Richtungswechsel - Die Gautinger SPD zur Gautinger Zukunft: Soziales, Kitas, Wohnungsbau, Energiewende, Kultur, Bilanz einer CSU/UBG-Politik

Herrn Knape Gratulation zu seinem herausragenden Ergebnis! Keine vollendeten Tatsachen mehr durch den alten Gemeinderat! - 30.3.2020

Herr Knape hat ein herausragendes Ergebnis erzielt! Es haben ihm bei rund 10.800 Wählern lediglich 109 Stimmen zum Sieg in der Stichwahl zum Bürgermeister gefehlt. Einen so knappen Sieg hat Gauting wohl noch nie erlebt.

Die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger hat ihr Unbehagen über die Politik von CSU und UBG sehr deutlich gezeigt. Dass eine amtierende Bürgermeisterin fast abgewählt wurde, ist sehr selten. Auch der Amtsbonus half nicht mehr.

Die für Gauting überdimensionierten Bau-Projekte von CSU und UBG stoßen in der Bürgerschaft auf breite Ablehnung. Sie sollten eine massive Verstädterung Gautings einleiten. Der persönliche Stil von Frau Dr. Kössinger kam noch hinzu. Und sie wich im Wahlkampf einer inhaltlichen Klärung über ihre Pläne zu Gautings Zukunft weitgehend aus. Die großen Projekte der CSU (Sontowski-Bau, 3 neue Gewerbegebiete, AOA, Kita hinter dem Schulzentrum) wurden nicht lobend herausgestellt, sondern fast schon verschwiegen. Über ihre Folgen wurde schon gar nicht gesprochen. Sie setzte auf einen Wohlfühlwahlkampf, der aber nicht überzeugen konnte. Die schönen Bilder eines guten Fotografen reichten nicht.

Wichtig und wesentlich ist jetzt, dass der alte Gemeinderat keine vollendeten Tatsachen mehr schafft. Die hochumstrittenen Projekte sollten sofort eingefroren werden, um unnötige Kosten zu vermeiden. Die Rathausverwaltung und die beauftragten Planungsbüros hätten ihre Arbeiten an ihnen einzustellen und zwar solange, bis der neue Gemeinderat entschieden hat, wie es weiter gehen soll. Und es geht um:

  • Die neuen Gewerbegebiete mit ihren unabsehbaren Folgen für Wohnen, Mieten, Kitas, Schulen, Straßen und Natur.
  • Das neue Wohnviertel samt Supermarkt bei AOA, das mit seiner Baudichte und seinem Verkehr eine schwere Belastung für Bewohner und Anwohner sein würde.
  • Der neue Kindergarten hinter dem Schulzentrum am Rande Gautings, der nicht dort liegt, wo der Bedarf ist und unnötigen Verkehr hervorrufen würde.
  • Die Verbreiterung der Bahnunterführungen an der Ammerseestraße und in Königswiesen, die Gauting dem Schwerlastverkehr vom Westen her öffnen würden.
  • Die neue Tiefgarage unter dem S-Bahnfahrer-Parkplatz mit ihrer enormen finanziellen Belastung.

Zur Stichwahl des Bürgermeisters: Wofür steht Frau Dr. Kössinger? - 27.3.2020

Die Bürgerinnen und Bürgern sind auf die Informationen der Parteien und ihrer Kandidaten angewiesen. Das umso mehr, da nur etwa 40 % der Haushalte eine der beiden Zeitungen lesen. Die Wahlprospekte sind also eine ganz wesentliche Informationsquelle, um sich bei der Wahl des Bürgermeisters entscheiden zu können.

Frau Dr. Kössinger will auch die nächsten 6 Jahre Gautings Bürgermeisterin sein. Was schlägt sie zu Gautings Zukunft vor? In dem von der CSU an die Haushalte veteilten Wahlprospekt ist zu lesen:

  • "Wir werden die Kinderbetreuung auch künftig konsequent erweitern. Sobald eine Kindereinrichtung im Bau ist, wird schon die nächste geplant. Wir machen Tempo." S. 8

Es wird nicht gesagt, dass die CSU eine neue Kita an der Wiesmahdstraße am Rande der Kolonie, hinter dem Schulzentrum, planen lässt und nichts über deren Verkehr quer durch die Kolonie. Sie soll in 4 bis 5 Jahren gebaut werden, so Frau Klinger, CSU-Sprecherin im Gemeinderat. - Ist das Tempo? Jedes Jahr können über 100 Kinder nicht untergebracht werden.

  • "Wir wollen bezahlbares Wohnen für Normalverdiener schaffen." S. 8

Es wird nicht gesagt, was beabsichtigt ist: Auf dem Gelände zwischen Ammersee- und Pötschenerstraße soll ein neues Wohnviertel in einer bislang unbekannten Baudichte für bis zu 800 Neubürger von außerhalb gebaut werden. Die Auswirkungen des Zuzuges auf Kinderbetreuung, Schulen und Straßen bleibt so im Dunkeln.

  • "Angestoßene Gewerbegebiete entwickeln." S. 13

Über Ausmaß und Folgen ist nichts zu lesen. Frau Dr. Kössinger will Betriebe mit bis zu 5.000 Beschäftige allein im Unterbrunner Holz ansiedeln (Dr. Kössinger, StaM 21.9.2018). Das neue Gewerbegebiet bei Asklepios kommt noch hinzu. Das Landratsamt verweist auf den hohen Siedlungsdruck, den solche großen Vorhaben auslösen. Und Siedlungsdruck bedeutet: zu wenige Wohnungen, steigende Mieten, zu wenig Plätze in Kitas und Schulen und mehr Staus auf den Straßen. (StaM 18.2.2020)

Zu Wahlkampfzeiten sind die Menschen offen für die Überlegungen der Parteien. Nur, wenn sie diese nur sehr allgemein, undeutlich und ungenau mitgeteilt bekommen, dann kommt der Ärger nach der Wahl. Viele werden sich dann getäuscht fühlen. Es ist ein amerikanischer Wahlkampf, der überwiegend auf schöne Bilder eines guten Fotografen setzt. Mit Parolen wie "Gauting in guten Händen" verschleiert er die wesentlichen Absichten.

  • Einer offenen und klärenden Diskussion über: "Was will sie als Bürgermeisterkandidatin konkret erreichen?", geht Frau Dr. Kössinger aus dem Weg.

Zur Stichwahl am 29. März - Mit Hans Wilhelm Knape als neuem Bürgermeister - 24.3.2020

Am 29. März haben wir die Chance, bei der Stichwahl zum Bürgermeister mit Hans Wilhelm Knape einen Wechsel in Gautings Politik vorzunehmen.

Es geht am Sonntag nicht um die Corona-Krise, die wir alle nur gemeinsam, solidarisch und sehr diszipliniert bewältigen können. Es geht um die Entscheidung, welcher Bürgermeister uns in den nächsten 6 Jahren regieren wird. Ein Weiter-so mit Großprojekten, die Gauting völlig verändern werden oder ein Neuanfang mit Vorhaben, in denen sich die heute hier Wohnenden weiter gut aufgehoben fühlen.

Aber lesen Sie selbst. Hans Wilhelm Knape zu seiner Kandidatur:

Warum kandidiere ich?

Soll Gauting im großen Stil „entwickelt“ werden? - 24.3.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es geht bei dieser Wahl um die Frage: Soll Gauting im großen Stil „entwickelt“ werden?

Nach 6 Jahren halten wir ein Bilanzziehen zu Frau Dr. Kössingers Politik für wichtig und aufschlussreich im Hinblick auf die Stichwahl zum Bürgermeister am 29. März. 6 Jahre sind eine lange Zeit, sodass einiges zusammengekommen ist, was auf unserem letzten Informationsblatt unterzubringen war. Wie die Informationen zu bewerten sind, ist jedem Leser vorbehalten. Die Quellen sind mit SZ, Merkur, Statistischem Landesamt und auch den Haushaltsplänen der Gemeinde angegeben.

Wenn eine Amtsinhaberin 6 Jahre lang im Amt war, dann sind die Ergebnisse ihrer Politik in diesem Zeitraum der echte Maßstab für das, was auch in Zukunft von ihr zu erwarten ist.

Es geht um Gauting. Die vielen großen Projekte, die Frau Dr. Kössinger verfolgt, sind nicht in einem Gesamtplan für Gauting integriert. Sie lässt nur Insellösungen planen, die aber nicht zueinander passen und deswegen enorme Probleme auslösen werden.

Die von Frau Dr. Kössinger verfolgten großen Projekte sind nicht zu Ende gedacht. Ihre Konsequenzen sind nicht untersucht. Sie trotzdem einfach zu starten, kommt einem Piloten gleich, der startet, aber nicht weiß, wo und wie er landen kann.

