Unzureichende soziale Leistungen

Spendenaufruf für die Kinder bei 8000 Euro! - 8.10.2019

Herr Dr. Bernd Lüders konnte gestern auf der Bürgerversammlung im Bosco berichten, dass inzwischen 8.000 Euro für den Transport der Kinder zu ihrem Deutschunterricht zusammengekommen ist. Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger hatte es abgelehnt, diesen Spendenaufruf zur Finanzierung der Beförderung von Vorschulkindern vom verpflichtenden Deutschunterricht an den Grundschulen zurück zu ihren Kindertagesstätten zu unterstützen.

Die Gemeinde Gauting hatte im Rahmen der "Haushaltskonsolidierung" die Finanzierung der Beförderung der Vorschulkinder in Höhe von 14.000 Euro als freiwillige Ausgabe gestrichen. Lüders hatte daraufhin zur Spendenaktion aufgerufen, weil Sprache die wichtigste Voraussetzung für Bildung sei.

Die Gautinger SPD unterstützt den Spendenaufruf, denn es ist völlig klar, dass sonst der Deutschunterricht der Kinder gefährdet ist. Hier wird ein Kompetenzstreit auf dem Rücken der Kinder ausgetragen und dabei deren Lebenschancen geschmälert. Sie sind die Leidtragenden! Im Anbetracht der bescheidenen Summe von 14.000 Euro ist das nicht zu verstehen. Erinnert sei daran, dass die Bürgermeisterin im Rahmen der "Haushaltskonsolidierung" den Ratssaal für eine halbe Million Euro umbauen lassen wollte. Sie wollte in ihm Empfänge veranstalten. Der Gemeinderat musste die Bürgermeisterin stoppen.

Bürgermeisterin und Seniorenbeirat unterstützen nicht den Spendenaufruf für die Kinder - 11.9.2019

Die Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger und der Seniorenbeirat werden den Spendenaufruf des Gautingers Dr. Bernd Lüders zur Finanzierung der Beförderung von Vorschulkindern vom verpflichtenden Deutschunterricht an den Grundschulen zurück zu ihren Kindertagesstätten nicht unterstützen. Frau Dr. Kössinger kritisierte in der Beiratsitzung: "Der Staat wälzt seine Aufgaben auf die Gemeinden ab.“

Der Seniorenbeirat ist der Auffassung, dass es sich dabei um eine staatliche Aufgabe handele wie bei der Schülerbeförderung. Er will deswegen den Spendenaufruf nicht an die Senioren weiterleiten.

Die Gemeinde Gauting hatte im Rahmen der Haushaltskonsolidierung die Finanzierung der Beförderung der Vorschulkinder in Höhe von 14.000 Euro als freiwillige Ausgabe gestrichen. Lüders hatte darauf zur Spendenaktion aufgerufen, weil Sprache wichtigste Voraussetzung für Bildung sei.

Niemand wolle, auch sie nicht, dass der Deutschunterricht für die Vorschulkinder gefährdet werde, sagte die Bürgermeisterin. Es könne nicht sein, dass der Staat den Unterricht zur Pflicht mache, aber die Beförderung der Kinder anderen überlasse.

Anmerkung der Gautinger SPD: Es ist völlig klar, dass Frau Dr. Kössinger den Deutschunterricht der Kinder gefährdet. Sie trägt hier einen Kompetenzstreit auf dem Rücken der Kinder aus. Deren Lebenschancen werden beschädigt, sie sind die Leidtragenden! Im Anbetracht der bescheidenen Summe von 14.000 Euro ist das einfach nur gespenstisch. Erinnert sei daran, dass die Bürgermeisterin im Rahmen der "Haushaltskonsolidierung" den Ratssaal für eine halbe Million Euro umbauen lassen wollte. Sie wollte in ihm Empfänge veranstalten. Der Gemeinderat musste eingreifen.

Vollständiger Artikel: Cless-Wesle, Christine: Seniorenbeirat unterstützt Aufruf nicht, Starnberger Merkur v. 11.9.2019

Spendenaufruf: 50 GAUTINGER*INNEN GESUCHT! Kinder wollen zu ihrem Deutschunterricht! - 28.8.2019

Gauting bezahlt nicht mehr die Fahrten der Kinder zu ihrem Deutschunterricht. Herr Dr. Bernd Lüders ruft jetzt zu Spenden auf, um die Fahrten der Kinder vom Kindergarten in die Schule bezahlen zu können.

Die Gautinger SPD unterstützt diesen Spendenaufruf.

Die Liste der Streichungen sozialer Leistungen wird immer länger und einschneidender: Betroffen ist das Kulturprogramm im Bosco. Das jährliche Budenaufstellen zum Waldfest des Eltern-Kind-Programms wurde ganz gestrichen. Auch den Kindern der Lebenshilfe und Fünfseen-Schule wurde ihre kleine Unterstützung genommen. Ausgerechnet den Schwächsten der Schwachen in unserer Gesellschaft beim Start in ihr schwieriges Leben diese bescheidene Förderung zu entziehen - man versteht es nicht!

Spendenaufruf: Kinder wollen zu ihrem Deutschunterricht!

