Verkehr

Wegen Handwerkerhof 30 % mehr Verkehr auf der Ammerseestraße - Verkehrskonzept fehlt - 17.1.2020

In der Bauausschusssitzung wurde der Handwerkerhof am Penny-Kreisel beraten. Dieser wird den Verkehr auf der Ammerseestraße um fast 30 Prozent ansteigen lassen, so Gemeinderat Moser / GRÜNE.

  • Aber das ist nur der Anfang. Der Supermarkt und die Ansiedlung von bis zu 800 Neubürgern als Zuzüge von außerhalb Gautings auf dem AOA-Gelände werden die Situation noch einmal ganz erheblich verschärfen. Das betrifft nicht nur die Ammerseestraße, sondern auch die Kreuzung am Kriegerdenkmal mit dem neuen Supermarkt im Sontowski-Bau, die Bahnhofstraße und unten den Hauptplatz. Die geplanten Gewerbegebiete im Gautinger Feld bei Asklepios und im Unterbrunner Holz werden die hohe Belastung weiter steigern.

  • Ein Gesamtverkehrskonzept für Gauting liegt nicht vor. CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger arbeitet daran - seit bald 6 Jahren.

CSU- und UBG-Gemeinderäte nicht konsequent für Tempo-30. Ausbau der Gautinger Landstraße? - 7.12.2019

Verkehrsausschusssitzung am 5. Dezember: Es wurde über das Verkehrskonzept für Gauting beraten und es ging um Tempo-30-Zonen. Bei Buchendorfer und Römerstraße stimmten die CSU-Gemeinderäte Ebner, Hofstätter und Platzer sowie Eck / UBG-Gemeinderat jedes Mal wortreich gegen Tempo-30, wurden aber überstimmt. Bei der Unterbrunner Straße konnten sich CSU/UBG mit Tempo-50 durchsetzen. Der Antrag der Anwohner wurde damit verworfen.

Sehr aufschlußreich war die Diskussion über die Gautinger Landstraße im Eingang nach Unterbrunn. Auf diesem Teilstück der Straße gibt es rechts und links hohe Böschungen, keinen Gehweg und zwei Lkws kommen auch nur mit Mühe aneinander vorbei. Tempo-30 drängt sich hier auf. Nachdem es eine Staatsstraße ist, war für die Bügermeisterin der Fall aber auch schon erledigt, also weiter Tempo-50. CSU-Gemeinderat Dr. Rüchardt und FDP-Gemeinderat Deschler setzten aber durch, dass die Bürgermeisterin mit dem Straßenbauamt erst einmal über Tempo-30 verhandeln solle.

Auch das geplante Gewerbegebiet bei Asklepios wurde angesprochen, das den Verkehr auf dieser engen Straße ganz erheblich ansteigen lassen wird. Unterbrunn liegt genau zwischen den drei geplanten Gewerbegebieten "Unterbrunner Holz" im Bannwald und "Gautinger Feld" bei Asklepios in Sichtweite von Unterbrunn bzw. "Handwerkerhof" am Penny-Kreisel. Unterbrunn würde massiv unter dem Berufs- und Geschäftsverkehr leiden, sollten diese Planungen verwirklicht werden.

Auf der Bürgerversammlung am 19.1.2015 hatte Frau Dr. Kössinger den Abbruch des Projektes "Gauting entfalten" ihrer Vorgängerin Frau Servatius verkündet. Bei dem Projekt ging es um die künftige Nutzung des ehemaligen Schulgeländes. Begründung: Es gebe kein Gesamtverkehrskonzept.

  • Nach 5 Jahren liegt dieses Gesamtverkehrskonzept für Gauting immer noch nicht vor.

Das hat die CSU-Bürgermeisterin aber nicht davon abgehalten, um mit Hilfe von CSU/UBG mit dem Sontowski-Bau und den drei neuen Gewerbegebieten Gauting eine völlig andere Ortsentwicklung zu verordnen. Plötzlich ging alles auch ohne Gesamtverkehrskonzept. Und an diesem Abend diskutierte man ein Verkehrskonzept, ausgearbeitet von Dr. Kaulen, in dem diese Planungen gar nicht berücksichtigt werden. Sehr erstaunlich.

Deswegen, nicht zufällig schweigt man sich jetzt über die massiven Auswirkungen der Supermärkte an der Bahnhofstraße (Sontowski) und der drei geplanten Gewerbegebiete auf Verkehr und Anwohner beharrlich aus. Schließlich will man am 15. März 2020 bei den Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen wieder gewählt werden. Nur an diesem Abend ließ sich das nicht ganz vermeiden:

  • Die Anwohner der Gautinger Landstraße sollen Straßenausbaubeiträge bezahlen - viele Tausend Euro für jeden. Jetzt will man doch erst noch einmal mit ihnen reden.