  • Welche Auswirkungen haben die geplanten Gewerbegebiete und das neue Viertel an der Ammerseestraße auf Unterbrunn, auf den Verkehr im Gautinger Hauptort und in Stockdorf, auf die vorhandenen Kitas und Schulen und auf die Mieten?

  • Wie bekommt die Gemeinde kurzfristig Gewerbesteuer-Einnahmen, wenn sie bestehende Gewerbeflächen zu teuren Wohnungen umwidmet?

  • Ist es heutzutage noch sinnvoll, Gemeindegrund zu verkaufen, den man zukünftig für notwendige Planungen der Gemeinde noch brauchen könnte?

Darum geht es bei der Stichwahl zum Bürgermeister am nächsten Sonntag, den 29. März.

Wir sind zuversichtlich, dass Hans Wilhelm Knape hier zusammen mit allen Gruppierungen im Gemeinderat, mit der Verwaltung und mit den Bürgern Lösungen erarbeiten wird, die wirklich zukunftsfähig für Gauting sind.

In welche Zukunft geht Gauting? Am 29. März entscheidet das die Stichwahl zum Bürgermeister - 21.3.2020

Am 29. März sind wir alle zur Stichwahl um den Bürgermeister aufgerufen. Hans Wilhelm Knape, unterstützt von GRÜNEN und SPD steht als Alternative zu Frau Dr. Kössinger/CSU zur Wahl.

Wählen können wir zwischen 2 Personen, die für 2 unterschiedliche Pogramme stehen:

  • Dem Programm von Frau Dr. Kössinger und ihrer CSU mit einer Verstädterung Gautings. Großstädtische Bauten am Bahnhofsplatz, 2 großen Gewerbegebieten mit 5.000 und mehr Beschäftigten mitten in der Natur. Einer Infrastruktur, die mit Wohnungen, Kitas, Schulen und Straßen, auch Umgehungsstraßen quer durch die Landschaft, erst noch massiv ausgebaut werden müsste. Ein "Münchner Wohnviertel" an der Ammerseestraße mit bis zu 800 Bürgern von außerhalb zeigt uns die von ihr gewollte Richtung.

  • Dem Programm von Hans Wilhelm Knape mit einer behutsamen Weiterentwicklung Gautings. Eine ortsverträgliche Wohnbebauung mit 180 Wohungen an der Ammerseestraße, um den Verkehr weiter beherrschen zu können. Der weiteren Nutzung innerörtlicher Gewerbegebiete, denn diese bringen schnell weitere Gewerbesteuer-Einnahmen. Und dem Bau mehrerer kleinerer Kitas dort, wo die Eltern wohnen und auf kurzen Wegen ihre Kinder bringen können.

Politiker sind an ihren Taten und nicht an ihren schönen Wahlprospekten zu messen. Denn diese sind nur allzu häufig sehr verschwommen abgefasst, so dass jeder hineindeuten kann, was immer er sich auch erhofft. Die unvermeidliche Enttäuschung kommt dann später.

Zu bedenken ist, welche Politik von Frau Dr. Kössinger in den letzten Jahren gemacht worden und wie sie mit den Bürgern umgegangen ist. Demgegenüber ist zu sehen, wie sich Hans Wilhelm Knape seit vielen Jahren im großen Umfang ehrenamtlich eingesetzt hat und vor allem auch, wie er den Bürgern gegenübertritt. Nicht auf schönen Bildern eines guten Fotografen am Laternenpfahl zum Wahltag, sondern über viele Jahre im Alltag, auf der Straße und wo auch immer.

Nutzen Sie den 29. März für einen Wechsel. Wir alle haben es in der Hand.

Die CSU-Kandidatin Dr. Brigitte Kössinger und ihr 6-jähriges Wirken in Gauting 19.3.2020

Eine Bilanz zu den 6 Jahren:

  • Viele Großprojekte wurden bearbeitet: Umbau der Kreuzung am Kriegerdenkmal, des Bahnhofsplatzes, der Ammerseestraße; neue Tiefgarage auf dem S-Bahn-Parkplatz, Bebauung des AOA-Geländes; Gesamtverkehrskonzept, Erschließung gleich dreier neuer Gewerbegebiete u.a.m. Hohe Ausgaben wurden für diese Projekte im Haushalt berücksichtigt und damit die Kürzungen der freiwilligen sozialen Leistungen begründet. Aber keines wurde fertig und das eingesparte Geld nicht ausgegeben.

  • Dr. Kössinger drohte, sollte das Bürgerbegehren gegen den Sontowski-Bau an der Bahnhofstraße gewinnen, dann müssten Sozialleistungen gekürzt werden. Das Bürgerbegehren gewann nicht. Ein halbes Jahr später wurden den Vereinen die Zuschüsse um 20% gekürzt. Die Zuschüsse für „Lebenshilfe“ und „Fünfseen-Schule“ wurden ganz gestrichen – Einsparung 6.800 Euro bei einem Haushalt von 55 Mio.

  • Die Anhebung der Mieten für die Kitas wurde durchgesetzt. Die Eltern müssen jährlich 600.000 Euro zusätzlich bezahlen. Allein die Eltern der 105 Kinder bei der "Lebenshilfe" auf der Postwiese müssen 95.000 Euro mehr aufbringen. (StaM 6.2.2020)

  • Der Ratssaal sollte für eine halbe Mio. Euro umgestalten werden, um auch Empfänge veranstalten zu können. Der Gemeinderat griff ein. (SZ 17.11.2018) Dr. Kössinger hat sich eine teure Amtskette zugelegt und ihre Sprechstunde lässt sie in den Anzeigenblättern mit eigenem Porträt ankündigen. Die Kosten ihrer Selbstdarstellung trug die Gemeinde.

  • Politische Unterstützer wurden in der Rathausverwaltung untergebracht: Der Vorsitzende von ZukunftGauting, Unterstützer beim Ratsbegehren zum Sontowski-Bau, wurde 3. Pressesprecher und ein CSU-Gemeinderat ist jetzt für das Schwimmbad zuständig. (SZ 3.4.2019)

  • Die Rathausverwaltung wurde in 3 Jahren von 120 auf 158 Stellen, zu Vollzeit gerechnet um 24% vergrößert (Haushaltspläne 2015/2018). Kosten: jährlich an die 2 Mio. Euro.

  • Die Mehrausgaben brachten den Gemeindehaushalt aus dem Gleichgewicht. Der Verkauf der Gemeinde-Grundstücke soll helfen: am Krapfberg, an der Buchendorfer Straße, Grubmühlerfeld- und Pötschenerstraße, beim Penny-Kreisel, bei Asklepios und im Unterbrunner Holz u.a.m. Den Verkauf des Spielplatzes beim Bosco verhinderte eine Bürgerinitiative.

  • Dr. Kössinger schrieb: „Grundsätzlich werden im Gemeindegebiet keine Pestizide eingesetzt.“ (Gautinger Jahr 2018, S. 42) Tatsächlich: „Bauern dürfen auch auf den Flächen, die sie von der Gemeinde gepachtet haben, Pestizide einsetzen.“ Ein Verbot für den Einsatz auf Gemeindeflächen ließ sie im Gemeinderat ablehnen. (SZ 7.2.2019) Es ging um Glyphosat, das im Verdacht steht, Krebs zu verursachen.

  • Das Schulgelände wurde an Sontowski für 2.000 €/m2 verkauft. Das Hotel Simon wurde nur 2,5 Jahre später für 5.000 €/m2 verkauft. (SZ 22.8.2019)

  • Sontowski wurden Gehweg und Parkplätze entlang der Bahnhofstraße unentgeltlich überlassen. Die kleinen Geschäfte gegenüber beklagen einen erheblichen Umsatzeinbruch. Kinder müssen auf ihrem Schulweg dreimal die stark befahrene Bahnhof- /Ammerseestraße überqueren.

  • Dr. Kössinger stellte erst im nachhinein fest, dass die Bahnhofstraße für eine Verlängerung des sicheren Radweges vom Pippinplatz bis zum Kriegerdenkmal zu schmal sei. Sie hätte beim Verkauf an Sontowski 2m entlang der Bahnhofstraße nicht verkaufen dürfen.

  • Im Unterbunner Holz sollen 5.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Viele Menschen werden hier wohnen wollen (Landratsamt, StaM 18.2.2020). Über die Folgen für Wohnen und Mieten, Kitas, Schulen und Straßen wird nicht gesprochen.

