem Beginn des ersten Weltkriegs 1914 gedacht.
Zuvor hatte Julia Ney das Wort, die frischgebackene Kreisvorsitzende und Landratskandidatin der SPD. Sie skizzierte in präzisen Formulierungen, was ihrer Ansicht nach im Landkreis anders werden müsse und widmete sich besonders dem Thema Energiewende, die angesichts des Schlingerkurses der CSU einfach nicht mehr vorankomme.
Bevor es dann zu anregenden Gesprächen bei Prosecco, Saft und Knabbereien ging, konnten Bürgermeisterin Brigitte Servatius und Dieter Appel noch einige langjährige Genossen ehren: Renate Specht ist 40 Jahre dabei, Wofgang Kanz sogar 50 Jahre und Gunnar Knocke hat es immerhin schon auf 25 Jahre gebracht.

Neujahrsempfang Gauting 2

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