Wie Bürgermeister ihre Aufgabe angehen

22. April 2020

Die Kommunalwahlen sind vorbei. Die Bürgermeister*innen sind für die nächsten 6 Jahre gewählt. Wie sehen sie ihre Rolle und wie gehen sie ihr Amt an?

Seefeld, neuer Bürgermeister Klaus Kögel (CSU):

  • Was ist für Sie ein guter Bürgermeister? - K. Kögel: "Eine Person, die zuhören und vermitteln kann. Jemand, der auch andere Meinungen ernst nimmt und der sowohl in der Lage als auch bereit ist, durch einen Perspektivwechsel gemeinsame Lösungswege aufzuzeigen. Jemand, der einen guten Draht zu den Angestellten in der Gemeindeverwaltung hat, sie motivieren und ein gemeinsames Verständnis für die Gemeindearbeit entwickeln kann. Jemand, der die Positionen der Fraktionen und der Gemeinderäte zusammenbringt und mit größtmöglicher Transparenz und Offenheit agiert. Darüberhinaus ist aus meiner Sicht ein gutes Netzwerk zu Nachbargemeinden, Landkreis, engagierten Bürgern und natürlich zu den lokalen Unternehmern von großer Bedeutung." (SZ 21.4.2020)

Utting, neuer Bürgermeister Florian Hoffmann (Ländliche Wähler und CSU/Bürgerliste):

  • Die 2. Kernaufgabe eines Bürgermeisters ist, mit dem Gemeinderat die Kommunalpolitik zu gestalten. Welche Impulse wollen sie setzen? - F. Hoffmann: "Mir geht es ganz klar um das Miteinander im Gemeinderat. Ich sehe im Bürgermeisteramt vor allem eine Vermittlerrolle zwischen Gemeinderat und den Bürgern. Wir sollten zusammen beispielsweise zukunftsfähige Lösungen für kommunale Immobilien wie die Wohnquartiere ... finden." (SZ 16.4.2020)

Weßling, neuer Bürgermeister Michael Sturm (Freie Wähler):

  • Wie bereiten Sie sich auf ihre neue Aufgabe als Bürgermeister vor? - M. Sturm: "Als zweiter Bürgermeister verbringe ich seit Jahren sowieso schon mehrere Stunden in der Woche in der Gemeindeverwaltung beziehungsweise in Besprechungen, deswegen kenne ich die Aufgaben und Abläufe bereits. Seit der Kommunalwahl habe ich viele Gespräche geführt. Es gab je eine Sitzung mit CSU, Grünen, SPD mit jeweils drei Teilnehmern pro Fraktion, um die Gemeindearbeit abzustimmen. Ergänzend gab es Telefonkonferenzen mit den Gemeinderatskollegen. Außerdem habe ich an Bürgermeister-Runden zum Thema Corona teilgenommen. Viele Bürger haben mir außerdem ihre Wünsche persönlich mitgeteilt." (SZ 17.4.2020)

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