  • Hinter dem Schulzentrum, ganz am Rande Gautings, soll die größte Kita gebaut werden, für 150 Kinder und 20 Erzieherinnen, anstatt wohnungsnah für die Eltern drei kleine zu bauen. Über die starke Zunahme des Verkehrs quer durch die Kolonie wird nicht gesprochen. (SZ 20.2.2020)

  • Unterbrunn liegt zwischen den zwei geplanten großen Gewerbegebieten (Unterbrunner Holz und bei Asklepios). Über den massiven Verkehr quer durch Unterbrunn wird nicht gesprochen.

  • In einem Neubauviertel auf dem AOA-Gelände sollen bis zu 800 Neubürger untergebracht werden. Der Verkehr wird von 6.600 auf 14.600 Fahrten/Tag ansteigen – Bahnhofstraße heute: bis zu 12.000 (StaM 6.2.2020). Über die Folgen für die Kreuzung an der Bahnhofstraße und den Hauptplatz, Kitas und Schulen wird nicht gesprochen.

  • Dr. Kössinger verlor in 3 Jahren 40% ihrer Rathausmitarbeiter – ein beispielloser Verlust an Wissen und Erfahrung.

  • Der 2. Bürgermeister Dr. Sklarek (MiFü) meinte: "Er bedauere den scharfen den Ton von Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger (CSU). Sie toleriert keine Widersprüche und bügelt andere politische Haltungen nieder." (StaM 12.7.2019)

  • Dr. Kössinger meinte zu Frau Franke, Gemeinderätin der GRÜNEN: „Halten Sie endlich die Klappe.“ (SZ 16.2.2019), soweit zu Ton und Atmosphäre im Gemeinderat.

Wir alle können bei der Stichwahl am 29. März Stil und Politik in Gauting eine andere Richtung geben.

Eine gute Wahl für Gauting! - 16.3.2020

Die SPD ist wieder im Gemeinderat. CSU/UBG haben ihre Mehrheit verloren. Und damit wird es im Gemeinderat wieder offene Diskussionen geben, in denen man einander zuhören und aufeinander eingehen wird. Stil und Atmosphäre können sich jetzt ändern. Das ist überaus erfreulich für uns und für Gauting!

Wir sind nach 2-Jähriger Pause wieder im Gemeinderat angekommen! Das ist ein großer Erfolg. Im Dezember 2018 schrieb die SZ: „Die SPD ist am Ende“. Man sieht, die Totgesagten leben länger! Wir haben es als „außerparlamentarische Opposition“ geschafft und können nun auch aus dem Gemeinderat heraus wieder Politik machen.

Der zweite große Erfolg, der gar nicht groß genug eingeschätzt werden kann: Die Zwillinge CSU und UBG haben ihre Mehrheit im Gemeinderat verloren:

Gauting Wahlen 2020 Sitzverteilung
Graphik: Gemeinde Gauting

CSU/UBG haben nur noch 11 von 30 Sitzen, die GRÜNEN 8 (nach Anpassung auf insgesamt 30 Sitze.) Das wird ganz erhebliche Auswirkungen auf die Politik der nächsten Jahre haben:

  • Das „Münchner Viertel“ an der Ammerseestraße bei AOA mit bis zu 800 Neubürgern wird es nicht geben. – Stattdessen ist jetzt der Weg frei, für eine ortsverträgliche Bebauung mit 180 Wohnungen und stillem Gewerbe.

  • Den großen Kindergarten am Rande Gautings mit 150 Kindern und 20 Erzieherinnen wird es nicht geben. – Stattdessen ist jetzt der Weg frei, für den Bau mehrerer kleineren Kitas, wohnungsnah und verkehrsarm für die Eltern.

  • Die Planungen zu den Bahnunterführungen an der Ammerseestraße und in Königswiesen können wieder aufgegriffen werden. Ihre Vergrößerung für den Schwerlastverkehr kann jetzt verhindert werden. Ein Lkw-Verkehr, der die Staus am Hauptplatz nur verlängern würde. - Seit wann holt man sich denn ausgerechnet noch zusätzlichen Lkw-Verkehr mitten in den Ort?

  • Das monströse Gewerbegebiet im Unterbrunner Holz mit seinen bis zu 5.000 Beschäftigten wird es nicht wie geplant geben.

  • Die von CSU/UBG hausgemachten Schwierigkeiten mit dem Haushalt kann man nun auch anders lösen.

Die Zeiten, in denen man sich blauäugig in große Projekte stürzte, die in Wahrheit aus Gauting eine Vorstadtsiedlung Münchens gemacht hätten, das hat jetzt ein Ende. Jetzt kann eine Politik gemacht werden, bei der nicht alles ausgeblendet wird, was an Hinweisen und Warnungen geäußert wird.

Unsere Aufklärungsarbeit über die letzten 2 Jahre hat Früchte getragen, so dass zunehmend in der Öffentlichkeit über die Folgen der großen Projekte von CSU und UBG gesprochen wird. Unsere Leserbriefe, Informationsblätter und Artikel auf unserer Internetseite haben zu einer breiten und sehr kritischen Diskussion über diese Politik von CSU/UBG beigetragen. Eine Politik, deren Folgen die beiden entweder verharmlost oder gleich ganz verschwiegen haben. Selbst die CSU sah sich genötigt, sich im Gemeinderat mit unseren Aussagen auseinanderzusetzen, obwohl wir dort gar nicht vertreten waren.

Frau Dr. Kössinger hat neben Frau John/Starnberg als einzige Amtsinhaberin im Landkreis die Wiederwahl nicht geschafft. Das ist sehr bemerkenswert. Die Stichwahl zum Bürgermeister steht jetzt am 29. März an. Nutzen wir die Chance, um den Neuanfang zu vervollständigen. Mit Hans Wilhelm Knape steht die gute Alternative zur Verfügung.

Ein Neuanfang für Gauting ist möglich. Wir werden unseren Beitrag dazu leisten.

Ein Münchner Wohnviertel bei AOA? Weniger ist mehr! - 10.3.2020

304 Wohnungen beim Apparatebau (AOA) samt Supermarkt. Bis zu 800 Neubürger sollen dort wohnen. Eine Kita mit nur 1 Gruppe ist geplant. CSU/UBG wollen ein Münchner Wohnviertel in Gauting.

Der Verkehr auf der Ammerseestraße wird sich mehr als verdoppeln. Die Verkehrsbelastung ist dann höher als auf der Bahnhofstraße. Zusammen mit dem Verkehr vom Handwerkerhof und dem neuen Gewerbegebiet bei Asklepios wird sie von 6.600 auf 14.600 Fahrten/Tag ansteigen – Bahnhofstraße heute: bis zu 12.000. (StaM 6.2.2020).

Gauting verträgt solch große Projekte nicht. Weniger ist mehr:

  • 180 Wohnungen reichen zunächst aus. Sollte man später mehr brauchen, dann muss man sie an anderer Stelle bauen.
  • Der Supermarkt am Bahnhof genügt. Die kleinen Geschäfte schützen.
  • AOA-Fläche für stilles Gewerbe nutzen und damit Gewerbesteuer bekommen.

Auch die CSU ist inzwischen für stilles Gewerbe (CSU-Gemeinderat Ebner, StaM 17.2.2020).

  • Warum nicht auch auf dem AOA-Grundstück?

Der Bürgermeisterkandidat Hans Wilhelm Knape steht für diese Lösung zugunsten der heutigen Anwohner und künftigen Bewohner.

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Wird Unterbunn im Verkehr ersticken? - 10.3.2020

Vor Jahren haben sich die Unterbrunner ihre Umgehungsstraße erkämpft, um endlich den Durchgangsverkehr aus ihrem Ort herauszubekommen. Brigitte Servatius, damalige SPD-Bürgermeisterin, konnte die Straße bei den Ämtern durchsetzen und verwirklichen.

  • Was droht jetzt mit den Plänen von CSU/UBG?

  • Der Verkehr wird zurückkommen!

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Wie soll sich Gauting weiterentwickeln? Am 15. März fällt bei den Gemeinderatswahlen die Entscheidung - 7.3.2020

Die Wählerinnen und Wähler haben es in der Hand:

2 neue große Gewerbegebiete mitten in der Landschaft, im Unterbrunner Holz mit bis zu 5.000 Beschäftigten und bei Asklepios?

Und das nur, um seinen Haushalt in Ordnung zu bringen?

Ein „Münchner Viertel“ auf engstem Raum bei AOA an der Ammerseesstraße mit bis zu 800 Bewohnern, von denen die meistens von außerhalb kommen sollen?

  • Der Verkehr wird massiv ansteigen, obwohl Ammersee- und Bahnhofstraße heute schon dicht sind. Auf der Ammerseestraße wird er sich mehr als verdoppeln. Unterbrunn wird im Verkehr ersticken.

