Fehlende Kinderbetreuung - Berufstätige in Schwierigkeiten. Betreuungsangebot in Gauting muss erweitert werden!

Betreiberwechsel im Unterbrunner Kindergarten - 28.7.2022

Der Unterbrunner Kindergarten stand im März kurzzeitig vor der Schließung, denn das Rote Kreuz hatte erhebliche Personalprobleme, konnte dann aber doch aushilfsweise Erzieherinnen finden. Hier Der Unmut der zum Teil berufstätigen Eltern ist verständlicherweise sehr groß, so dass man sich jetzt einvernehmlich darauf geeinigt hat, dass das Rote Kreuz die Trägerschaft abgibt.

Stefan Berchtold/MfG-Piraten fragte im Bauausschuss nach dem Zeitplan zu dem weiteren Vorgehen.

CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger: Die Verwaltung bereite gerade eine neue Ausschreibung des Kindergartens vor. Der Trägerwechsel sei zum 1. Januar vorgesehen.

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Bedarfsanalyse zu den Kindergärten liegt erst im Herbst vor - 20.7.2022

Die jährliche "Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse über Kindergarteneinrichtungen" wird von der Rathausverwaltung immer im Mai vorgelegt. Dieses Jahr wird sie erst im September zur Verfügung gestellt.

Eberhard Brucker/SPD fragte im Gemeinderat nach dieser Analyse, die seit 2 Monaten überfällig sei. Der Gemeinderat stehe vor wichtigen Entscheidungen im Rahmen der Haushaltsberatungen. Die Prioritäten seien bei den Investitionen neu festzulegen, auch in die Kindergärten, bei denen seit langem eine große Notlage herrsche. Dafür sei es wichtig zu wissen, wie die aktuelle Lage bei den Kindergärten sei.

CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger erklärte, dass ein Krankheitsfall im zuständigen Fachbereich die Verzögerung verursache. Man wolle die Bedarfsanalyse im September zusammen mit der Standortanalyse zu Standorten neuer Kindergärten vorlegen.

Mit dieser Bedarfsanalyse wird der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen vorgelegt, der sich aus den Anmeldungen der Eltern im April ergeben hat. Man ersieht aus ihr die Auslastung der einzelnen Träger und ihrer Kindergärten. Sie ist eine gute Basis, mit der man gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung einleiten könnte. Seit Jahren kann jedes 4. Kind nicht untergebracht werden. (Analyse vom April 2021).

Die Not ist groß, die gesetzlich vorgeschriebenen Kindergartenplätze stehen bislang nicht zur Verfügung. Die Lage muss mit zusätzlichen Betreuungsplätzen dringend verbessert werden. Die Eltern warten schon lange darauf.

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Der Kindergarten in Unterbrunn - Wie weiter? - 5.5.2022

Dem Kindergarten in Unterbrunn droht die Schließung. Die gesamte Belegschaft hatte geschlossen zum 1. April gekündigt. Der Betreiber, das Bayerische Rote Kreuz (BRK), hat zunächst eine Vertretung geschickt, um eine sofortige Schließung abzuwenden.

Eine Initiative hatte sich gemeldet, die einen Kindergarten eröffnen will, aber noch auf der Suche nach Räumlichkeiten ist.

In einer Gemeinderatssitzung wurden Stimmen laut, unter ihnen die der SPD, die die Übergabe des Kindergartens an einen anderen Betreiber forderten. Es hätte 2 Vorteile: Das BRK könnte seine vertretungsweise eingesetzten Mitarbeiter in anderen Gautinger Kindergärten einsetzen, so dass dort mehr Kinder untergebracht werden können. Und gleichzeitig könnte die Unterbrunner Kita von jemand anderem weiterbetrieben werden. Es wäre ein Wechsel zum Vorteil der Gautinger Eltern. Hier

  • Das BRK wird eine Umfrage bei den Eltern der Unterbrunner Kita durchführen. Eine rege Beteiligung der Eltern ist wünschenswert, um ein möglichst aussagekräftiges Meinungsbild zu bekommen.

