Schwimmbad öffnen - Gauting

Das Schwimmbad wird am 22. Mai geöffnet, wenn Corona es zulässt - 24.2.2021

Der Gemeinderat debattierte über die Öffnung des Schwimmbades. CSU und GRÜNE hatten als Öffnungstermin den Juli ins Spiel gebracht. Das stieß in der Öffentlichkeit auf breite Ablehnung. Viele Bürgerinnen und Bürger meldeten sich zu Wort. Sie forderten eine frühere Öffnung.

Stephan Ebner/CSU und Michael Vilgertshofer/CSU wiesen darauf hin, dass die Pandemie nicht vorbei sei, sondern die Infektionszahlen gerade wieder steigen würden. Vilgertshofer berichtete über die starken Einschränkungen, denen er in seinem Berufsalltag unterworfen sei. Beide traten für eine Öffnung im Juli sein.

Dr. Jürgen Sklarek/MiFü mahnte an, dass man den Menschen eine Perspektive geben müsse. Sie seien vernünftig, aber nach dem langen Lock-down müsse jetzt die Politik Zuversicht und Ausblick anbieten.

Eberhard Brucker/SPD erinnerte an die zunehmenden Berichte in den Zeitungen über psychische Spannungen, die sich im häuslichen Bereiche aufstauten, bis hin zu familiärer Gewalt. Im letzten Jahr habe sich das Hygienekonzept bewährt und die Organisation des Badebetriebes gut funktioniert. Warum sollte das in diesem Jahr anders sein? Er erinnerte die GRÜNEN daran, dass sie es waren, die im letzten Jahr für eine frühere Öffnung eingetreten seien. Unser Sommerbad sollte geöffnet werden, sowie die Landesregierung grünes Licht gebe.

Jens Rindermann/GRÜNE machte den Vorschlag, den Öffnungstermin auf die Pfingstferien zu legen, d.h. vom ursprünglichen 10. auf den 22. Mai. Die große Mehrheit schloß sich dem mit 22:9 Stimmen an.

Das ist nun die Planungsgrundlage für die Verwaltung. Jetzt muss nur noch Corona mitspielen und dann kann es losgehen.

Eine gute Nachricht für alle Schwimmbadfreunde, für alle Schwimmerinnen und Schwimmer!

Unser Schwimmbad - erst im Juli öffnen? - 23.2.2021

Im Haushalts- und Finanzausschuss sprachen sich Michael Vilgertshofer/CSU und Dr. Michaela Reißfelder-Zessin/GRÜNE im Zuge der Haushaltsdebatte plötzlich dafür aus, unser Schwimmbad erst im Juli zu öffnen. Kostengründe wurde geltend gemacht.

Die CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger drängte auf eine Entscheidung, da die Verträge mit den Firmen, die Aufsicht und Reinigung durchführen, abzuschließen seien.

  • Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Haushalt ausgeglichen geplant werden konnte, ohne unser Sommerbad erst im Juli zu öffnen.

  • Das Schwimmbad kann also geöffnet werden, sobald die Landesregierung grünes Licht gibt.

Im letzte Jahr haben die GRÜNEN noch auf eine frühere Öffnung gedrängt und auf andere Freibäder verwiesen. Warum sie jetzt plötzlich davon nichts mehr wissen wollen, ist nicht nachvollziehbar. Die Haushaltslage der Gemeinde war im letzten Jahr vergleichbar. Aber man hat große Erfahrungen sammeln können, wie ein Badebetrieb unter solchen Bedingungen zu organisieren ist. Darauf kann man aufbauen. So weiß man inzwischen, dass der eingesetzte Wachdienst eingespart werden kann, da sich die Besucher sehr diszipliniert verhalten.

Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich an Bürgermeisterin und Gemeinderat gewandt und darum gebeten, das Sommerbad zu öffnen, sobald Corona es zulässt. Die SPD sieht es genauso.

Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am 23. Februar entscheiden.

Warmes Wetter - Sommerbad geschlossen - 21.9.2020

Die Badesaison war dies Jahr wegen der Corona-Krise sehr kurz. Erst Mitte Juli wurde das Gautinger Bad geöffnet. Andere Bäder, wie das in Starnberg, waren flexibler und haben schon Anfang Juni aufgemacht.

Das Wetter war nun im September ausgesprochen schön, aber trotzdem wurde das Schwimmbad, wie in den Jahren zuvor, am 9. September geschlossen.

  • In Anbetracht der kurzen Badesaison hätte man von der Verwaltung etwas mehr Flexibiltät erwartet und sich eine Verlängerung der Saison bis Ende des Monats gewünscht.

Das Schwimmbad ist offen! - 16.7.2020

Nach langem Drängen hat gestern die CSU-Bürgermeisterin das Schwimmbad endlich öffnen lassen. Die SPD war als einzige Partei schon seit Mai für eine Öffnung im Juni eingetreten. Hier Die GRÜNEN hatten am 22. Juni einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat auf Öffnung zum 1. Juli eingebracht. Die CSU-Bürgermeisterin lehnte aber immer noch ab.

Viele andere Schwimmbäder wurden inzwischen geöffnet. Das Bad in Starnberg wurde schon am 8. Juni aufgemacht. Auch von dort hörte man nichts über unbeherrschbare Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften.

  • Viele andere Bäder haben es vorgemacht, Gauting zieht nun 6 Wochen später nach. Jetzt kann man nur hoffen, das es noch eine schöne Badesaison wird!

Das Schwimmbad bleibt geschlossen. Die CSU-Bürgermeisterin verweigerte die Abstimmung - 24.6.2020

Das Schwimmbad bleibt geschlossen. CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger weigerte sich im Bauausschuss, über einen Antrag der GRÜNEN, das Schwimmbad zu öffnen, abstimmen zu lassen. Begründung: Der Antrag sei an den Gemeinderat und nicht an den Bauauschuss gerichtet. Hier

Der Gemeinderat wollte letzte Woche, dass man schnell auf die sich ändernden gesetzlichen Bestimmungen reagieren könne. Da er selbst nur alle 4 Wochen tagt, wurden alle Ausschüsse und die Verwaltung ermächtigt, die Öffnung kurzfristig beschließen zu können.

Eva Maria Klinger / CSU konnte sich nur noch daran erinnern, dass nur die Verwaltung ermächtigt worden sei, über eine Öffnung zu entscheiden. Ein Protokoll lag nicht vor. Eine Überprüfung war nicht möglich. Dr. Kössinger verweigerte eigenmächtig die Abstimmung, was schlicht ein Missbrauch ist.

Die inhaltliche Diskussion über die Öffnung war sehr bemerkenswert:

CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger lehnte eine Öffnung ab, da sie erst einmal ein Konzept erarbeiten lassen müsse, wie z.B. bei den zu erwartenden Schlangen vor dem Bad die Abstandsregel sichergestellt werden könne. Auch die Frage nach den Eintrittskarten sei offen. Sie sei am Überlegen, eine App hierzu einrichten zu lassen. - Letzte Woche war sie noch der Ansicht gewesen, dass man hierfür Monate brauche, dann aber die Badesaison auch schon vorbei sei, so dass es sich nicht lohne. Letzte Woche meinte sie aber auch, dass ein Hygienekonzept bereits vorliege.