  • Der Zuzug wird die Mieten stark steigen lassen und von der Gemeinde viele Millionen fordern, um Wohnungen, Krippen, Kitas, Horte, Schulen und Straßen zu bauen.

  • Gauting braucht die 2 großen geplanten Gewerbegebiete nicht, um seinen Haushalt in Ordnung zu bringen.

Was haben wir, die wir hier schon leben, davon? Wollen wir das?

Am 15. März fällt die Entscheidung mit der Wahl eines neuen Bürgermeisters und eines neuen Gemeinderates.

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CSU/UBG und die unzureichende Kinderbetreuung - Die Forderung der SPD - 3.3.2020

Seit Jahren jedes Jahr das gleiche Bild: 100 und mehr Kinder können zum Herbst hin nicht untergebracht werden. Wird sich die Lage verbessern?

Der Gemeinderat beschloss, das alte Gebäude des Waldorfkindergartens mit seinen 2 Gruppen durch einen Neubau zu ersetzen. Die Unterbringung verbessert sich, aber 2 Gruppen bleiben nur 2 Gruppen.

Was haben CSU/UBG vor:

  • Im CSU-Programm zur Bürgermeister- und Gemeinderatswahl ist von keiner Erweiterung des Kita-Angebotes die Rede.

  • Im UBG-Wahlprogramm heißt es nur sehr allgemein: „Weiter große Anstrengungen unternehmen, um bedarfsgerechte Betreuungseinrichtungen für Kinder vorzuhalten.“

  • Gemeinsam beschlossen CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger und die CSU/UBG-Mehrheit im Gemeinderat die Planung für eine neue Kita mit 6 Gruppen. Sie soll an der Wiesmahdstraße hinter dem Schulzentrum, also ganz am Rande von Gauting liegen. 20 Erzieherinnen sollen dort bis zu 150 Kinder betreuen. Eltern und Erzieherinnen müssen dann jeden Morgen den Weg quer durch die Kolonie nehmen. In 4 bis 5 Jahren soll gebaut werden. Mehr Informationen hier

Aber die Eltern müssen heute ihre Kinder unterbringen. Deshalb ist auch heute der Bau neuer Kitas anzugehen:

Die SPD setzt sich für den Bau von 3 Kitas ein. Sie sind dort zu bauen, wo die Kinder und Eltern wohnen, um keinen unnötigen Verkehr zu verursachen. Das belastet auch nicht unnötig die Anwohner. Und sie sind in den nächsten 2 bis 3 Jahren zu bauen, damit die Eltern nicht länger warten müssen. Sie haben einen Rechtsanspruch darauf.

Der Bau von Kitas ist notwendig und sinnvoll! Aber hinterm Schulzentrum, ganz am Rande Gautings? Besser da, wo Kinder und Eltern wohnen! - Richtungswechsel - 28.2.2020

CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger und CSU/UBG im Gemeinderat beschlossen die Planung einer Kita an der Wiesmahdstraße, hinter dem Schulzentrum am Rande Gautings. Jedes Jahr können rund 150 Kinder zum Herbst hin nicht in den Kitas untergebracht werden. Sehr erfreulich, dass dieses Problem endlich angegangen wird. Bedenklich stimmen nur die Größe der Kita und wo sie gebaut werden soll:

  • Bis zu 150 Kinder sollen von 20 Erzieherinnen betreut werden. Eine Größe, die es in Gauting bislang nicht gibt. (Auf der Postwiese sind es 105 Kinder.)

  • Wegen der Lage hinter dem Schulzentrum müssten die Eltern jeden Morgen ihren Weg quer durch die Kolonie nehmen. Und auch die Erzieherinnen müssten denselben Weg nehmen. Allein die Straßen bis hin zur Wiesmahdstraße sind für diesen massiven Verkehr nicht ausgelegt.

  • In 4 bis 5 Jahren soll gebaut werden.

  • CSU und UBG klammern sich an einen Bebauungsplan, der das erlaubt. Aber er ist schon fast ein halbes Jahrhundert alt. Wir haben heute ganz andere Verkehrsverhältnisse.

Deshalb:

3 kleinere Kitas in den nächsten 2 bis 3 Jahren dort bauen, wo die Kinder und Eltern wohnen, um keinen unnötigen Verkehr zu verursachen. Das belastet auch nicht unnötig die Anwohner!

Mehr Informationen hier

Mehr Baukultur für Gauting! - Richtungswechsel - 23.2.2020

Baukultur ist ein Sammelbegriff für Ortsentwicklung und Ortsgestaltung.

  • Wir fordern für Gauting eine behutsame Ortsentwicklung und eine hochwertige Ortsgestaltung.

Beides fehlt bisher. Gauting verdient es, behutsam weiter entwickelt und sorgfältig gestaltet zu werden. Damit es seine Eigenart erhalten kann, muss sich Gauting dem gewaltigen Druck der Immobilienwirtschaft nach immer mehr Wohn- und Gewerbeflächen entziehen. Nur so kann es seine Attraktivität ummünzen in bauliche und architektonische Qualität. Dazu macht die SPD diese Vorschläge:

Mehr Partizipation der Bürgerinnen und Bürger Gautings. Bürgerbeteiligung ist das Geschenk von Bürgerwissen und Bürgererfahrung an Gemeinderat und Verwaltung. Gleichzeitig muss externes Fachwissen dieses Bürgerwissen ergänzen und erweitern. Denn der Blick von außen ist hilfreich, erfrischend und zielführend.

  • Wir fordern die Einrichtung eines unabhängigen „Gestaltungsbeirats“, der öffentlich tagt.

Ortsentwicklung: Qualifizierte Verdichtung ist der Schlüsselbegriff für die nächsten zehn Jahre. Es muss eine „Verdichtungsstrategie“ geben. Es muss z. B. einen Katasterplan aller mit Baurecht belegten aber nicht bebauten Grundstücke geben.

Maßstab für die Ortsentwicklung ist die Landschaft und das delikate, nicht zu erweiternde Straßennetz. Die besondere Topografie Gautings ist ein Alleinstellungsmerkmal im ganzen Würmtal.

  • Wir fordern: Kein Verkauf mehr von kommunalem Grund und Boden, sondern Vergabe im Erbbaurecht.

  • Wir fordern weiterhin ein kommunales, preislimitiertes Vorkaufsrecht auf alle Grundstücksverkäufe.

  • Wir fordern ein qualifiziertes Flächenmanagement, das alle Möglichkeiten der Baurechtschaffung ausschöpft.

Ortsgestaltung: Attraktivität ist eine Notwendigkeit, denn nur in einem schönen Ort fühlen sich die Menschen wohl und kaufen gerne dort ein. Es geht um die Annehmlichkeit Gautings. Da sind verborgene Schätze zu heben: Die Bahnhofstraße ist eine Abfolge von Plätzen, Treppen, grünen Hangzungen der Würmtal-Terrasse und interessanten Gebäude-Eingangsbereichen. Gebautes und Naturgrün wechseln in schneller Abfolge. Das kann und muss besser gestaltet werden. Bahnhof- und Starnberger Straße sind eine Einheit. Das Bindeglied ist der Hauptplatz. Während die Bahnhofstraße aufgewertet wird, ist die Starnberger Straße das Stiefkind. So sind die Fußgängerbereiche um das Haus Hauptplatz 2 hässlich und ungepflegt. Die Starnberger Straße muss aufgewertet werden. Dazu bietet die Neubebauung des Wunderl-Grundstücks die beste Gelegenheit. Diese Chance muss ergriffen werden: Wir fordern einen öffentlichen Zugang zur Würm, eine attraktive Platzgestaltung vor dem Gebäude und eine öffentliche Einrichtung im Erdgeschoss.

  • Wir fordern: Ein „Masterplan Flächeninanspruchnahme“ muss über die tatsächliche Nutzung von Grundstücken Auskunft geben.

Er wäre die Grundlage für ökologische Maßnahmen. So kann z. B. der Versiegelungsgrad der Grundstücke ermittelt und ein „Entsiegelungsprogramm privater und öffentlicher Flächen“ erarbeitet werden. Energiesparende Versorgungs-, flächensparende Mobilitäts- und bauliche Verdichtungskonzepte sind auf dieser Grundlage parzellenscharf planbar.

Mehr Baukultur. Damit Gauting nicht zu Grauting wird. Gauting muss strahlen!

Dr. Andreas Romero
Architekt und Stadtplaner
ehemaliger SPD-Gemeinderat

Wie unabhängig sind die Unabhängigen, UBG genannt? - 20.2.2020

Auf Wahlplakaten der UBG ist zu lesen: "... macht die Unabhängigen stark." Wie unabhängig sind die Unabhängigen denn nun tatsächlich?