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Große Umfrage unter den Eltern zur Betreuung ihrer Kinder - 27.4.2022

Angestoßen von FDP, GRÜNE, MfG-Piraten, MiFü und SPD hatte der Gemeinderat im September 2021 eine Standortuntersuchung zum Bau zusätzlicher Kindertagesstätten in Auftrag gegeben. In diesem Rahmen wird es zu einer großen Befragung der Eltern kommen. Was brauchen sie für ihre Kinder? Wie sind ihre Kinder heute untergebracht und was erhoffen sie sich von der Gemeinde?

Gemeinderat und Verwaltung erwartet sich von dieser Befragung wichtige Informationen im Hinblick auf den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung.

Das Fachbüro SAGS/Augsburg wurde beauftragt, einen Fragebogen auszuarbeiten, da das Büro bereits eine Reihe vergleichbarer Studien durchgeführt hat.

Der Entwurf zu diesem Fragebogen wurde gestern im Finanzausschuss vorgestellt. Es wird die familiäre Situation abfragt, da diese den Bedarf der Kinderbetreuung stark beeinflusst. Es geht um das bevorzugte pädagogische Konzept samt dem bevorzugten Standort der Kita. Wie sieht der Transport zur Kita aus und welche Öffnungszeiten werden gewünscht. Es ist ein gründlicher Fragebogen, der viele Informationen bringen und eine wertvolle Hilfe für die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung in Gauting sein wird.

  • Der Fragebogen wird über die Kinder in den Kindergärten und Schulen an die Eltern verteilt. Es werden keine Namen und Adressen der Eltern abgefragt. Alle Informationen werden nur anonym erfasst. Eine hohe Beteiligung der Eltern ist dabei außerordentlich wichtig, denn nur wenn die Gemeinde weiß, was die Eltern brauchen, nur dann kann sie den Eltern auch helfen.

Die Diskussion im Finanzausschuss führte zu mancher Ergänzung und Präzisierung der Fragestellungen, so u.a.:

Eberhard Brucker/SPD: Aus seiner Sicht seien die Fragen im Fragebogen sehr gründlich und würden viele nützliche Informationen bringen. Bei der Frage nach der familiären Situation sei er allerdings der Meinung, dass diese zu indiskret sei. Gefragt werde nach den Eltern: ledig / geschieden / getrennt lebend bzw. verheiratet / in nichtehelicher Partnerschaft lebend.

Die Gemeinde wolle wissen, wo sie neue Kita bauen solle. Daraus ergebe sich kein Zusammenhang zum Verhältnis der Eltern. Wichtig sei nur die Frage, ob es einen oder zwei Erziehungsberechtigte in der Familie gebe, denn daraus ergäben sich wichtige Folgerungen. Alleinerziehende müssten noch einmal besonders unterstützt werden. Der juristische Status, ob z.B. ledig oder geschieden, sei dabei unerheblich, unwesentlich und letztlich belanglos. Er schlug vor, die Frage auf die Anzahl der Erzieher in der Familie zu verdichten.

Maximilian Platzer/CSU: widersprach Brucker sofort. Die Antworten auf diese Fragen seien für die Gemeinde durchaus interessant, schließlich seien sie auch anonym. Und es gebe auch Großmütter, die beteiligt seien.

Rindsfüßer/SAGS nahm es auf und überlegte eine allgemeinere Formulierung.

CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger ging es auch um eine allgemeinere Fragestellung.

Es geht um den Ausbau der Kitas. Platzer interessiert sich dabei für die Anzahl der Ledigen, Geschiedenen, getrennt bzw. in Partnerschaft Lebenden unter den Eltern. Nur, was hilft das bei der Suche nach Standorten für neue Kitas? Welche Schlüsse will er denn aus der Anzahl der Ledigen im Vergleich zu der der Geschiedenen oder getrennt Lebenden ziehen? Auch wenn die Umfrage anonym sein wird, so sollte sie sich doch auf die Informationen beschränken, die für die Gemeinde wirklich von Nutzen sind.

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Dem Roten Kreuz laufen in Gauting die Erzieherinnen davon! - 23.3.2022

Das Rote Kreuz ist mit seiner Kinderbetreuung in Gauting in einer schweren Krise. Die Erzieherinnen laufen ihm davon. Dem Kindergarten "Regenbogen" in Unterbrunn drohte die Schließung, da die gesamte Belegschaft geschlossen zum 1. April gekündigt hat. Man habe jetzt aber neues Personal gefunden.