Bei AOA an der Ammerseestraße will die CSU ein neues Wohnviertel mit etwa 800 zusätzlichen Bewohnern hochziehen, in Höhe und Dichte wie wir es in Gauting nicht kennen, dafür aber aus München. Zu den heutigen Anwohnern, die vor dem zusätzlichen Verkehr warnen, sagte Frau Klinger, CSU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, ungerührt: "Auch wenn es für die Anwohner hart ist, wir brauchen ..." Sollten CSU/UBG die Wahl gewinnen, dann werden sich die Unterbrunner nach der Wahl bestimmt Ähnliches anhören müssen.

Die GRÜNEN beantragen Verkehrsuntersuchung am Hauptplatz. Bürgermeisterin bremst - 5.10.2019

Die GRÜNEN beantragten eine Verkehrsuntersuchung am Hauptplatz, um die Auswirkungen der vielen Großprojekte untersuchen zu lassen. Die Bürgermeisterin verlangte von den GRÜNEN Vorschläge, wo sie 30.000 EURO kürzen solle, um die Kosten bezahlen zu können. Den GRÜNEN gelingt es im Verkehrsausschuss des Gemeinderates nur, dass ihr Antrag von der Verwaltung zu prüfen ist. Die Mehrheit um die CSU lehnt es ab, ihr einen klaren Auftrag zur Durchführung zu erteilen.

Seit 5 Jahren arbeitet die Bürgermeisterin an einem Gesamtverkehrskonzept für Gauting. Ungeklärt sind immer noch die Auswirkungen der vielen Großprojekte auf den Verkehr und vor allem auf den Hauptplatz:

  • Neues Viertel am AOA-Gelände mit bis zu 900 zusätzlichen Bewohnern (Markus Deschler / FDP-Gemeinderat)
  • 3 neue Gewerbegebiete am Penny-Kreisel, hinter Asklepios und im Unterbrunner Holz mitten in der Landschaft mit bis zu 7.000 zusätzlichen Beschäftigten, die als Pendler kommen werden.
  • Die Verbreiterung der Bahnunterführungen an der Ammerseestraße und in Königswiesen, die Gauting vor allem dem Lkw-Verkehr von Westen her öffnen wird.

Die Verwaltung unter Frau Dr. Kössinger hat bislang die Auswirkungen auf den Verkehr nicht offengelegt. Der Antrag der GRÜNEN war deswegen wohl begründet, denn der Hauptplatz ist heute schon die kritische Kreuzung schlechthin. Die Bürgermeisterin verlangte von ihnen Vorschläge, wo sie im Haushalt kürzen solle, um die 30.000 Euro für die Kosten zusammenzubringen.

Man erinnere sich nur daran, wie im letzten Jahr die Umbaukosten im Stockdorfer Begegnungszentrum von 720.000 auf 1,2 Millionen Euro explodiert sind und die Bürgermeisterin ohne Schwierigkeiten die Finanzierung sicherstellte. Jetzt sollen 30.000 Euro ein Problem sein!? Völlig ablehnen konnte die Rathausmehrheit um die CSU den Antrag nicht. Dafür wurde er der Verwaltung zur "Prüfung" übergeben. - Eine Beerdigung zweiter Klasse ist zu befürchten.

Presse: Cless-Wesle, Christine: Auf der Suche nach Geld für Verkehrsprognose. GRÜNE wollen Hauptplatz untersuchen lassen und erreichen zunächst, dass die Idee geprüft wird, Starnberger Merkur v. 5.10.2019

Bahnunterführung Königswiesen. Sanierung ist möglich und ausreichend! - 23.8.2019

Dieter Appel von der Bürgerinitiative "Gegenverkehr": Eine Verbreiterung auf 9 Meter und eine Höhe von 4,5 Meter ist für den heutigen Verkehr nicht notwendig. Der Rechtsanwalt der Bürgerinitiative hat auf zehn Seiten Einwände gegen den unverhältnismäßigen Ausbau bei der Regierung von Oberbayern eingereicht. Abgesehen davon, die Königswiesener müssten auch noch zwei Jahre lang große Umwege fahren, um nach Gauting zum Einkaufen kommen zu können.

Vollständiger Artikel: Berzl, Michael: Ringen um Bahnunterführung. Bürgerinitiative will Neubau in Königswiesen mir juristischen Mitteln verhindern, SZ v. 23.8.2019

Einspruch gegen die Vergößerung der Bahnunterführung Königswiesen - 6.8.2019

Planfeststellungsverfahren zur Erneuerung der Bahnunterführung in Gauting-Königswiesen. Hiermit legen wir Einspruch ein gegen die geplante Bahnunterführung in Gauting-Königswiesen.