Wenn man ihre Politik der letzten 6 Jahre verfolgt, dann fällt auf:

Sie haben bei allen wichtigen Entscheidungen im Gemeinderat immer zusammen mit der CSU gestimmt:

  • Zu den Gemeindehaushalten für 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019/2020

  • Dem Verkauf des ehemaligen Schulgrundstückes an der Bahnhofstraße. Kein 2 Meter breiter Streifen wurde behalten, um den sicheren Radweg vom Pippinplatz, am Bahnhof vorbei bis zum Kriegerdenkmal zu verlängern. CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger stellte im nachhinein fest: Die Bahnhofstraße sei für einen sicheren Radweg zu schmal. CSU-Gemeinderat Jaquet stellte im nachhinein fest: Es sei unlogisch auf der einen Straßenseite einen sicheren Radweg, aber auf der anderen nur einen Schutzstreifen zu haben. UBG-Gemeinderat Eck stellte im nachhinein fest: An der Ersatzlösung Schutzstreifen werde man keine Freude haben.

  • Der Planung der neuen, 40 Hektar großen Gewerbegebiete bei Asklepios und Unterbrunner Holz (bis zu 5.000 Beschäftigte) und ihren unabsehbaren Folgen auf unser Kleinklima und Zuzug neuer Bürger, auf Mieten, Verkehr und soziale Einrichtungen (Kinderbetreuung, Schulen und Straßen).

  • Man folgte umgehend dem Kompromissvorschlag des CSU-Landratskandidaten Stefan Frey. Er hatte bei der Podiumsdiskussion in Gilching vorgeschlagen, das heftig umstrittene neue Gewerbegebiet im Unterbrunner Holz auf 30 Hektar Bannwald, Landschafts- und Wasserschutzgebiet nach Ost zu verschieben. Der Bannwald bräuchte dann nicht abgeholzt werden. (SZ 24.1.2020) Wenige Tage später "regte Dr. Albath / UBG an", das neue Gewerbegebiet "leicht nach Osten zu verschieben, wodurch weniger Wald gebraucht werde". (SZ 5.2.2020)

  • Der Planung zum AOA-Gelände mit der Ansiedelung von bis zu 800 Neubürgern und eines zweiten Supermarktes. Der Verkehr auf der Ammerseestraße wird sich mehr als verdoppeln. Die Auswirkungen auf die Kreuzungen am Kriegerdenkmal und unten am Hauptplatz sind nicht untersucht. Ein Gesamtverkehrskonzept für Gauting liegt nach 6 Jahren immer noch nicht vor.

  • Der Planung der größten Kita Gautings mit bis zu 150 Kindern und 20 Erzieherinnen - nicht wohn- und damit nicht bedarfsnah, sondern am Rande Gautings gelegen. Die Eltern sollen jeden Morgen unnötig lange Fahrten quer durch die Waldkolonie auf sich nehmen, was billigend in Kauf genommen wird. Die Belastung der Anwohner durch die Fahrten der 170 wird dementsprechend sein.

  • Die UBG wird heute von "Zukunft Gauting" getragen. Als ihr Vorsitzender unterstützte Fred Rauscher 2018 die CSU bei ihrem Ratsbegehren für den Sontowski-Bau an der Bahnhofstraße. Rauscher, von Beruf Porzellanmaler, wurde 2019 in die Rathausverwaltung übernommen - als Pressesprecher. (SZ 3.4.2019)

Wie abhängig sind denn nun die Ortsvereine der Parteien?

Wir von der SPD können unmißverständlich festhalten: Wir bekommen keine Anweisungen aus München, geschweige denn aus Berlin.

Bei der CSU sieht es anders aus. Die CSU-Landesregierung unter Ministerpräsident Söder bestärkt die Ballungsgebiete in ihrem weiteren Wachstum. Er forderte zum Bauen im Münchner Umland auf. Die Gautinger CSU mit ihrer Bürgermeisterin Dr. Kössinger macht genau das: Der Verdichtung in den Gautinger Wohnvierteln wird durch Abriss und größeren Neubau Tür und Tor geöffnet. Für wen? Für Zuzüge. Bei AOA soll ein neues Wohnviertel mit einer in Gauting bislang unbekannten Verdichtung für bis zu 800 Menschen gebaut werden. Für wen? Überwiegend für Zuzüge. Die neue Kita beim Schulzentrum wird von Dr. Kössinger u.a. mit der anhaltenden Verdichtung begründet. - Und all dem hat die UBG immer zugestimmt.

So gesehen haben die "Unabhängigen" zwar kein Parteibuch der CSU, aber ausweislich ihrer Politik sind sie "Verwandte im Geiste" der CSU.

Wer also am 15. März UBG wählt, der wählt auch CSU und damit eine Verlängerung der Rathauspolitik der letzten 6 Jahre, eine Politik großstädtischer Bauten in außerordentlicher Verdichtung zulasten der Bewohner und Anwohner und einer unkontrollierten Gewerbeansiedelung zulasten Bannwald, Landschafts- und Wasserschutzgebiet, verbunden mit einem nicht mehr beherrschbaren Verkehr.

Das Soziale in Gauting wieder stärken! - Richtungswechsel - 14.2.2020

Die Sozialleistungen der Gemeinde wurden von CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger und ihrer Mehrheit von CSU und UBG im Gemeinderat zusammengestrichen. Und Mieten massiv erhöht. Vereine und Kindereinrichtungen sind betroffen.

  • Warum die Kürzungen und Mieterhöhungen?

  • Weil Gauting keine gut geführte Rathausverwaltung hat.

Ausführlich hierzu: Das Soziale stärken

Kultur und Geld in Gauting - Richtungswechsel - 12.2.2020

Das Theaterforum organisierte eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Gruppierungen, die zur Kommunalwahl angetreten sind. Es wurde eine erfreulich offene Diskussion über den „Kulturstaat Bayern“, in der eine Fülle von Vorschlägen und Ideen zur Kultur in Gauting und seinen Bahnhof geäußert wurden. Sollten die Beteiligten im Gemeinderat landen, dann ist ihnen zu wünschen, dass sie sich ihre Offenheit erhalten.

SPD Kommunalwahl 2020-02-07 Kulturstaat
Foto: Ingo Hugger

Mit dabei war Dr. Carola Wenzel / SPD (mit Mikrofon). Sie meinte zum Bahnhof:

  • Wir brauchen einen Kulturbahnhof als Aushängeschild für den Ort und als Treffpunkt für die Bürger mit Versammlungs- und Darstellungsmöglichkeiten.

  • Wir müssen die Kultur- und Kreativwirtschaft stärken. Kultur ist ein Standortfaktor und diese Betriebe haben weniger Flächenverbrauch als ein Gewerbegebiet im Wald.

  • Kultur gilt leider immer noch als freiwillige Leistung und ist damit als erstes vom Rotstift bedroht. Wir brauchen einen festen Kulturetat, und es darf keine Kürzungen im Kulturbereich geben. Das ist das falsche Signal, wenn man die Kultur als Standortfaktor begreift.

  • Wir brauchen einen Neubau für Bibliothek/Archiv/Sammlung, damit Gauting seine Schätze angemessen präsentieren kann.

Carola Wenzel war optimistisch: „Ideen sammeln und dann klappt das schon.“ - Das ist eine auch in der Industrie schon tausendfach erprobte Methode, um zu kreativen Lösungen zu kommen. Und gerade bei Kultur geht es um Kreativität. Deshalb zunächst nicht übers Geld sprechen, auch wenn es um Kultur geht. Zuerst den Gedanken und Ideen freien Lauf lassen. Und wenn diese über Diskussionen zu einem Konzept verdichtet wurden, dann die Finanzen ansprechen, die sicherlich manche Kompromisse und Abstriche unausweichlich machen. Auch muss nicht alles auf einmal, sondern kann Schritt für Schritt angegangen werden. Wer aber erst übers Geld und dann über die Ideen sprechen will, der „tötet die Ideen“, so die allgemeine Erfahrung.

Jasmin Klingan / UBG war pessimistisch, als es um die Renovierung des Bahnhofes ging: „Wie das finanziert werden soll, sehe ich noch nicht. Wir haben definitiv andere Pflichten.“ – Sie hat noch nicht mitbekommen, dass die CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger mitgeteilt hatte, dass von den Sanierungskosten des Bahnhofes die staatliche Städtebauförderung 90 % übernehmen würde (StaM v. 30.1.2020). Und da die Kosten auf 2 bis 2,5 Mio. Euro geschätzt werden, bliebe für Gauting gerade einmal 250.000 übrig. Oder wie Stefan Berchtold / MfG, der auch auf dem Podium saß, meinte: Man sollte mit dem Bahnhof „sofort in die Pötte kommen“.