Die Vertreterin der Elterninitiative des "Regenbogens" verwies in der Bürgerfragestunde eindringlich auf die entstehende Notlage und fragte nach der Unterstützung durch die Gemeinde. CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger entgegnete, solange die vertraglichen Verpflichtungen eingehalten würden, solange könne die Gemeinde nichts tun.

Der Gemeinderat verlangte einhellig den Erhalt des Kindergartens. MfG-Piraten, MiFü und SPD forderten das Rote Kreuz auf, den Kindergarten abzugeben. Ein anderer Träger kann ihn dann betreiben. Eine private Initiative mit Personal hat sich schon beworben.

  • Im Gemeinderat kam es gestern zu einer Aussprache zur Lage der Kindergärten des Roten Kreuzes in Gauting.

Jan Lang/Kreisgeschäftsführer Rotes Kreuz Starnberg hielt eine lange Eröffnungsrede. Er verwies auf große Schwierigkeiten bei der Personalsuche. Es gebe zu wenige Erzieherinnen und die Großraumzulage, die andere Kommunen bezahlten, nicht aber Gauting, erschwere die Suche. Man sei mit der Regierung im Gespräch, um Quereinsteigern und ausländischen Arbeitskräften den Einstieg zu erleichtern. Und man wolle eine Ausbildungsakadmie gründen. Als großer Träger habe man den Vorteil, im Notfall Personal aus anderen Kindergärten einsetzen zu können.

Axel Höpner/MfG-Piraten berichtete von der wichtigen integrativen Bedeutung des Kindergartens für Unterbrunn. Das Rote Kreuz (BRK) solle ihn an einen anderen Träger abgeben. Das BRK könne dann sein neues Personal in anderen Kitas einsetzen und dort mehr Kinder aufnehmen.

Lang: Er verstehe die Sorgen. Auch dem BRK liege sehr an einer Weiterführung, denn es betreibe die Kita schon seit 50 Jahren. Er sei skeptisch, was eine schnelle Lösung angehe. Man habe bislang die gesetzlichen Vorschriften einhalten können, indem man Personal von außerhalb eingesetzt habe. Die Abgabe der Kita in Unterbrunn sei überlegenswert, das gehe aber nicht schnell. Man wolle nicht davonlaufen. Die Lösungsmöglichkeiten der Gemeinde und auch der überörtlichen Träger seien begrenzt. Eine Lösung sehe er in der Zulage und er setze auf seine Gespräche mit der Landesregierung.

Stephanie Pahl/MiFü (Erzieherin von Beruf): Die Antworten seien ihr zu allgemein. Es gehe konkret um die Kita "Regenbogen". Die Lösung ist da, denn ein anderer Träger biete sich an. Die Eltern seien über viele Wochen bis gestern im Ungewissen gehalten worden. Erst dann sei ihnen mitgeteilt worden, dass die Kita nicht am 31. März geschlossen werde, denn es würden nun 1 Vollzeit-, 1 Teilzeitkraft und eine Auszubildende aushilfsweise eingesetzt. Sie fragte nach der Qualifikation und der Dauer dieser Aushilfe.

Dr. Kössinger: Die Gemeinde dürfe den Kindergarten nicht einfach an einen Träger vergeben. Er müsse zuerst ausgeschrieben werden, um auch anderen Trägern die Möglichkeit zu geben, sich zu bewerben.

Frau Hildebrand/BRK: Ihre Ausbildung entspreche den gesetzlichen Anforderungen. Die Aushilfen würden solange eingesetzt, bis eine neue Stammbelegschaft gefunden sei.

