Corona und allein gelassene Tiere - Ukraine-Krieg und der Haushalt

27. April 2022

Die Corona-Krise und Rußlands Krieg gegen die Ukraine schlagen sich auch im Gautinger Haushalt nieder: die Einnahmen sinken, die Kosten steigen. Die Verwaltung stellt Investitionsprojekte infrage.

Stefan Hagl/Kämmerer legte Zahlen zum ersten Quartal vor. Die Krisen machen sich in niedrigeren Gewerbesteuereinnahmen und auch in zusätzlichen Kosten bemerkbar.

  • Die Unternehmen leiden unter gerissenen Lieferketten mit Produktionsausfällen, was zulasten der Gewerbesteuer gehe.

  • In der Corona-Krise haben sich viele ein Haustier zugelegt. Als sich nun die Beschränkungen wieder lockerten, haben nicht wenige unter ihnen ihre Hausfreunde einfach ausgesetzt. Aus allen Gemeinden im Landkreis landen sie schließlich beim Tierschutzverein Starnberg, der vorwiegend ehrenamtlich arbeitet. Der Landkreis hat es vertraglich so geregelt. Die Folge: Dem Tierschutzverein laufen jetzt die Kosten für die Versorgung der vielen Tiere davon.

Es gab daraufhin Gespräche zwischen Landratsamt und Tierschutzverein. Beschlossen wurde eine Vereinbarung zu einer Umlage unter den Gemeinden. Entsprechend der Einwohnerzahl wurde sie verteilt.

  • Die Auswirkungen der weiter steigenden Baupreise sind noch nicht absehbar.

Die Zahlen:
Gewerbesteuer mit 1,470 Mio. Euro um 300.000 Euro unter Plan
zusätzliche Kosten für den Tierschutzverein von 8.600 Euro

Dr. Andreas Albath/UBG fand das sehr unbefriedigend, einfach mal eine Umlage zulasten Gautings zu beschließen. Schließlich gebe es Gemeinden, die finanziell deutlich besser dastünden.

CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger verwies darauf, dass die Gemeinde die Tiere nicht versorgen könne. Würde sie es machen, dann wäre es für sie noch viel teurer, so dass nichts anderes übrigbliebe, als den Tierschutzverein zu unterstützen.

Der Finanzausschuss stimmte einstimmig für den Zuschuss an den Tierschutzverein.

Für Fragen, Hinweise und Meinungen Ihre E-Mail an: info@spd-gauting.de

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