Für Carola Wenzel geht es beim Bahnhof um einen Bürger- und Kulturbahnhof.

Gauting ist ein künstlerischer Ort, mit seiner Künstlerkolonie seit dem Anfang des letzten Jahrhunderts (Paul Hey und Leo Putz) bis zu den Ateliers in der Reismühle, und seinen vielen kreativ arbeitenden Menschen. Es gibt über 30 Vereine, Gesellschaften und Gemeinschaften, die sich kulturell engagieren, allein 11 im Musikbereich.

Der Bahnhof ist das Aushängeschild und der mit 6.700 Fahrgästen täglich meist frequentierte Ort Gautings. – Nicht nur für die hier ein- und aussteigenden, auch die Reisenden, die weiterfahren, könnten neugierig auf Gauting werden, wenn der Bahnhof interessant genug gestaltet wird.

Ein gutes Beispiel ist die Veranstaltung, die die Kulturplattform organisiert, Einblicke in das kulturelle Leben zu geben, Appetit auf mehr zu machen.

Die Vereine sollten einen Raum für Veranstaltungen und Treffen bekommen. – Zur Zeit sind Treffen nur in Restaurants möglich, nicht jeder kann sich dies aber bei der geforderten Mindestverzehrsumme leisten.

Aktivitäten wie das Repair-Café könnten hier verankert werden.

Begegnungs-, Kommunikations- und Aufenthaltsort, ein Ort an dem man sich gerne aufhält, auch im Außenbereich, wie die bereits beim Bau des Kinos geplante Freiteppe mit Sitzstufen zum Bahnhofsvorplatz hin, die zum Verweilen einlädt.

Während das Bosco Raum für die „Hochkultur“ bietet, sollte im Kulturbahnhof ein niederschwelliges Angebot an die Bürger und Bürgerinnen gemacht werden.

Vielleicht findet sich ja auch ein interessanter Laden als Ergänzung zu den umliegenden Geschäften, der gerne in den Bahnhof möchte oder ein gastronomischer Betrieb – allerdings sollte auch darauf geachtet werden, dass den bereits bestehenden keine Konkurrenz erwächst.

Kultur- und Kreativwirtschaft

Kultur gehört zu den wenigen autonomen kommunalen Kernkompetenzen.

In den letzten zehn Jahren ist das Bewußtsein für die wirtschaftliche Bedeutung des Kultur- und Kreativitätssektors gewachsen. Auf Bundes- und Länderebene wurden Kompetenzzentren gegründet.

Der marktwirtschaftliche Bereich der Kultur (Architektur, Musik, Verlagswesen, Games- und Softwareindustrie, Werbemarkt und Filmwirtschaft) ist wachstumsstark und innovativ.

Nach neuen Zahlen sind allein in Bayern 200.000 Personen in der Kultur- und Kreativbranche beschäftigt. Der Anteil an der Gesamtwirtschaft ist vergleichbar mit dem des Maschinenbaus.

In den letzten Jahren wurden viele sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen. Mehr als 75 % der Unternehmen beziehen Kultur- und Kreativleistungen. D.h. die Förderung der Kultur- und Kreativschaffenden ist zugleich aktive Wirtschaftsförderung. Die Anwesenheit von Kultur- und Kreativbetrieben ist ein entscheidender Standortfaktor.

Was kann die Gemeinde tun: Gerade in der Metropolregion München wäre es möglich, eine größere Anzahl von Kultur- und Kreativschaffenden anzuziehen. Ermöglichung von kreativer Zwischennutzung für Mode, Design, Musik, Text, Kunst, Angebot von Raum für Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, Partys.

Im Bereich der darstellenden und bildenden Kunst geht es den Kreativen in der Regel wirtschaftlich nicht so gut. Viele bringen sich ehrenamtlich in das kulturelle Leben ein. Sie sind für das Gemeinwesen unverzichtbar. Sie brauchen daher die Wertschätzung und Unterstützung der Kommune, keinesfalls aber Kürzungen der eh schon bescheidenen Zuschüsse.

Gauting könnte Mitglied werden in: Stadtkultur, Netzwerk bayerischer Städte. Regelmäßiger Erfahrungsaustausch, landesweite Kulturprojekte, Zugang zum Kulturfonds Bayern (Gräfelfing und Starnberg sind Mitglied).

Kulturelles Gedächtnis

Bronzezeitliche Grabhügel, eisenzeitliche Keltenschanze, römische Straßenstation … Gauting gehört zu den ältesten Siedlungsplätzen im Münchner Raum.

Um die Geschichte kümmert sich die Gesellschaft für Archäologie und Geschichte mit ihren Arbeitsgruppen Photodokumentation, Baudokumentation, Archäologie und Depot, das große Schätze enthält, Friedhofsthemen und Zeitgeschichte – aber auch Hermann Geiger mit seiner Sammlung historischer Objekte.

Auch die Gemeinde selbst besitzt ja teils hochkarätige Kunstwerke von Künstlern der Malerkolonie ("Bilder mit Gautinger Motiven, hervorragende Gautinger Künstlerinnen und Künstler" und Förderung "junger vielversprechende Künstler").

Die Bibliothek ist eine der meist besuchten Bildungseinrichtungen. Der Ort nicht nur fürs Lesen, sondern auch für Kommunikation und Lernen. Sie bietet Zugang zu Integration und Bildung.

Das Archiv ist die kulturelle Gedächtniseinrichtung. Sie ermöglicht die Identifikation der Bürger*innen mit ihrem Gemeinwesen. Seine Schätze können gehoben werden.

Wir haben also die Gesellschaft für Archäologie und Geschichte, die Sammlung von Hermann Geiger, die Bibliothek, das Archiv, die Kunstsammlung der Gemeinde – dazu den Kunstverein – alles wartet auf Raum, um sich entfalten zu können.

Wie gehen wir mit unseren alten Gebäuden um, die auch zum kulturellen Gedächtnis gehören, wie z.B. „Bergmoser Haus“, „Wunderlhof“ und „Krapfberg Villa“? Alles abreissen?

Schwarzmalerei oder Verdrängung der Folgen? Die geplanten Gewerbegebiete - Richtungswechsel - 1.2.2020

CSU / UBG / FDP / MiFü wollen neue Gewerbegebiete mitten in der Landschaft, im Bannwald und Landschafts- und Wasserschutzgebiet. Im Unterbrunner Holz und Gautinger Feld bei Aklepios sollen sie gebaut werden. Man will mehr Gewerbesteuern einnehmen.

  • Über die Folgen schweigen sich die Befürworter bis heute aus. Den Kritikern, wie der Gautinger SPD, wird "Schwarzmalerei" vorgeworfen, so Gemeinderat Stefan Ebner / CSU am 28. Januar im Gemeinderat.

Im Unterbrunner Holz sollen bis zu 5.000 Beschäftigte arbeiten, so Frau Dr. Kössinger (StaM 21.9.18). Die Kritiker verweisen auf den Siedlungsdruck, den sie auslösen werden. Die Mieten würden stark steigen und der Verkehr massiv zunehmen. Ein notwendiger Ausbau der sozialen Infrastruktur von Kita, Hort und Schule, der Feuerwehr, aber auch der Straßen, würde sich anschließen. Viele zehn Millionen würde das kosten.

  • Stephan Ebner / CSU sieht da kein Problem, denn die meisten Firmen, die sich ansiedeln würden, kämen aus dem Landkreis Starnberg. Die Beschäftigten würden also gar nicht umziehen. Der Verkehr bliebe der gleiche.

In der gleichen Gemeinderatssitzung berichtete der Standortförderer von Gauting, Dr. Kühnel-Widmann, dass es Nachnutzer gebe, wenn ein Betrieb aus seinen Betriebsräumen ausziehe. Als die Firma Geissler in der Grubmühlerfeld Straße auszog, zogen die Firmen Dietl Feinmechanik und Ideal Maschinenbau ein, um sich zu vergrößern. Auch bei den Geschäften an der Bahnhof- und Starnberger Straße sei dies zu beobachten.

  • Stephan Ebner / CSU denkt also seine Planung nicht zu Ende, denn wenn ein Betrieb z.B. von der Kraillinger KIM ins Unterbrunner Holz umzieht, hinterlässt er leere Räume, in die die nächste Firma einziehen wird. Wir haben dann nicht einen Betrieb, sondern zwei im Landkreis und damit zusätzlich eine zweite Belegschaft. Auch der Verkehr nimmt dann dementsprechend zu.