Eberhard Brucker/SPD: Den Schwierigkeiten aufgrund zu wenig Erzieherinnen und der Zulage seien alle Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen ausgesetzt. Die Frage sei, wie sie damit fertig würden. Aus den Erhebungen der Gemeinde ergebe sich, dass die Betreuungsplätze der anderen Träger in Gauting in den Jahre von 2017-2021 trotz dieser Schwierigkeiten immer zu über 90% belegt gewesen seien. Dagegen sei die Auslastung des BRK kontinuierlich von 100% auf 63 % abgesunken. Hier

Ungeachtet dieser Schwierigkeiten werde Anfang nächsten Jahres an der Germinger Straße eine Kita eröffnet. Ein anderer Träger will in Gauting ein Haus kaufen, um in ihm eine Kita zu betreiben. Und es gebe eine Initiative, die auf der Suche nach Räumlichkeiten sei. Man könne also Personal finden. Die großen Personalprobleme des BRK seien demnach auf ein schwerwiegendes internes Führungsproblem zurückzuführen.

Vor einem Jahr habe man im Gemeinderat schon einmal eine solche Diskussion geführt. Er hätte in dieser Diskussion auf das interne Problem beim BRK hingewiesen und Langs Vertreter den Vorschlag gemacht, eine Mitarbeiterbefragung durchzuführen, um die Ursache der Kündigungen vieler Erzieherinnen beim BRK herauszufinden. Nachdem von ihr nichts zu hören sei, sei davon auszugehen, dass sie nicht durchgeführt worden sei. Es sei damals sogar ein Arbeitskreis gegründet worden. Aber auch der habe nicht zu einer Verbesserung geführt. Umgekehrt, die Lage beim BRK sei weiter eskaliert und habe jetzt mit der Kündigung gleich der ganzen Belegschaft in Unterbrunn zu einem neuen Krisenhöhepunkt geführt. Es drohte sogar die Schließung einer Kita.

Es gehe jetzt nicht um eine Ausbildungsakademie. Das sei eine wichtige Initiative, aber sie bringe erst in 5 und mehr Jahren eine Erleichterung. Jetzt gehe es um eine stabile Lösung für Unterbrunn. Eine Initiative sei bereit den Kindergarten zu übernehmen. Das BRK solle den Weg freimachen, damit die Gemeinde eine Ausschreibung in die Wege leiten könne, so dass ein anderer Träger ihn sicher weiterführen könne.

Von den bei der Sitzung anwesenden Eltern aus Unterbrunn kam großer Applaus. Sie wurden prompt von Dr. Kössinger ermahnt, sich aufs Zuhören zu beschränken.

Dr. Kössinger meinte, auch andere Gemeinden im Landkreis hätten Probleme. In Inning hätten wegen Personalmangels in einer Kita 2 Gruppen geschlossen werden müssen.

Lang: Er frage sich, woher die Betreuer kommen sollen, wenn ab 2026 die Ganztagsbetreuung für Schulkinder eingeführt werde. Das BRK setze auf eine eigene Ausbildungsakademie und wolle auch 30 Dienstwohnungen bauen. Am Geld liege sehr viel.

Maximilian Platzer/CSU: Die CSU erwarte eine dauerhafte und tragfähige Lösung für Unterbrunn, denn sonst müsse die Gemeinde die Lösung suchen.

Lang: Er könne keine Zusagen machen. Es gehe um die Großraumzulage. Man habe sich mit VERDI geeinigt, sie in 2 Schritten in den Tarifvertrag aufzunehmen. Ein gegenseitiges Abwerben des Personals sei beschissen.

Stefan Berchtold/MfG-Piraten zeigte sich erstaunt, dass Lang nun die Gemeinde wegen der nicht bezahlten Zulage für sein Problem in Unterbrunn verantwortlich mache. Er wollte von Lang wissen, ob dass BRK dabei sei, noch weitere Kindergärten zu übernehmen.

Lang: Er wolle die Gemeinde nicht verantwortlich machen. Das BRK plane keine weiteren Kitas.

Dr. Jürgen Sklarek/MiFü hielt die Initiative, die den "Regenbogen" übernehmen wolle, für eine tolle Idee.

Markus Deschler/FDP wollte wissen, ob das BRK noch weitere Probleme in anderen Kitas habe.

Lang: Man habe keine weiteren Probleme. Was die Auslastung der Kitas angehe, so werde immer mal wieder verschieden gerechnet: mal nach Kopfzahl, dann wieder nach gewichteter Kinderzahl. Es müsse berücksichtigt werden, dass Integrationskinder einen höheren Betreuungsaufwand erforderten.