Gauting Königswiesen Bahnunterführung

Foto: Ingo Hugger

Begründung: Die geplante Vergrößerung der Unterführung privilegiert den Schwerlastverkehr in unverhältnismäßiger Weise. Sie bedroht die Funktionsfähigkeit des Gautinger Straßennetzes und die Lebensqualität der Königswieser und der Gautinger Bevölkerung. Städte und Gemeinden ringen seit Jahrzehnten darum, den Schwerlastverkehr aus ihren Kommunen zu verbannen. Ein "natürliches" Hindernis soll hier mit dieser geplanten Maßnahme beseitigt werden. Dem Schwerlastverkehr wird damit Tür und Tor geöffnet. Das ist eine unangemessene Maßnahme und eine völlig rückwärtsgewandte Verkehrspolitik. Sie ist durch nichts gerechtfertigt.

Wir fordern von dieser Maßnahme in dieser geplanten Form Abstand zu nehmen und eine für Königswiesen und für Gauting angemessene Lösung zu finden.

Dr. Andreas Romero, Architekt und Stadtplaner, ehemaliger Gemeinderat
Christel Romero-Stempel
Parkstr. 1
82131 Gauting

Kein sicherer Radweg an der Gautinger Bahnhofstraße! - 19.7.2018

Der Verkehrsausschuss sprach sich gegen einen Radweg vom Bahnhof bis zum Kriegerdenkmal als Fortsetzung des Radweges, der vom Pippinplatz kommt, aus. Richard Eck, der Verkehrsexperte im Gemeinderat, hatte sich zwar ausführlich und wohlbegründet für einen solchen Radweg ausgesprochen, aber die Mehrheit war trotzdem dagegen.

Die Begründungen waren mehr als zweifelhaft. Frau Kössinger verwies darauf, dass die Bahnhofstraße zu eng sei, dabei hätten sie und ihre CSU-Fraktion es in der Hand gehabt. Hätten sie den geplanten Sontowski-Bau auf dem ehemaligen Schulgelände nur 2 Meter weiter von der Straße zurückgesetzt, dann wäre Platz genug. Soll es an einem maximalen Verkaufspreis für dieses Grundstück scheitern? Man kann es immer noch aushandeln.

Frau Kössinger verwies auch auf den Radweg am Pippinplatz. Dort würden Fußgänger immer wieder auf den Radweg treten, so dass es zu gefährlichen Situationen käme. Richtig, wenn ein Radweg baulich nicht deutlich vom Gehweg abgesetzt ist, dann merkt der Fußgänger kaum, wenn er auf den Radweg tritt. Das kann man anders gestalten. Herr Jaquet CSU meinte, es sei doch unlogisch, hier einen Schutzstreifen zu wollen, während auf der anderen Seite von der Hypobank bis zum Pippinplatz ein Radweg sei.

Aber es half nichts, der Verkehrsausschuss zwingt damit schon zehnjährige Kinder und auch ältere Menschen, künftig auf einem „Radschutzstreifen“ zu fahren. Das ist ein Streifen auf der Straße, abgegrenzt vom Autoverkehr durch eine gestrichelte Linie. Auf der Germeringer Straße klappe das gut, meinte man. Nur, auf der Bahnhofstraße fahren doppelt so viele Autos, darunter zahlreiche Busse und Lkw, über 11.000 am Tag und künftig noch mehr. Wer möchte schon sein Kind da entlang radeln lassen? Schon eine unaufmerksam geöffnete Autotür kann da zur Katastrophe führen.

Wie ist dieses Risiko im Vergleich zu dem am Pippinplatz? An der Straße von Krailling nach Planegg kann man das mahnende Kreuz an der Schlossparkmauer sehen, in Erinnerung an einen Jugendlichen, der unter die Räder eines Lkw und dabei zu Tode kam. Aus Erfahrung wird man klug, heißt es. Verkehrsexperte Eck meinte: „An dieser Lösung wird man wenig Freude haben.“

Eberhard Brucker

Verkehrsinfarkt an der Bahnhofstraße verhindern! - 22.3.2018

So langsam kommen die Tatsachen ans Tageslicht! Frau Dr. Kössinger räumt ein, dass sie ihr Verkehrskonzept am Neubau an der Bahnhofstraße „nicht mit zukünftigen Varianten“ verknüpft habe. Der Verkehrsexperte Eck erläutert, dass die Planung auf dem heutigen Verkehr beruhe, mit Aufschläge von jeweils 10% für allgemeine Verkehrszunahme bzw. den geplanten Neubau. Beide bestätigen, was GautingAktiv schon lange sagt, dass der Bau eines großen Supermarktes an der Ammerseestraße und der beiden Gewerbegebiete an ihrem Ende im Verkehrsgutachten Obermayer nicht berücksichtigt worden sind!

