Unsere Umwelt in Gauting

Ist unsere Wasserversorgung auch in der Zukunft gesichert? - 3.3.2021

Im Bauausschuss musste nach einer öffentlichen Auslegung dem Bebauungsplan zum Handwerkerhof beim Penny-Kreisel erneut zugestimmt werden.

Heinz Moser/GRÜNE sprach den erneuten Einspruch des Würmtal-Zweckverbandes wegen nicht gesicherter Wasserversorgung an. Er fragte, wer die Haftung übernehme, wenn der Bauausschuss zustimme, es aber später zu Versorgungsschwierigkeiten komme.

Der Hintergrund hierzu: Der Zweckverband verfügt nur über wenige Brunnen. Und der Brunnen in Königswiesen darf aus Gründen einer unzureichenden Absicherung gegen Verschmutzung der Wasserqualität nur noch bis zum 31.12.2022 genutzt werden. Seit Jahren sucht er nach Standorten für neue Brunnen - vergeblich. Der Zweckverband lehnt deswegen des Ausweis neuer Bau- und Gewerbegebiete ab. Hier

Eva Maria Klinger/CSU hielt Moser entgegen: "Es ist seine Aufgabe, die Wasserversorgung sicherzustellen." Er müsse seine Aufgaben machen. Die CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger bekräftigte dies. Sie hatte in einer der Diskussionen schon darauf hingewiesen, dass der Zweckverband laut seiner Satzung verpflichtet sei, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. (StaM 13.6.2020)

  • Die Wassergewinnung auf eine Frage von Aufgabenstellung und Satzung zu reduzieren, ist erstaunlich. Schließlich handelt es sich bei der Wassergewinnung um einen naturnahen Vorgang. Und seit wann richtet sich die Natur nach Verwaltungsvorschriften?

  • In der Stellungnahme des Gautinger Bauamtes klingt das schon sehr viel vorsichtiger: "Für die Notwendigkeit, weitere Gewinnungsgebiete zu erschließen, sind somit nicht, zumindest nicht ausschließlich, die Bebauungspläne Nr. 184 und Nr. 185 der Gemeinde Gauting ursächlich." --- Man räumt also ein, dass das neue Gewerbegebiet "Handwerkerhof" einer der Gründe ist, warum neue Gebiete zur Wassergewinnung gesucht werden müssen. Seit Jahren sucht man schon, hat aber bislang keine gefunden.

Mosers Frage wurde nicht beantwortet. Aber bei dem Streit zwischen Zweckverband und Landratsamt / Gemeinde geht es genau um die Frage, wer im Falle von Versorgungsschwierigkeiten die Verantwortung zu tragen hat. Der Zweckverband schreibt es überdeutlich: "Eventuelle Schadensersatzansprüche aus nicht zu verwirklichendem Baurecht müssen zurückgewiesen werden." (26.10.2020) Nachdem der Zweckverband nicht zustimmt, trägt er auch nicht die Verantwortung. Die Verantwortung und damit die Haftung liegen somit eindeutig bei der Gemeinde als Aussteller des Bebauungsplanes und dem Landratsamt als Genehmigungsbehörde.

Abstimmung über den Bebauungsplan trotz Einwand des Wasserversorgers:

dafür:
CSU: Ebner, Egginger, Jaquet, Klinger, Dr. Kössinger
FDP: Deschler
MiFü: Dr. Sklarek
Piraten/MfG: Berchtold
UBG: Eck

dagegen:
GRÜNE: Knape, Köhler, Moser
SPD: Brucker

Die GRÜNEN sorgen sich um unsere Wasserversorgung - 24.2.2021

In den Zeitungen wird zunehmend über die Frage berichtet: Wie sicher ist unsere Wasserversorgung?

CSU-Landrat Frey und CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger verkünden zwar immer wieder, die Versorgung sei sicher, aber die Diskussion ebbt nicht ab.

Der Würmtal-Zweckverband, zuständig für unsere Wasserversorgung, sieht sie kritisch. Der Brunnen in Königswiesen darf aus Qualitätsgründen nur noch befristet genutzt werden. Der Verband sucht deswegen schon seit Jahren nach neuen Quellen, hat aber bislang keine gefunden. Aus diesem Grund lehnt er inzwischen den Bau weiterer Bau- und Gewerbegebiete ab.