Dr. Kössinger wiederholte, dass auch in Inning in einer Kita 2 Gruppen wegen Personalmangels hätten geschlossen werden müssen.

Brucker ging auf Langs Einwand gegen die genannte niedrige Belegung der BRK-Einrichtungen ein. Wenn er von einer 63 %igen Belegung spreche, so gebe sie wieder, wie viele der Betreuungsplätze laut Betriebserlaubnis belegt seien. Das schließe auch Integrationskinder ein, die mehrere Plätze beanspruchten. Die Zahl ergebe sich aus den Erhebungen der Rathausverwaltung. Ein Drittel der Einrichtungen des BRK stünde wegen fehlendem Personal leer. Die öffentliche Hand habe Millionen zum Bau dieser Einrichtungen beigetragen, so dass man erwarten könne, dass diese so geführt werden, dass sie auch genutzt werden können.

Brucker sprach Lang direkt an und appellierte an seine Verantwortung. Das BRK solle den Weg frei machen für neue Lösungen. Er solle die Kita in Unterbrunn abgeben. Das hätte 2 Vorteile: Zum einen hätten die Kinder zur Beruhigung ihrer Eltern wieder eine stabile Betreuung. Und zum anderen könnte das BRK das Aushilfspersonal in anderen Kitas einsetzen, so dass dort mehr Kinder untergebracht werden können.

Claudia Nothaft/Grüne erinnerte daran, dass ein häufiger Personalwechsel für die Kinder und ihre Entwicklung nicht gut sei. Es gehe die stabile Beziehung zu einer Bezugsperson verloren, die aber für ihre gute Entwicklung sehr wichtig sei.

Lang: Er könne keine Garantie abgeben, dass keine Personalwechsel mehr stattfinden werden. Man werde mit der Gemeinde darüber nachdenken. Man werde aber heute Abend keine Entscheidung fällen.

Das BRK ist mit seiner Kinderbetreuung in einer sich seit 5 Jahren immer weiter verschärfenden schweren Krise angekommen. Die Eltern mit ihren Kindern sind das Opfer einer verfehlten Personalführung, denn von vielen Kündigungen ist zu hören. Lang versuchte davon abzulenken, indem er auf die nicht bezahlte Zulage, zu wenig Erzieherinnen und sogar die künftige Ganztagsbetreuung hinwies. Sein Akademieprojekt ist zwar für die Zukunft sehr wichtig, hilft aber heute nicht. Und es hilft auch nicht, Lang endlich zu einer Änderung bei der Personalführung zu veranlassen. Lang ist in das Problem so verstrickt, dass er es allein nicht mehr lösen kann. Eine Mitarbeiterbefragung unter Anleitung eines externen Personalberaters könnte die Fronten beim BRK auflockern. Führung und Erzieherinnen könnten mit Hilfe des Beraters gemeinsam ein Arbeitsprogramm erarbeiten, um die Ursachen der häufigen Kündigungen abzustellen. Ein Vorgehen, das in der freien Wirtschaft erfolgreich angewendet wird.

Die Gemeinde hat dem BRK viel Zeit gegeben, um sein Problem zu lösen. Im letzten Jahr kam es dann zu einer ersten kritischen Diskussion mit Langs Vertreter, gestern nun zur 2. Debatte mit Lang selbst. Das BRK sollte umgehend die Kita in Unterbrunn abgeben. Die Gemeinde ist gefordert, politisch auf das BRK einzuwirken, damit der Wechsel stattfinden kann. Mit der Umsetzung der Aushilfe an andere unterausgelastete Einrichtungen des BRK könnten dort mehr Kinder untergebracht werden, was dringend nötig ist. Zur Erinnerung: Jedes 4. Kind in Gauting sucht vergeblich einen Betreuungsplatz.

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Planung für neue Kita nach 2022 vorgezogen - 23.2.2022

Der FDP-Antrag, die Planung einer neuen Kita in diesem Jahr durchzuführen, wurde gestern im Gemeinderat beschlossen. Vorher war der SPD-Antrag abgelehnt worden, in diesem Jahr eine neue Kita zu planen und auch schon mit dem Bau zu beginnen. Der SPD-Antrag löste eine Diskussion aus, die zu dem FDP-Antrag führte. Die Kinderbetreuung in Gauting ist seit vielen Jahren völlig unzureichend. Jedes 4. Kind kann nicht untergebracht werden. Hier Für die Kinder und Eltern ist das ein guter Beschluss.