Dieser Supermarkt wird ähnlich viel Verkehr wie der EDEKA im Neubau an der Bahnhofstraße verursachen (1.200 Fahrten/Tag). Auf den 12 Hektar großen Gewerbegebieten bei Asklepius und Penny-Markt werden einmal mindestens 1.500 Beschäftigte arbeiten. (Vergleich: In der Kraillinger KIM arbeiten 2.100 auf 13 Hektar.) Der von ihnen ausgelöste Berufs-, Geschäfts- und Kundenverkehr wird zu einem großen Teil über die Ammerseestraße gehen und damit die vorgesehene Doppel-kreuzung am Kriegerdenkmal samt Bahnhofstraße zusätzlich belasten.

Vom Kreisbauamt in Starnberg und dem staatlichen Bauamt in Weilheim wird die geplante Doppelkreuzung mit der neuen Zufahrtstraße direkt neben der Schule zum geplanten Neubau sehr kritisch gesehen. Sie geben dieser Lösung die Stufe D, also die Note 4. Sie ist damit gerade noch genehmigungsfähig. Der Gutachter Obermayer geht davon aus, dass sich die Situation am Hauptplatz verschlechtern wird (Gutachten, S. 27). Wenn nun der zusätzliche Verkehr von und zur Ammerseestraße noch hinzukommt, dann hat diese Lösung endgültig die Note 5, d.h. wir kommen aus dem Dauerstau nicht mehr heraus.

Beide Ämter gaben ihre Stellungnahme am 6.12.2017 an die Gemeinde ab. Alle Unterlagen und Stellungnahmen verschiedener Behörden waren auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht. Die Stellungnahmen dieser Bauämter werden aber bis heute von Frau Dr. Kössinger unter Verschluss gehalten, genauso wie die städtebaulichen Vorgaben für das Bieterverfahren, das Sontowski gewann. Warum wohl?

Die geplante Lösung mit einer Doppelkreuzung ist keine nachhaltige Lösung. Sie würde heute gerade noch funktionieren, morgen aber schon nicht mehr. Wer den Verkehrsinfarkt auf der Bahnhofstraße nicht will, der muss gegen diese Planung und damit für das Bürgerbegehren von GautingAktiv stimmen.

Eberhard Brucker

Verkehrskonzept zum geplanten Neubau an der Bahnhofstraße - 21.2.2018

Zur Gestaltung des Verkehrs um den geplanten Neubau an der Bahnhofstraße herum:

  • Der sichere Radweg vom Pippin-Platz bis zum Bahnhof sollte bis zum Kriegerdenkmal fortgeführt werden. Angesichts der rund 13.000 Fahrzeugbewegungen auf der relativ engen Bahnhofstraße ist ein Schutzstreifen wie an der Gemeringer Straße, die nur einen Bruchteil dieses Verkehrsaufkommens aufweist, nicht ausreichend. Dies gilt insbesondere, wenn in Zukunft der Verkehr mit dem Fahrrad stark gefördert werden soll.

  • Die Zufahrt auf das Gelände des Neubaues an der Bahnhofstraße sollte über den P&R-Parkplatz erfolgen. Es erspart der Gemeinde den kostspieligen Umbau- und Ausbau der Kreuzung am Kriegerdenkmal zu einer Doppelkreuzung. Damit könnte am Kriegerdenkmal auch auf die Zufahrtstraße samt Tunnel zum P&R-Parkplatz verzichtet werden, was die Gemeinde noch einmal kostenmäßig erheblich entlasten würde. Eine Doppelkreuzung am Kriegerdenkmal wird von der baulichen Aufsichtsbehörde nur in die allerletzte Kategorie „d“ und damit als eine rechtlich gerade noch genehmigungsfähige Lösung eingestuft. D.h. das wäre bei einem steigenden Verkehrsaufkommen keine zukunftsträchtige Lösung.

Der Verkehr auf der Ammerseestraße wird durch den Supermarkt auf dem AOA-Gelände und die zwei Gewerbegebiete bei Asklepius und Penny-Markt deutlich ansteigen, so daß jetzt schon absehbare Dauerstaus an einer Doppelkreuzung am Kriegerdenkmal planerisch unbedingt vermieden werden sollten.

Eberhard Brucker

Stellungnahme der Gautinger SPD zur Bahnunterführung Königswiesen - 18.2.2015

Die SPD Gauting ist gegen eine Erhöhung und Verbreiterung der Bahnunterführung Königswiesen.

Die dann höchste Bahnunterführung zwischen Starnberg und Planegg würde vermehrt LKW-Schwerlastverkehr durch Königswiesen nach Gauting ziehen. Für die notwendige Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer sollte ein zweiter Durchstich unter der Bahn hindurch genügen.