Die GRÜNEN sind besorgt. Sie stellten den Antrag, dass die Gemeinde Gauting den Zweckverband darin unterstützen sollte, den Brunnen in Königswiesen weiter nutzen zu dürfen. Anne Franke/GRÜNE forderte von den anderen Gemeinden Unterstützung, denn auch diese wollten neue Baugebiete anlegen.

  • Eva Maria Klinger/CSU und Richard Eck/UBG erklärten das Problem: Es gebe an der Würm Flutmulden, die bei Hochwasser gefüllt seien. Da das Wasser aber bei sinkendem Wasserstand nicht mehr zurückließen könne, versickere es im Boden. Dabei enthalte das Wasser auch Rückstände aus der Starnberger Kläranlage und Schadstoffe, die von der Straße in die Würm gespült werden. All das komme schließlich im Grundwasser an. Es gebe hierzu keine Lösung, außer man schließe den Brunnen.

Dr. Kössinger und Klinger warnten davor, dass sich jetzt noch die Gemeinde einmische. Es sei ein Thema zwischen Kreis und Zweckverband und es sei schon schwierig genug. Die Gemeinde habe hierzu auch keinerlei Befugnisse.

Eberhard Brucker/SPD meinte zu Franke, er sei kein Wasserwerker, so dass er gar nicht wüsste, welchen Beitrag er hier leisten solle. Wie das Grundwasser fließe, wisse er nicht. Und er gehe davon aus, dass es den anderen Gemeinderäten genauso gehe. Aber er verstehe Frau Frankes Dilemma. Auf der einen Seite hätte sie vom Umweltministerium mitgeteilt bekommen, dass der Grundwasserspiegel seit 20 Jahren sinke und er inzwischen ein sehr niedriges Niveau erreicht habe. Hier Auf der anderen Seite wolle sie aber an der Ammerseesstraße bis zu 800 Bewohner ansiedeln, die natürlich viel Wasser verbrauchen werden. Die Wasserversorgung sei heute und morgen selbstverständlich sicher. Nur darum gehe es nicht. Es gehe um die Frage, ob die Versorgung auch in 10 und 20 Jahren trotz Ansiedlung von Tausenden von Neubürgern, dem Ausweis großer Gewerbegebiete mit Tausenden von Beschäftigten und zunehmend heißen Sommern immer noch sicher sei.

  • Den Wasserwerkern jetzt politisch Vorgaben zu machen, löst das Problem nicht. Die Natur kennt weder Vorschriften noch kann man sie beliebig ausbeuten. Anne Franke müsste das gerade als Vertreterin der GRÜNEN wissen. Die GRÜNEN müssen sich entscheiden.

Wissen die GRÜNEN, was sie wollen? - Gauting - 17.12.2020

In unserer Umgebung sinkt der Grundwasserspiegel und das schon seit 20 Jahren. Das bekam Anne Franke, Mitglied im Gemeinderat und Landtagsabgeordnete der GRÜNEN vom Umweltministerium zu hören. Die Wasserstände werden als "sehr niedrig" eingestuft. D.h. es wird seit Jahren mehr Wasser abgepumpt als über den Regen nachfließt.

Anne Franke stellt fest:

  • "Unsere unbegrenzte Versorgung mit Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Unser Wasser ist ein kostbares Gut und so sollten wir es auch behandeln. Wir müssen endlich umdenken und die Energiewende - auch vor Ort und im Kleinen - umsetzen." Hier

Was schlägt Anne Franke vor?

  • "Deshalb fordere ich nicht nur einen umsichtigeren Umgang mit dem lebenswichtigen Gut Wasser, sondern vor allem auch Anstrengungen beim Klimaschutz."

Wenn mehr Wasser entnommen wird als nachfließt, dann bleibt eigentlich nur, den Verbrauch zumindest nicht weiter ansteigen zu lassen. Das wäre logisch, konsequent und wirkungsvoll.

Sollte Anne Franke auch das gemeint haben, dann fragt man sich, warum sie und ihre GRÜNEN-Parteifreunde bei AOA bis zu 800 Neubürger ansiedeln wollen. Bis zu 800 zusätzliche Bürger bedeuten zwangsläufig einen erheblich höheren Wasserverbrauch. Bis zu 800 Neubürger verursachen einen erheblichen Verkehr. Wegen des zusätzlichen Supermarktes droht die Schließung des EDEKA-EXPRESS am Hauptplatz. Viele Bürger wären dann gezwungen, sich ins Auto zu setzen, um irgendwo anders einzukaufen. Die umfangreiche Bodenversiegelung, die ein Versickern des Regens verhindert, käme auch noch hinzu. Das alles wäre sicherlich eine erhebliche Belastung für Klima und Wasserversorgung und damit gerade kein Klimaschutz.