Der Entwurf der Verwaltung zum Haushalt 2022 sah vor, 2023 mit der Planung einer neuen 4-gruppigen Kindertagesstätte zu beginnen und den Bau 2025 fertigzustellen. Einzug dann 2026.

  • Angesichts der großen Not stellte die SPD deswegen in den Beratungen den Antrag, mit dieser Planung und dem Bau bereits 2022 zu beginnen. Er könnte 2023 fertig werden, so dass 2024 80 Kinder einziehen könnten.

  • Die Verwaltung machte den Gegenvorschlag, 2022 zu beginnen, mit Enzug unverändert in 2026. Es sei nicht möglich, in 2 Jahren eine Kita zu planen und zu bauen.

Eberhard Brucker/SPD ging auf diesen Vorschlag ein: Es sei zu begrüßen, dass die Standortfrage erst nach Vorlage der Standortanalyse entschieden werden solle. Es sei auch zu begrüßen, das Projekt um 1 Jahr vorzuziehen. Nicht nachvollziehbar sei aber, warum aus 2-3 Jahren Planungs- und Bauzeit nun 4-5 Jahre werden sollen. Unverständlich sei auch, warum sich dabei die Planungskosten mehr als verdoppeln sollen. Sprach die Verwaltung im Januar noch von 350.000 €, so sollen es 4 Wochen später plötzlich 760.000 € sein.

Der Bau einer 4-gruppigen Kita sei mit dem Bau eines Mehrfamilienhauses mit 4 Parteien vergleichbar. Ein solches werde in 1-2 Jahren gebaut. Auch der neue Waldorf-Kindergarten wurde in anderthalb Jahren gebaut. Darüber hinaus gebe es Möglichkeiten, den Bau zu beschleunigen:

  • Es seien in letzter Zeit viele Kitas gebaut worden. Darunter sei bestimmt eine, die von Größe und Gestaltung für Gauting in Frage käme. Man könnte versuchen die Pläne zu kaufen. Entwurf, Prüfung der umfangreichen Vorschriften und auch die Berechnungen zur Statik könne man sich alles sparen. Man könnte nach Vorlegen der Baupläne und der Genehmigung des Bauantrages sofort mit dem Bauen beginnen.

  • Man könnte es wie private Träger machen. Einer wollte in Gauting ein Haus kaufen und es zu einer Kita umbauen. Ein Umbau gehe viel schneller als ein kompletter Neubau. Was ein Träger könne, könne die Gemeinde auch. Sowie die Standortanalyse zum Ausbau der Kitas vorliege, wisse man, wo in Gauting ein Neubau erstellt werden sollte. Man könnte dann gezielt ein Haus suchen.

In diesem Sinne passte die SPD ihren Antrag an und stellte ihn zur Diskussion:

CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger: München habe versucht mit einer Standardplanung zu einer Kindertagesstätte zu arbeiten, habe aber festgestellt, dass ein Bau zu sehr vom Schnitt des Grundstückes abhängig sei. Man könne aber auch mit Fertigbauteilen arbeiten.

Dr. Reißfelder-Zessin/GRÜNE: Man solle nichts übers Knie brechen. Die Bedarfs- und Standortanalyse sei positiv. Man habe dieser Tage ein Informationsblatt zu lesen bekommen. Hier Die SPD habe aber nicht das Privileg, sich allein um die Kitas zu kümmern. Die Verwaltung dachte mit ihrem Vorschlag weiter. Der SPD-Antrag komme zu spät. Er hätte früher eingebracht werden sollen. Sollte man in diesem Jahr noch zum Bauen kommen, dann sollte man im Haushaltsausschuss einen Nachtragshaushalt beschließen. Die GRÜNEN werden den SPD-Antrag ablehnen.

Dr. Kössinger: Sie lehne einen Nachtragshaushalt ab. Es sei nur die Planung zu schaffen. Man könne erst 2023 weitermachen. Brucker habe 2020 den Bau einer Kita an der Wiesmahdstraße abgelehnt.