Wer in Gauting 42 Hektar Gewerbefläche aus dem Boden stampfen will, der zieht zusätzliche Firmen mit zusätzlichen Beschäftigten und zusätzlichem Verkehr in unseren Landkreis. Aus den Erfahrungen anderer Kommunen, die diesen Weg gegangen sind, weiß man, dass die zusätzlichen Beschäftigten zuerst pendeln, später aber zunehmend in der Nähe ihrer neuen Arbeitsplätze wohnen wollen - mit ihren Familien.

Hinzukommt, dass jedes Jahr Mitarbeiter ihre Firma verlassen und durch neue ersetzt werden. Die Neuen kommen von irgendwoher und müssen häufig erst noch in die Nähe ihres neuen Arbeitsplatzes ziehen, weil die Wege für ein Pendeln zu weit sind.

  • Wenn Stephan Ebner / CSU von "Schwarzmalerei" spricht, dann verdrängt er in Wahrheit die Folgen seiner Ansiedlungspolitik. Er bleibt die Antwort auf die Frage schuldig: Wie werden die dadurch ausgelösten Probleme in Gauting bei Mieten, Kita, Hort, Schule, Feuerwehr und Straßenverkehr gelöst? Dabei werden diese massiven Probleme schon kurzfristig auftreten, die Gewerbesteuer aber erst langfristig, d.h. nach 10 und mehr Jahren fließen.

  • Zur Erinnerung: Die Besserverdienenden werden immer eine Wohnung finden, dabei aber die weniger gut Verdienenden verdrängen. Die heute schon hohen Mieten werden weiter steigen. Kita, Hort und Schule sind heute schon nahezu voll belegt. Die Gautinger Feuerwehr wäre zu weit weg, die Unterbrunner völlig überfordert. Sie müsste erst mit Millionen Euro für Feuerwehrgebäude und Fahrzeuge ausgebaut werden. Die heutige Mannschaft wäre viel zu klein, so dass der Einstieg in eine Berufsfeuerwehr anstünde. Ammersee- und Bahnhofstraße mit den Kreuzungen am Kriegerdenkmal und Hauptplatz können nicht beliebig zusätzlichen Verkehr aufnehmen. Beim Verkehr kommt auch der des neuen Wohnviertels bei AOA mit dem Supermarkt und der des neuen Supermarkts an der Bahnhofstraße hinzu. (Ein Gesamtverkehrskonzept liegt nach 6 Jahren CSU/UBG-Mehrheit im Gemeinderat leider immer noch nicht vor.)

Man darf Gauting nicht blauäugig in das Abenteuer eine solch massiven Gewerbeansiedlung stürzen, ohne vorher gründlich, sorfältig und öffentlich alle Folgen für die Gautinger überprüft und bewertet zu haben. Normalerweise ist eine solche Prüfung der erste Schritt, bevor man den Wasserschutz aufhebt und die Flächennutzungspläne ändert. Alles andere ist verantwortungslos!

Energiewende in Gauting: Unser Regionalwerk stärken - Richtungswechsel - 24.1.2020

Bürgermeisterkandidat Hans Wilhelm Knape, Mitbegründer des Energiewendevereins und Walter Huber, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Tölz, sprachen im Bosco über die Energiewende. – Knape erinnerte an den Start im Landkreis Starnberg mit dem Energiewendeverein und Huber berichtete über die Stadtwerke in Bad Tölz. Ob Stadtwerke oder Regionalwerk genannt, es geht in beiden Fällen um die Energieversorgung der Kommune.

Knape Regionalwerk 2020-01-20
Hans Wilhelm Knape - © Ingo Hugger

Die Tölzer Stadtwerke bieten ein breites Angebot an: Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme. Auch Schwimmbad und Eisstadion werden versorgt. Der Strom wird zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen und damit nachhaltig erzeugt. Tölz profitiert von der Wasserkraft von Isar und Ellbach. Aber auch andere Bereiche der Ökostrom-Erzeugung werden genutzt: Biomassekraftwerke, die mit Holzhackschnitzeln arbeiten und Photovoltaikanlagen, die Strom aus der Sonne gewinnen. In der Überlegung ist auch die Beteiligung an einem Windpark in Norddeutschland. „Damit grenzen wir uns von konventionell erzeugtem Strom aus Kernenergie deutlich ab und tragen aktiv zum Thema Umwelt- und Klimaschutz bei."

Im Verbund mit anderen Städten und Gemeinden der Region wird Ökostrom an die Bürger und Betriebe geliefert. Um für die Kunden den jeweils besten Preis zu sichern, tritt man im Stromhandel, bei der Direktvermarktung und am Regelenergiemarkt in einer Kooperationsgesellschaft mit den kommunalen Stadtwerken auf.

  • Die Stadtwerke bieten 78 Arbeitsplätze. Diese Mitarbeiter müssen schon einmal nicht nach München oder sonst wohin zur Arbeit fahren. Und die Stadtwerke zahlen jährlich eine Konzessionsabgabe an den Stadthaushalt von 760.000 Euro, also Millionen über die Jahre, eine gute Unterstützung für die Tölzer Kitas und Schulen.

  • Walter Huber ist überzeugt: Die Kommune muss voran gehen. Das gilt für den Energieverbrauch der öffentlichen Gebäude und besonders auch für die Fernwärme, bei der man einen langen Atem brauche, denn die Haushalte schließen sich erst dann nach und nach an, wenn ihre Heizungen in die Jahre gekommen sind. Auch das E-Carsharing ist hier zu nennen. Es gehe um die Zielsetzung, die Strategie und ihre Umsetzung. Von der Gemeinde Fuchstal könne man einiges lernen.

Was kann in Gauting gemacht werden?

2012 nahm das Regionalwerk Würmtal mit Sitz in Gauting seinen Betrieb auf. Gegründet wurde es durch die Zusammenarbeit der drei Bürgermeisterinnen Detsch/SPD (Planegg), Borst/CSU (Krailling) und Servatius/SPD (Gauting), die für ihre Gemeinden die Energieversorgung in die kommunalen Hände legen und damit unabhängig vom Energieriesen E.ON werden wollten. Die Gemeinden können damit die Art der Stromversorgung selbst bestimmen. Der Ökostrom steht im Vordergrund. Langfristig können damit die Gewinne wieder Gauting, Krailling und Planegg zugutekommen und für Kitas, Schulen u.a.m. verwendet werden.

  • Das blieb aber leider für Gauting Zukunftsmusik, da CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger Gautings Anteil an dem hiesigen Regionalwerk nicht einbezahlt hat, obwohl sie immer über zu geringe Einnahmen für die Gemeinde klagt. Planegg und Krailling teilen sich solange den Gewinn allein.

Unser Regionalwerk hatte einen guten Start, aber seit Jahren ist es still geworden. Wie kann es die Energiewende in Gauting weiter vorantrieben? Wie kann es weiter ausgebaut werden?

  • Die neue Wohnbebauung bei AOA bietet sich zumindest für ein Blockheizkraftwerk an. Auch unser Regionalwerk könnte sich an einem Windpark beteiligen. Und man könnte die Bürger sich mit begrenzten finanziellen Einlagen beteiligen lassen. Es gibt einige Wohnbereiche mit Mehrfamilienhäusern in Gauting, die gegebenenfalls auch für gemeinsame Projekte in Frage kämen. Der Ausbau der Photovoltaik ist auf jeden Fall ein Thema. Die Wasserkraft der Würm wäre zu prüfen, schließlich gab es früher an der Würm etliche Mühlen, die sich ihre Wasserkraft zunutze gemacht hatten.

  • Und der Etat für die Umwelt müsste aufgestockt werden. Dem Umweltbeauftragten Rodrian standen 2019 erst 100.000 Euro als Förderprogramm zur Verfügung, die aber auf 20.000 zusammengestrichen wurden. Im Juni war dann kein Geld mehr da. Für 2020 stehen auf dem Papier erst einmal 49.000 Euro zur Verfügung. - Soweit die Politik der CSU- und UBG-Mehrheit im Gemeinderat.

Bilanz nach 6 Jahren: viel geplant, aber nichts fertig. Für einen Richtungswechsel in Gauting! - 16.1.2020

Dr. Kössinger und ihre CSU/UBG-Mehrheit im Gemeinderat haben die letzten 6 Jahre viele große Projekte angearbeitet, viel geplant, aber keines fertiggestellt. Die Rathausverwaltung wurde um ein Viertel aufgestockt und nimmt Gauting den finanziellen Spielraum. Sie haben sich heillos verzettelt und dabei noch sehr viel Geld ausgegeben.

  • Wir brauchen den Richtungswechsel in der Rathauspolitik zugunsten einer behutsamen und zielgerichteten Ortsentwicklung.
  • Nicht alles auf einmal, sondern Schritt für Schritt!
  • Keine großstädtischen Bauten und keine Zerstörung unserer Umgebung.
  • Wir sind hier nicht in München, und wir wollen auch nicht wie München werden!