Berichterstattung der Zeitungen:

Berzl, Michael: Eine milde Gabe fürs arme Gauting. Weil die Gemeinde Zuschüsse für Soziales und Kultur streicht, sammeln Bürger Spenden. Bernd Lüders etwa will den Fahrdienst vom Deutschkurs zum Kindergarten retten. Süddeutsche Zeitung v. 28.8.2019

Berzl, Michael: Eine milde Gabe fürs arme Gauting, SZ v. 28.8.2019

Cless-Wesle, Christine: Damit Zukunft nicht an Sprache scheitert. Dr. Bernd Lüders schlägt Alarm: Er bittet um Spenden, um den Bustransport von Vorschulkindern zum Deutschkurs an den Gautinger Grundschulen zu sichern. Es geht um 14.000 Euro, Starnberger Merkur v. 28.8.2019

Sicherheitswacht gegen die Jugend oder Sozialarbeiter für die Jugend? Keine Privatisierung von Aufgaben der Polizei! - 4.9.2018

Die Jugendlichen sind ins Gerede gekommen. Sie säßen vor Rathaus, Jugendzentrum, Bosco und auf den Grillplätzen an der Würm und machten Krach und das mitten in der Nacht.

So war schon mehrfach in der Zeitung zu lesen. Die Jugend ist tatsächlich etwas geräuschvoller und macht mitunter auch Lärm. Wir Älteren kennen das, schließlich waren wir auch mal jung und auch mal etwas lauter. Man hat damals mit uns geredet und es hat sich dann alles wieder in ruhigen Bahnen verlaufen. Niemand wäre deswegen auf die Idee gekommen, extra eine Hilfspolizei gegen die Jugend aufbauen zu wollen, wie es jetzt von CSU und Rathausverwaltung vorgeschlagen wird.

Am Rathaus hat man inzwischen das WLAN über Nacht abgeschaltet und seitdem ist es dort auch schon ruhiger geworden. Der Gautinger Polizeihauptkommissar Wiedemann hat öffentlich noch einmal daran erinnert, dass man bei Ruhestörung nur die Polizei anzurufen brauche, sie kämen dann, denn schließlich seien sie dafür da. Und wenn sich noch ein Sozialarbeiter der Jugend annehmen würde, dann hätte das mit Sicherheit eine nachhaltigere Wirkung, als eine „Sicherheitswacht“ herumlaufen zu lassen, die auch nur wieder ihre Existenzberechtigung unter Beweis zu stellen versucht. Eine Eskalation wäre absehbar, mit der den Anwohnern auch nicht gedient wäre.

Und außerdem, wer wollte schon so eine Aufgabe übernehmen? Wichtigtuer wird man immer finden. Dem Frieden in der Gemeinde wäre das aber gewiss nicht förderlich. Wir brauchen keine private Hilfspolizei, sondern eine Polizei, die ihren Aufgaben voll und ganz nachgehen kann. Und sollte die Polizei personalmäßig zu schwach aufgestellt sein und wie der Starnberger Polizei jeder vierte Beamte fehlen, dann liegt das Problem woanders. Die CSU-Staatsregierung sollte endlich sehen, dass sie ihre Planstellen nicht nur einrichtet, sondern sie auch besetzt!

Oliver Meyer

Unterstützung für das Nötigste. Die Sozialstiftung braucht Geld - 26.7.2016

Ehrenamt und bürgerliches Engagement können nicht die Aufgaben der Gemeinde ersetzen. Mehr als 12O Gautinger nutzen jede Woche das Angebot der Gautinger Tafel, um sich mit dem Nötigsten an Lebensmittel einzudecken - weil ihre Rente gering ist, die Mieten zu teuer sind, sie viele Kinder haben oder alleinerziehend sind.

Rund 200 Gautinger haben bei der Sozialstiftung um Unterstützung gebeten fürs Nötigste wie Kinderkleidung oder einen Zuschuss zum Kabelfernsehen. Die Zahlen zeigen: Es gibt Not in unserem wohlhabenden Umfeld. Nun wurden die Gelder, die die Sozialstiftung jedes jahr ausschütten kann, drastisch gekürzt: Über 75.000 Euro pro Jahr stehen ab sofort den nicht Gutgestellten unter uns weniger zur Verfügung.

Die Lücke soll nun laut Bürgermeisterin und ihrer CSU-Fraktion mit Spenden aus der Bürgeschaft aufgefangen werden. Dem Laien stellt sich da die Frage: Ist die Gemeinde nur verantwortlich für Gutachten, Gewerbegebiete und Parkdecks? Fühlt sie sich nur noch teilweise zuständig für ihre Bürger? Ist es nicht möglich, die Differenz aus dem millionenschweren Haushalt zu begleichen? Sollen die, denen es finanziell gut geht, nun die Aufgabe der Gemeinde übernehmen?

Das Engagement der Ehrenamtlichen wird regelmäßig gewürdigt. Man sollte jedoch nicht den Fehler machen, es auszunutzen. Jede Gemeinde ist nur so stark, wie ihr schwächster Bürger.

Eberhard Brucker