Stephanie Pahl/MiFü: Man setze auf die Standortanalyse. Diese sollte erst abgewartet werden.

Axel Höpner/MfG-Piraten: Er habe Bauchgrummeln. Er habe den Eindruck, dass da auf die Schnelle noch ein Antrag eingereicht wurde. Man müsse im Konsens weitermachen.

Eva-Maria Klinger/CSU: Fake news, man könne sich nur wundern. Der Personalmangel führe zu unbesetzten Betreuungsplätzen. Wenn es um Wohnungen gehe, dann kämen von der SPD Querschüsse. Die SPD habe auch 2020 den Bau einer Kita abgelehnt. Wäre das Projekt nicht gestoppt worden, dann wären wir heute schon am Bauen. Dort habe die Gemeinde ein Grundstück. Eine Abwägung mit dem Verkehr habe stattgefunden. Der Vorschlag der Verwaltung sei gut. Nur eine Planung sei möglich. Fake news!

Britta Hundesrügge/FDP: Die Planungskosten seien nötig. Alles weitere sei für die Finanzplanung zu früh. Erst müsse der Standort entschieden sein. Sie beantrage, die von der Verwaltung vorgeschlagenen Planungskosten von 260.000 € in den Haushalt 2022 einzustellen.

Brucker: Er erinnerte daran, dass im Juli 2020 die Mehrheit im Gemeinderat den Bau einer 6-gruppigen Kita ganz am Rande Gautings in der Wiesmahdstraße gestoppt habe, um den Ausbau der Kinderbetreuung mit einer Verringerung des morgendlichen Autoverkehrs zu verbinden. Deswegen wurde eine Bedarfs- und Standortanalyse beschlossen, um mit einer wohnungsnahen Unterbringung zu einer Verkehrsberuhigung beizutragen. Nach mühseligen Diskussionen kam es dann im April 2021 zu einem erneuten Beschluss zur Durchführung einer Standortanalyse.

Der Vertreter des Planungsverbandes stellte dann im September seine ersten Überlegungen vor, was fußläufige Erreichbarkeit der Kitas angehe. Anhand eines Ortsplanes zeigte er die heutigen Standorte und mögliche Lücken in der Versorgung. Dabei kam es zu einer sehr aufschlussreichen Diskussion. Herr Eck machte darauf aufmerksam, dass die Größe jeder Kita zu berücksichtigen sei und Frau Hundesrügge, dass die Öffnungszeiten ganz wesentlich wären, was die Akzeptanz angehe.

Diese Diskussion sei eine gute Grundlage für die Standortanalyse, die in wenigen Monaten vorliege. Man könne dann sofort und zielgerichtet entscheiden, wo aus- bzw. neugebaut werden sollte.

Wenn nun kritisiert werde, dass der SPD-Antrag erst heute behandelt werde, so läge das nicht an der SPD. Schon im Januar hätte die SPD im Haushaltsausschuss ihren Antrag gestellt, als im Rahmen der Haushaltsdebatte die Kindergärten dran waren. Dr. Kössinger lehnte es ab, ihn zu behandeln. Er stünde nicht im Entwurf des Haushaltsplanes. Auf seine Frage, wie es weitergehe, bekam er zur Antwort: "Sie können jetzt nach Hause gehen und einen Antrag stellen." Er sei nach Hause gegangen, sie hätten den Antrag gestellt und jetzt sei er eben hier angekommen. Wenn es nach der SPD gegangen wäre, dann hätte man über den Antrag schon vor 4 Wochen beraten.

  • Der SPD-Antrag für Planung und Baubeginn in 2022 wurde von den anderen Gruppierungen abgelehnt.

  • Der FDP-Antrag für Planung in 2022 wurde einstimmig angenommen.

