Wird unsere Umgebung unter Glas, Beton und Asphalt verschwinden?

06. Mai 2019

An Gilching sieht man, was Gauting bevorsteht. Gauting will zusätzlich 420.000 Quadratmeter Gewerbegebiet mitten in der Natur aus dem Boden stampfen. Man geht von zusätzlich bis zu 7.000 Beschäftigten aus. Wo sollen die herkommen?

Wieviel Feld, Wald und Wiese wird dann anschließend noch für eine Wohnbebauung freigegeben? Wie viele Pendler wird es geben? Wie werden die Auswirkungen auf unser lokales Klima sein? Wer im Wald spazieren geht, spürt sofort, was verloren geht. Wie viele Millionen Euro müssen in die Infrastruktur der Gemeinde (Kitas, Schulen, Straßen ...) gesteckt werden?

Hier wollen Kommunalpolitiker in ein Flugzeug eingestiegen, ohne zu wissen, wo und wie sie landen können. Eines ist aber schon jetzt absehbar: Unsere schöne Umgebung würde unter Glas, Beton und Asphalt verschwinden.

Gilching hat 20.000 Bewohner und will zusätzlich bis zu 12.000 Beschäftigte anziehen. Nachdem wir in unserer Gegend keine Arbeitslosigkeit haben, können die 12.000 Beschäftigten letztlich nur aus den entfernteren Landkreisen kommen, auf dass dort noch mehr Lichter ausgehen und sich noch mehr Leerstand, Verfall und Verödung ausbreiten. Wir werden hier im Verkehr ersticken, denn Gilching liegt schon am Ende der Römerstraße. Starnberg hat sich 640.000 Quadratmeter mit zusätzlich rund 10.000 Beschäftigten vorgenommen. Die Vorhaben von Gauting und Starnberg machen zusammen einen Quadratkilometer Landschaft aus, der zugebaut werden soll. Nimmt man Gilching, Gauting und Starnberg zusammen, dann reden wir von zusätzlich bis zu 29.000 Beschäftigten in unserer Gegend. Die absehbaren Folgen für uns, die wir heute hier leben, werden von den Befürwortern in Gauting und Starnberg beharrlich verschwiegen.

Die Zerstörung unserer Umgebung wird zügig voranschreiten, wenn sich die Bürger nicht zur Wehr setzen! Bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr steht viel auf dem Spiel.

Oliver Meyer

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