  • Warum nehmen Anne Franke und ihre GRÜNEN-Parteifreunde bei AOA die ganz erheblichen Belastungen für Grundwasser und Klima in Kauf?

  • Warum halten es Anne Franke und ihre GRÜNEN-Parteifreunde nicht wie beim "Strukturgutachten"?

Das "Strukturgutachten" der CSU-Bürgermeisterin hatten sie geschlossen abgelehnt. Warum? Weil es Gauting die blinde Wachstumspolitik der 1960er Jahre zu Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung empfahl. Anne Franke hatte in der Debatte im Gemeinderat darauf hingewiesen, dass die Neubürger aus dem Norden Bayerns kommen würden, auf dass sich dort noch mehr Leerstand ausbreite. Hier

  • Bis zu 800 Neubürger bei AOA ansiedeln zu wollen, ist genau diese blinde Wachstumspolitik der 1960er Jahre!

  • Ein Umdenken "vor Ort und im Kleinen" ist gefordert - auch von den GRÜNEN ! Sie haben es in der Hand, den Umfang dieser AOA-Planung zu begrenzen. Klimaschutz nicht nur über die eigene Internetseite von anderen fordern, sondern ihn ganz praktisch selber leisten, indem die GRÜNEN im Gemeinderat für eine Begrenzung der Bebauung stimmen.

Gauting könnte viel stärker vom Regionalwerk profitieren. Veranstaltung im Bosco, 20. Januar, 19.30 Uhr - 16.1.2020

Von unserem örtlichen Energieversorger, dem Regionalwerk hört man nicht viel. Die CSU/UBG-Mehrheit im Gemeinderat blockiert, dass endlich auch Gauting seinen Gesellschaftsanteil einbezahlt. Wie könnte man das Regionalwerk stärker nutzen, um die Energiewende in Gauting zu beschleunigen? Und was könnte ein starkes Regionalwerk Gauting finanziell bringen? Bürgermeisterkandidat Hans Wilhelm Knape und Walter Huber, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Tölz gehen auf diese Fragen ein.

Energiewende in Gauting - Regionalwerk stärken - Veranstaltung im Bosco am 20.1.2020 um 19.30 Uhr

SPD im Würmtal klar gegen Kiesabbau in Waldgebieten - im Forst Kasten wie im Planegger Holz - 2.10.2019

Die SPD-Ortsvereine im Würmtal - Gräfelfing, Gauting, Neuried, Planegg und Krailling - sprechen sich weiterhin deutlich gegen einen Kiesabbau in den Waldgebieten aus - sowohl im Forst Kasten als auch auf dem Gebiet der Dickwiese im Planegger Holz.

Die Pressemitteilung der Ortsvereine:

SPD im Würmtal klar gegen Kiesabbau in Waldgebieten

Volksbegehren Artenvielfalt. Rettet die Bienen! - 31.1.2019

Die Gautinger SPD beteiligt sich am "Volksbegehren Artenvielfalt. Rettet die Bienen!". Erst wurden Informationsblätter an die Haushalte verteilt. Dann kam der am 31. Januar, der ersten Tag, an dem man sich in die Unterschriftenliste eintragen konnte. Gleich um 8 Uhr standen wir zusammen mit Vertretern der GRÜNEN und anderen Bürger*innen vor dem Bürgerbüro in Stockdorf.

Volksbegehren Artenvielfalt. Rettet die Bienen!

vorne rechts: Eberhard Brucker (2. SPD-Ortsvorsitzender), neben ihm Maja Zorn (SPD-Ortsvorstand)

Das Volksbegehren wurde ein voller Erfolg. Gauting und der Landkreis Starnberg lagen bei der Zustimmung an der Spitze in ganz Bayern. Die Staatsregierung von CSU und Freien Wählern musste nach langen Verhandlungen unter Vermittlung des ehemaligen CSU-Landtagspräsidenten Alois Glück einlenken. An der Umsetzung wird gearbeitet.