Zu wenig Gewerbesteuer?

09. Oktober 2019

Auf der Bürgerversammlung am 7. Oktober klagte die Bürgermeisterin einmal mehr über zu wenig Gewerbesteuereinnahmen.

Aber die Ursache liegt nicht so sehr an fehlenden Gewerbeflächen und damit Steuereinnahmen. Sie liegt vor allem an der Verwaltung selbst, die sie um 25 % aufgestockt und damit Gauting seinen finanziellen Spielraum genommen hat. Es kostet inzwischen nahezu jedes Jahr 2 Millionen Euro. Mit AOA will sie ein kleines Gewerbegebiet aufgeben. Das bereits erschlossene Gewerbegebiet am Flugplatz hätte sie schon seit Jahren entwickeln lassen können. Das Versäumnis kostet die Gemeinde inzwischen Millionen an Gewerbesteuer - jedes Jahr.

Stattdessen will die CSU zusammen mit UBG drei neue, 42 Hektar große Gewerbegebiete mitten in der Landschaft erschließen. Mit ihnen sollen bis zu 7.000 zusätzliche Beschäftigte in unsere Gemeinde gezogen werden. Dabei werden die Menschen aus den ländlichen Regionen angezogen, mit der Folge, dass dort noch mehr Lichter ausgehen, noch mehr Leerstand entsteht und noch mehr Verfall und Verödung sich ausbreiten. Die AfD freut sich heute schon. Hatte sie doch bei den letzten Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen genau in diesen von der Abwanderung betroffenen Regionen ihre größten Erfolge. Man konnte es schon im letzten Oktober im Osten und Norden Bayerns sehen, wo auch die Menschen abwandern. Bürgermeisterin, CSU und UBG reihen sich hier mit den von ihnen geplanten Gewerbegebieten ein. Allein im Unterbrunner Holz sollen einmal 5000 Beschäftigte arbeiten.

Gewerbegebiete kommen erst nach über 10 Jahren in die Gewinnzone. Die Folgekosten für Kinderbetreuung, Schulen und Straßen fallen aber schon viel früher an. Man steuert hier die Gemeinde in eine finanzielle Notlage.

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