Eine gute Wahl für Gauting! - 16.3.2020

Die SPD ist wieder im Gemeinderat. CSU/UBG haben ihre Mehrheit verloren. Und damit wird es im Gemeinderat wieder offene Diskussionen geben, in denen man einander zuhören und aufeinander eingehen wird. Stil und Atmosphäre können sich jetzt ändern. Das ist überaus erfreulich für uns und für Gauting!

Wir sind nach 2-Jähriger Pause wieder im Gemeinderat angekommen! Das ist ein großer Erfolg. Im Dezember 2018 schrieb die SZ: „Die SPD ist am Ende“. Man sieht, die Totgesagten leben länger! Wir haben es als „außerparlamentarische Opposition“ geschafft und können nun auch aus dem Gemeinderat heraus wieder Politik machen.

Der zweite große Erfolg, der gar nicht groß genug eingeschätzt werden kann: Die Zwillinge CSU und UBG haben ihre Mehrheit im Gemeinderat verloren:

Gauting Wahlen 2020 Sitzverteilung
Graphik: Gemeinde Gauting

CSU/UBG haben nur noch 11 von 30 Sitzen. Das wird ganz erhebliche Auswirkungen auf die Politik der nächsten Jahre haben:

  • Das „Münchner Viertel“ an der Ammerseestraße bei AOA mit bis zu 800 Neubürgern wird es nicht geben. – Stattdessen ist jetzt der Weg frei, für eine ortsverträgliche Bebauung mit 180 Wohnungen und stillem Gewerbe.

  • Den großen Kindergarten am Rande Gautings mit 150 Kindern und 20 Erzieherinnen wird es nicht geben. – Stattdessen ist jetzt der Weg frei, für den Bau mehrerer kleineren Kitas, wohnungsnah und verkehrsarm für die Eltern.

  • Die Planungen zu den Bahnunterführungen an der Ammerseestraße und in Königswiesen können wieder aufgegriffen werden. Ihre Vergrößerung für den Schwerlastverkehr kann jetzt verhindert werden. Ein Lkw-Verkehr, der die Staus am Hauptplatz nur verlängern würde. - Seit wann holt man sich denn ausgerechnet noch zusätzlichen Lkw-Verkehr mitten in den Ort?

  • Das monströse Gewerbegebiet im Unterbrunner Holz mit seinen bis zu 5.000 Beschäftigten wird es nicht wie geplant geben.

  • Die von CSU/UBG hausgemachten Schwierigkeiten mit dem Haushalt kann man nun auch anders lösen.

Die Zeiten, in denen man sich blauäugig in große Projekte stürzte, die in Wahrheit aus Gauting eine Vorstadtsiedlung Münchens gemacht hätten, das hat jetzt ein Ende. Jetzt kann eine Politik gemacht werden, bei der nicht alles ausgeblendet wird, was an Hinweisen und Warnungen geäußert wird.

Unsere Aufklärungsarbeit über die letzten 2 Jahre hat Früchte getragen, so dass zunehmend in der Öffentlichkeit über die Folgen der großen Projekte von CSU und UBG gesprochen wird. Unsere Leserbriefe, Informationsblätter und Artikel auf unserer Internetseite haben zu einer breiten und sehr kritischen Diskussion über diese Politik von CSU/UBG beigetragen. Eine Politik, deren Folgen die beiden entweder verharmlost oder gleich ganz verschwiegen haben. Selbst die CSU sah sich genötigt, sich im Gemeinderat mit unseren Aussagen auseinanderzusetzen, obwohl wir dort gar nicht vertreten waren.

Frau Dr. Kössinger hat neben Frau John/Starnberg als einzige Amtsinhaberin im Landkreis die Wiederwahl nicht geschafft. Das ist sehr bemerkenswert. Die Stichwahl zum Bürgermeister steht jetzt am 29. März an. Nutzen wir die Chance, um den Neuanfang zu vervollständigen. Mit Hans Wilhelm Knape steht die gute Alternative zur Verfügung.

Ein Neuanfang für Gauting ist möglich. Wir werden unseren Beitrag dazu leisten.