Unser Bahnhof muss bleiben!

Wer sind die Unterstützer für den Erhalt unseres Bahnhofs? - 20.10.2019

Die Entwürfe aus dem Architektenwettbewerb zum Bahnhof und seinem Umfeld, von der Ammerseeunterführung über S-Bahnfahrer-Parkplatz, Bahnhof und Vorplatz bis zum Postgelände, wurden am 16. Oktober im Rathaus vorgestellt. Die Ausstellung ist einen Monat lang zu sehen.

Der Einsatz für unseren Bahnhof hat sich gelohnt. Alle sechs Architekten haben sich für seinen Erhalt ausgesprochen und dementsprechend ihre Planungen rund um unseren Bahnhof aufgebaut. Die Bürgermeisterin wollte sich zwar nicht recht erinnern, wer sich schon seit langem für unseren Bahnhof interessiert und für ihn einsetzt, denn schließlich gab es in der CSU starke Kräfte, die für seinen Abriss waren. Und auch die UBG um Gemeinderat Richard Eck tritt schon seit Jahren für Zerstörung und Beseitigung ein. Deshalb zur Erinnerung:

Im März gab es die große Veranstaltung der Gautinger SPD im Bahnhof. Über 100 Besucher waren gekommen, um Ideen zu seinem Erhalt und seiner Nutzung zu hören und auch eigene Überlegungen und Vorschläge einzubringen. Gefordert hatte die Gautinger SPD:

  • Erhalt des über 100 Jahre alten Blickfangs im oberen Teil unserer Gemeinde und seine Nutzungsmöglichkeit auch für Vereine.

  • Kein weiterer Verkauf von kommunalem Grund. Abgabe nur noch in Erbpacht.

Sehr erfreulich, dass sich dieses nun durchsetzt.

Die Bürgermeisterin spricht jetzt davon, dass sie persönlich unseren Bahnhof "keinesfalls verkaufen", sondern in Erbpacht abgeben würde. Das ist sehr zu begrüßen. Was die Nutzung angeht, da blieb sie jedoch reichlich verschwommen: Es gebe "eine Gruppe von Bürgern, die großes Interesse hat, den Bahnhof für Kulturveranstaltungen zu nutzen."

Frau Dr. Kössinger meinte hier die Gruppe "Bürgerbahnhof-Gauting" um Hans Wilhelm Knape, Sebastian Hofmüller, Karl Heinz Jobst und Christiane Lüst. Herr Knape ist der Bürgermeisterkandidat der GRÜNEN bei den Komunalwahlen im März nächsten Jahres und wird auch von der Gautinger SPD unterstützt. Er ist also der aussichtsreichste Konkurrent zu Frau Dr. Kössinger, so dass sie da nicht allzu genau werden wollte. Schließlich ist es Hans Wilhelm Knape, der sich seit vielen Jahren mit großem ehrenamtlichen Einsatz für Bürger*innen und Gemeinde einsetzt.

Die Gruppe "Bürgerbahnhof-Gauting" lädt alle Interessierten ein, mitzuwirken an einer guten, sinnvollen und für die Bürger*innen auch interessanten Nutzung unseres Bahnhofes. Weitere Informationen:

Bürgerbahnhof-Gauting

Planung rund um den Bahnhof: Alle sechs Architekten sind für den Erhalt unseres Bahnhofs! - 9.10.2019

Der Architekten-Wettbewerb ist abgeschlossen. Die Architekten haben ihre Entwürfe zum Bahnhofsvorplatz, Postgelände und S-Bahnfahrer-Parkplatz abgeliefert. In der gestrigen Sitzung des Bauausschusses am 8. Oktober wurde der Entwurf des Gewinners vorgestellt.

Gauting Bahnhof 2019-10-08 Sieger Beer-Bombe

© Beer-Bombé-Dellinger Architekten / Gemeinde Gauting

Alle sechs Architekten treten für den Erhalt unseres historischen Bahnhofs ein!
Eine sehr gute Grundlage für weitere Überlegungen!

Überraschend war, dass der Siegerentwurf schon kein Hotel Simon mehr zeigte und auch nicht mehr die niedrigen Geschäftshäuser samt Arztpraxis nebendran. Ein großer, rechtwinkliger Bau, der den Bahnhofsplatz vergrößern würde, war stattdessen zu sehen.