Eberhard Brucker / SPD vertrat die Meinung, dass das Konzept im Grunde völlig simpel sei:

  • Das Bad wird morgens für die ersten Badegäste aufgemacht.
  • Umkleidekabinen und Warmduschen bleiben geschlossen, nur die Liegewiese und die Becken sind frei zugänglich.
  • Nach 2 oder 3 Stunden, je nach Festlegung, verlassen alle Badegäste das Schwimmbad. Erforderliche Reinigungsarbeiten können durchgeführt werden.
  • Anschließend können die Nächsten eingelassen werden. Das kann man mehrmals am Tag wiederholen.
  • Zur Einhaltung der Abstandsregel vor dem Eingang werden auf dem Asphalt in entsprechenden Abständen Klebestreifen angebracht, wie es vor Supermärkten und Einkaufszentren inzwischen üblich geworden ist.
  • Das Starnberger Strandbad ist ein Beispiel, von dem man einiges übernehmen kann. Es wurde bereits am 8. Juni aufgemacht. Und über das dortige Konzept zur Einhaltung der Abstandsregel und Hygienevorschriften wurde ausführlich in der SZ v. 5.6.2020 berichtet. Hier

Ergänzend hierzu:

  • Es werden nur Tageskarten für einen Besuch für 2 oder 3 Stunden ausgegeben. Diese kann die Rathausverwaltung in jeder Druckerei von heute auf morgen bekommen.
  • Der letzte Woche vorgelegten Übersicht konnte man entnehmen, dass ein Öffnen des Bades die Gemeinde in 2020 24.000 Euro zusätzlich kostet im Vergleich zu einem geschlossenen Schwimmbad. Nachdem diese Rechnung auf geschätzten Werten beruht und 24.000 in der Schätzgenauigkeit liegen, ist es finanziell für die Gemeinde egal, ob sie das Bad öffnet oder geschlossen läßt.

Es ist erkennbar:

Die CSU-Bürgermeisterin hat sich seit drei Monaten auf eine Öffnung vorbereiten und alles klären und regeln können. Sie und ihre Fraktion suchen aber nicht nach einer Lösung. Schwierigkeiten werden benutzt, um komplizierte und damit zeitraubende Scheinlösungen ins Gespräch zu bringen, anstatt pragmatisch einfache Lösungen zu suchen. Beispiele, wie andere Bäder mit ihrer Öffnung umgehen, werden ignoriert. So verhindert man die Öffnung und das zulasten der Freunde des Schwimmbades.

Das Schwimmbad öffnen? Auswirkung auf die Finanzen der Gemeinde: 24.000 Euro - 27.5.2020

Vor dieser Frage stand der Gemeinderat. Er beschloss mehrheitlich, das Schwimmbad nicht zu öffnen.

Die Verwaltung schilderte zunächst, wie das Schwimmbad unter Corona-Bedingungen wieder geöffnet werden könnte. Zunächst dürfe man nur noch eine begrenzte Anzahl von Badegästen einlassen, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Damit aber möglichst viele Besucher das Schwimmbad aufsuchen dürfen, müsste eine zeitliche Begrenzung ihres Besuches eingeführt werden. Das wiederum müsste kontrolliert werden. Der personelle Aufwand wäre dementsprechend. Und, wie hoch wären dann noch die Eintrittspreise anzusetzen? Die finanziellen Auswirkungen für die Gemeinde:

Gauting Schwimmbad Corona 2020 2

Damit ging es bei der Entscheidung "Öffnen oder Nicht-öffnen" um eine finanzielle Mehrbelastung für die Gemeinde von 313.000-289.000 = 24.000 Euro. Auf jeden Fall führen Öffnen und auch Nicht-öffnen gegenüber dem Haushaltsplan zu einer niedrigeren finanziellen Belastung: Bei einem Öffnen werden 330.000-313.000 = 17.000 Euro bzw. bei einem Nicht-Öffnen 330.000-289.000 = 41.000 Euro eingespart.

Deswegen wurden auch nicht so sehr die finanziellen Auswirkungen diskutiert, sondern viel mehr: Werden die Abstandsregeln eingehalten und "lohnt sich" eine Öffnung für die relativ wenigen Badegäste?