Bilanz der CSU- und UBG-Politik in Gauting nach 6 Jahren

Dr. Kössinger/CSU sorgt bei der Podiumsdiskussion im Bosco für große Verwirrung - 16.1.2020

Die 3 Bürgermeisterkandidaten Hans Wilhelm Knape, Dr. Kössinger und Dr. Sklarek trugen zu Beginn der Diskussion ihre Vorstellungen zu Gauting vor. Frau Dr. Kössinger sorgte gleich zu Beginn für große Verwirrung.

Dr. Kössinger will ein "grünes Gauting". - Und was hat sie nun in den 6 Jahren dafür getan?

  • Sie will im Unterbrunner Holz, im Gautinger Feld bei Asklepios und für einen Handwerkerhof beim Penny-Kreisel 42 Hektar Feld, Wald und Wiese, im Bannwald und im Landschafts- und Wasserschutzgebiet zubauen. Das sind 420.000 m2 Landschaft, also fast ein halber Quadratkilometer. Grün ist es für sie, weil sie einen neuen Wald anpflanzen lassen will. Nach 100 Jahren wird er soviel Sauerstoff produzieren wie der Bannwald heute. Kann das ein Ersatz sein? Die 42 Hektar Landschaft sind trotzdem für immer verloren. Bei uns würde sich zwangsläufig das Kleinklima ändern. Und weiter, Dr. Kössinger sorgte dafür, dass das aller Wahrscheinlichkeit nach krebsverursachende Pflanzenvernichtungsmittel Glyphosat, das deswegen auch zunehmend überall verboten wird, weiterhin auf den Feldern der Gemeinde versprüht werden darf.

Dr. Kössinger will ein "reiches kulturelles und soziales Leben". - Und was hat sie in den 6 Jahren hierfür getan?

  • Sie kürzte den Vereinen und dem Bosco die Zuschüsse um 20 % und damit ganz erheblich und beeinträchtigt und behindert so massiv die Arbeit der Ehrenamtlichen. Dem tradionellen Gautinger Waldfest des Vereins "Eltern-Kind-Programm" dürfen die Mitarbeiter des Bauhofs die Buden nicht mehr aufstellen. Man wolle den "verdeckten Zuschuss von 3000 Euro" sparen, so Frau Dr. Kössinger. Nur, die Anzahl der Mitarbeiter und Fahrzeuge des Bauhofs ändern sich dadurch nicht. Gespart wird also auch nichts, von dem bisschen Diesel einmal abgesehen.

  • Sie veranlasste, dass den Eltern der Schulbus zur Stockdorfer Grundschule um 60 % verteuert wurde. Und sie veranlasste auch, dass der Transport der Kinder zu ihrem Sprachunterricht nicht mehr bezahlt wird, obwohl die Sprache der Schlüssel zu einem guten Leben in unserer Gesellschaft ist. Selbst den behinderten Kindern liess sie ihren bescheidenen Zuschuss für ihre Schule streichen - ausgerechnet den Schwächsten der Schwachen in unserer Gemeinde!

  • Mit den Einparungen wollte Frau Dr. Kössinger den Umbau des Ratssaals für eine halbe Million finanzieren. Sie will Empfänge veranstalten können. Eine teure Amtskette liess sie sich auf Kosten der Gemeinde auch schon anschaffen.

Als Frau Dr. Kössinger von "grün" und "sozial" sprach, bekam man den Eindruck, sie muss wohl gerade vorher zur Einstimmung in die Podiumsdiskussion am letzten Sonntag die Wahlprogramme der SPD und GRÜNEN gelesen haben. Und sie war von ihnen so beeindruckt, dass sie sich gedanklich nicht wieder hat lösen können. Aber wir wissen alle:

Man darf die Politiker nicht anhand ihrer Sonntagsreden beurteilen, sondern muss sie immer an ihren Taten messen!

Hans Wilhelm Knape in der Diskussion mit Dr. Kössinger und Dr. Sklarek - Es geht um einen Richtungswechsel in Gauting - 13.1.2020

Die Podiumsdiskussion fand am 12. Januar im Bosco statt. Sehr strittig waren die riesen Gewerbegebiete, die die Gewerbefläche in Gauting verdoppeln sollen und von Knape abgelehnt werden. Er setzt stattdessen auf eine behutsame Ortsentwicklung, während Bürgermeisterin Dr. Kössinger und die Gruppierungen CSU und UBG sie unbedingt haben wollen. Dr. Sklarek will sie ebenfalls. Auch die Personalpolitik im Rathaus wurde angesprochen. Knapes Kritik an den hohen Personalkosten und auch dem häufigem Personalwechsel im Rathaus wich die Bürgermeisterin aus.

Zu den Gewerbegebieten wurde nur das schon allzu Bekannte von Dr. Kössinger und Dr. Sklarek gesagt: Gauting brauche Gewerbesteuer. Wie viel wurde nicht gesagt, konnte man auch nicht, denn es gibt keine langfristige Finanzplanung. Knape verwies auf die Umweltzerstörungen und den hohen Siedlungsdruck mit all seinen Folgekosten für die Infrastruktur, vor allem bei Kitas, Schulen und Straßen.

Dem Siedlungsdruck hielt Dr. Sklarek entgegen, daß die Betriebe nur aus der Nähe ins Unterbrunner Holz umziehen würden und damit die Belegschaften dort wohnen blieben, wo sie gerade wohnen.

Das ist aber nur ein Augenblicksbild, abgesehen davon, daß schon nicht jeder Betrieb aus der Nähe kommen wird. Über die normale Personalfluktuation verändert sich die Belegschaft laufend und die neuen Mitarbeiter werden aus allen Himmelsrichtungen kommen. Eine normale Fluktuation von jährlich 2 % unterstellt, bedeutet, daß nach 10 Jahren jeder Fünfte nicht mehr da ist und ersetzt wurde. 5.000 Beschäftigte sollen dort einmal arbeiten. Viele der Neuen werden hier irgendwo wohnen wollen, das zeigen alle Erfahrungen aus anderen Orten, so auch in Gilching.

  • Die 5.000 werden einen hohen Siedlungsdruck aufbauen, der die Mieten drastisch ansteigen lassen wird. Die besser Verdienenden werden die weniger gut Verdienenden verdrängen. Die Politik wird die Verweigerung des Baus neuer Wohnviertel auf die Dauer nicht durchhalten. Die heute geleisteten Schwüre werden sich als Meineide herausstellen. Die Dämme werden brechen und damit Investitionen in Höhe vieler zehn Millionen Euro in die soziale Infrastruktur (Kitas, Schulen, Straßen) notwendig machen. Die Zersiedlung der Gautinger Umgebung samt Umgehungsstraßen quer durch die Landschaft werden dann nicht mehr aufzuhalten sein.

  • Hans Wilhelm Knape mahnte Qualität vor Quantität an. Man müsse die vorhandenen Gewerbeflächen in Gauting weiter und besser nutzen und dürfe sie nicht für die Wohnbebauung freigeben.

Auf die Haushaltslage angesprochen, verwies Knape darauf, dass nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Ausgaben überprüft werden müssten, vor allem die sehr hohen Personalkosten und der sehr häufige Personalwechsel im Rathaus. Neue Gewerbegebiete brächten erst in 10 und mehr Jahren Steuereinnahmen, die finanzielle Lage Gautings müsse aber heute verbessert werden.

  • Dr. Kössinger wies diese Kritik zurück. Den Personalaufbau erklärte sie mit 4 neuen Stellen, zu denen sie auch noch der Gemeinderat gedrängt habe. Tatsächlich hat sie die Mitarbeiterzahl aber von 120 auf 158 und die Mitarbeiter-Kapazitäten von 105 auf 129 Mitarbeiter aufgestockt, d.h. in nur 3 Jahren um 24 % (Haushaltspläne 2015 und 2018).

  • Zu der sehr hohen Personalfluktuation im Rathaus verwies sie auf die Abgänge als Rentner, Schwangere und Karrieremachende. Die gab es sicherlich. Nur wer in 3 Jahren 40 % der Belegschaft verliert, der kann gar nicht so viele Mitarbeiterabgänge mit dieser Begründung gehabt haben. – Ihre Aussagen waren nicht falsch, sie waren aber unvollständig. Sie ist dem Problem ausgewichen, dass nämlich ihre Personalpolitik mit ihren zusätzlichen Millionenausgaben den Gautinger Haushalt außerordentlich stark belastet und der Gemeinde den finanziellen Spielraum nimmt.