Genossenschaftsidee für den Bahnhof findet Anklang - 17.7.2019

Ungebrochen ist das Interesse am künftigen Bürgerbahnhof Gauting in Kombination mit Genossenschaftswohnungen auf dem geplanten gemeindlichen Parkdeck: Rund 50 Gautinger kamen in die alte Bahnhofs-Pizzeria, um sich das von Hans Wilhelm Knape und Christiane Lüst angeschobene Projekt zu informieren. Beide sitzen im Gemeinderat.

Martin Okrslar vom Vorstand der Maro-Genossenschaft aus Ohlstadt erläuterte anhand von verwirklichten Projekten die Ziele seiner Genossenschaft. Ihre Bauten hätten immer auch Gemeinschaftsräume, um den Zusammenhalt der Bewohner zu stärken, auch im Hinblick auf die gemeinsame Verwaltung des Gebäudes. 60 % der Genossenschaftswohnungen von Maro seien öffentlich, 40 % frei finanziert. Er nannte Beispiele, in denen eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern nur 5 Euro pro Quadratmeter an Miete zahle. Die Genossen hätten ein lebenslanges Wohnrecht.

Für den Bürgerbahnhof wird eine Kombination aus Café, Laden, Büro und Kiosk angestrebt, so dass Gauting ein attraktives und belebtes Empfangsgebäude bekommen würde. Bürger und Vereine sollen das Gebäude für soziale und kulturelle Veranstaltungen nutzen können.

Vollständiger Artikel: Cless-Wesle, Christine: Genossenschaftsidee findet Anklang. Info-Abend zu Bürgerbahnhof und Wohnen, Starnberger Merkur v. 17.7.2019

Verschwindet unser Bahnhof? - 23.3.2019

Vollständiger Artikel: Verschwindet unser Bahnhof?

Bericherstattung der Zeitungen:

Cless-Wesle, Christine: "Gauting soll seine Seele Bahnhof retten. Verschwindet unser Bahnhof? Mit dieser Frage hatte der SPD-Ortsverein für Samstagnachmittag eingeladen. Trotz sonnigem Frühling drängten mehr als 100 Gautinger in die Bahnhofshalle. Etwa 100 Hände flogen bei der Abstimmung in die Höhe – mit klarem Votum für den Erhalt des historischen Kopfgebäude.", Starnberger Merkur v. 25.3.2019

Vollständiger Artikel: Cless-Wesle, Christine: Gauting soll seine Seele Bahnhof retten. StaM v. 25.3.2019

Marmer, Blanche: "Genossenschaft soll Bahnhof retten. 100 Bürger debattieren auf Einladung der SPD in der ehemaligen Schalterhalle über die Zukunft des mehr als einhundert Jahre alten Backsteingebäudes und erwägen einen Zusammenschluss.", Süddeutsche Zeitung v. 25.3.2019

Vollständiger Artikel: Marmer, Blanche: Genossenschaft soll Bahnhof retten, SZ v. 25.3.2019

SPD für den Erhalt des Bahnhofs! - 20.1.2017

In der Sitzung des Gemeinderats am 24. Januar wird über Zukunft des Gautinger Bahnhofs entschieden. Die Räte werden darüber abstimmen, ob der Bahnhof erhalten bleibt oder abgerissen und von einem Neubau ersetzt wird.

"Die SPD setzt sich seit Jahren vehement für die Erhaltung des Bahnhofs ein. Bereits im Jahr 2013 hat auch der SPD-Ortsverein einen Beschluss zum Erhalt des Bahnhofs gefasst. Unsere Position ist also heute aktueller denn je", erklärt die scheidende Fraktionssprecherin Julia Ney.

"Die Pläne für den Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule ebenso wie der Aufsatz auf dem Kino-Gebäude zeigen uns, dass das Ortsbild aktuell von der manchmal übervollen Ausnutzung des Baurechts geprägt wird und nicht mehr von angepasster, ansprechender Architektur, die unserem Ort entspricht. Wenn wir nun auch noch den Bahnhof abreißen, werden wir Gauting in wenigen Jahren nicht wieder erkennen. Alle optischen Anker, die unser Ortsbild seit über einem Jahrhundert geprägt haben, werden dann verschwunden sein. Was bleibt, ist ein architektonischer Einheitsbrei aus der Retorte."

Nachtrag: Der Beschluss zum Abriss wurde lediglich ausgesetzt. Die CSU war gegen seine Aufhebung.