  • Britta Hundesrügge / FDP-Gemeinderätin erinnerte daran, dass kleine Kinder herumtoben wollen, damit es ihnen Spaß mache. Die Disziplin, was die Abstandsregelung angehe, könnten sie noch nicht aufbringen.

  • Eberhard Brucker / SPD-Gemeinderat verwies darauf, dass das Schwimmbad eine soziale Funktion habe und auch der Gesundheit diene. Er machte deswegen den Vorschlag, das Schwimmbad für die schon verständigeren Jugendlichen und die Erwachsenen zu öffnen. Kleinere Kinder seien unberechenbar, denn sie seien spontan und impulsiv, so dass man von ihnen nicht erwarten könne, dass sie die Abstandsregeln einhielten. Komplizierte Eingangs- und Ausgangskontrollen könne man vermeiden, wenn schichtweise gebadet werde. D.h. eine erste Besuchergruppe könnte von 7 bis 10 Uhr baden, anschließend würde sie das Bad verlassen und die nächste Gruppe könnte für die nächsten 3 Stunden eingelassen werden.

  • CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger verwies auf die Gefahr der Ansteckung, wenn eine lange Schlange vor dem Schwimmbad stünde und die anderen Besucher herauskämen und an ihnen vorbeigingen. Der Reismühler Weg müsste dann gesperrt werden.

  • Maximilian Platzer / CSU-Gemeinderat war sehr skeptisch, denn nicht nur Kinder brächten mitunter die nötige Disziplin nicht auf. Er machte dann aber den Vorschlag, zwischen den Gruppen eine Pause von z.B. einer Stunde einzulegen.

D.h. die eine Gruppe könnte dann ungestört gehen und die Besucher der nächsten Gruppe könnten dann, so wie sie kommen, sofort ins Bad eingelassen werden. Beide würden sich nicht begegnen. Einen Stau auf dem Reismühler Weg vor dem Schwimmbad gäbe es nicht und seine Sperrung wäre nicht nötig.

  • Stefan Ebner / CSU-Gemeinderat vermutete, dass sich die Rechtslage in den nächsten Wochen wahrscheinlich wieder ändern würde, so dass man jetzt erst einmal nichts unternehmen und das Schwimmbad weiter geschlossen halten solle.

  • Der Gemeinderat folgte Ebners Vorschlag. Eberhard Brucker / SPD stimmte als einziger dagegen. Er war für eine Öffnung im Juni.

Schwimmbad: Starker Rückgang der Besucher 2019 - Eintrittspreise senken! - 20.2.2020

Der Jahresbericht 2019 zum Schwimmbad wurde dem Gemeinderat vorgestellt:

  • Die Besucherzahl ging von 70.000 auf 58.000, d.h. um 17 % zurück.

  • Die Einnahmen gingen von 272.000 auf 204.000 Euro, d.h. um 25 % zurück.

  • Die Eintrittspreise waren von 5 auf 6 Euro für eine Tageskarte, d.h. gleich um 20 % angehoben worden.

Tobias McFadden / Piraten-Gemeinderat erinnerte an seine Warnungen: "Ich fühle mich leider bestätigt in meiner Meinung. Es war nicht richtig, den Eintritt zu erhöhen."

Die hohe Preiserhöhung hat das Gegenteil bewirkt:

  • Das Schwimmbad ist aus sportlichen und gesundheitlichen Gründen ein wichtiger Faktor im Leben unserer Gemeinde. Der Zuspruch ist drastisch zurückgegangen.

  • Die Einnahmen für die Gemeinde haben sich nicht erhöht, sie sind sogar drastisch zurückgegangen.

Die Anhebung der Eintrittspreise war kurzsichtig und kontraproduktiv, für die Bürger und für die Kasse der Gemeinde. Es hat eine Abstimmung mit den Füßen stattgefunden. Soweit zur Sparpolitik von CSU und UBG.

Die Eintrittspreise müssen gesenkt werden, um wieder mehr Besucher anzuziehen.