Anwesend:
CSU: Ebner, Egginger, Elsnitz, Jaquet, Klinger, Kössinger, Dr. Kössinger, Platzer, Vilgertshofer
FDP: Hundesrügge, Wechtl
GRÜNE: Derksen, Franke, Dr. Ilg, Knape, Moser, Nothaft, Dr. Reißfelder-Zessin, Rindermann
MfG-Piraten: Berchtold, Höpner, McFadden
MiFü: Pahl, Ruhbaum, Dr. Sklarek
SPD: Brucker, Dr. Wenzel
UBG: Dr. Albath, Eck

Der Beschluss, die Planung anzugehen, ist gut für Kinder und Eltern. Statt 50.000 € sind nun 260.000 € vorgesehen. Nach Vorlage der Standortanalyse kann umgehend der Standort eines neuen Kindergartens geklärt werden. Die Initiative der SPD hat sich im Gemeinderat weiterentwickelt. Für die Planung steht nun bedeutend mehr Geld zur Verfügung.

Die CSU trennt nicht zwischen Personalmangel und dem Mangel an gebauten Betreuungsplätzen. Wir haben in Gauting beides und jedes erfordert seine eigene Lösung.

Die CSU ist leider immer noch der Ansicht, dass große Projekte isoliert, unabhängig von ihren Auswirkungen auf die Umgebung geplant werden können. Das starre Festhalten an der Wiesmahdstraße als Standort zeigt dies. Wer eine Kita für bis zu 150 Kinder und 20 Erzieherinnen ganz am Rande Gautings bauen will, der führt den morgendlichen Verkehr quer durch die Kolonie in eine Sackgasse. Und wer da hineinfährt, der muss anschließend auch wieder hinausfahren. Für die Anwohner wäre das die doppelte Belastung. Auch wenn man den Stopp dieser Planung immer noch bedauert, dieses Planung wäre nicht sinnvoll, denn sie würde schwerwiegende neue Probleme verursachen.

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Haushalt 2022 - Ausbau der Kitas beschleunigen! - 28.1.2022

Jedes 4. Kind findet keinen Platz in Krippe, Kita oder Hort. Aber die Gemeinde ist verpflichtet, jedem Kind einen Platz anzubieten. Die Eltern haben einen Rechtsanspruch darauf.

Der Entwurf zum Haushalt 2022 sieht vor, dass erst 2026 der Ausbau soweit fortgeschritten ist, dass jedem Kind ein Platz angeboten werden kann.

Eberhard Brucker/SPD stellte deswegen den Antrag:

  • In die Haushaltsplanung 2022 und 2023 wird die Planung und der Bau einer Kindertagesstätte aufgenommen. Das Baukonzept „Wiesmahdstraße“ zu einer Kita mit 4 Gruppen wird zu diesem Zweck vorgezogen. Die Standortfrage bleibt zunächst offen.

  • Nach Vorlage der Standortanalyse zum weiteren Ausbau der Kinderbetreuung wird unverzüglich vom Gemeinderat der Standort festgelegt und von der Verwaltung mit der Planung begonnen.

  • Für die Planung werden 50.000 € und für den Bau 200.000 € in den Haushalt 2022 und für den Bau weitere 3,9 Mio. € in den Haushalt 2023 eingestellt.

Begründung:

Die Kinderbetreuung in Gauting ist seit vielen Jahren völlig unzureichend. In den letzten Jahren konnten zwischen 260 und 320 Kinder nicht untergebracht werden. Hier

Im Entwurf zum Haushalt ist zum Ausbau der Kindertagesstätten vorgesehen:

  • Ersatzbau der Waldorf-Kita. Fertigstellung mit 1 zusätzlichen Gruppe 2022
  • Neubau einer Kita an der Wiesmahdstraße. Fertigstellung mit 4 Gruppen 2026
  • Neubau einer Kita an der Grubmühlerfeldstraße. Fertigstellung mit 3 Gruppen 2026
  • Ersatzbau einer Kita auf der Postwiese. Fertigstellung 2026

  • Darüber hinaus ist ein privater Kindergarten an der Germeringer Straße in Planung. Fertigstellung mit 2 Gruppen 2023.

Aus diesen Plänen folgt:

  • 2022 zusätzlich 1 Krippengruppe mit 10 Plätzen
  • 2023 zusätzlich 1 Krippen- und 1 Kindergartengruppe mit 30 Plätzen
  • 2024 nichts
  • 2025 nichts
  • 2026 zusätzlich 7 Gruppen mit 140 Plätzen

D.h. nach diesen Plänen soll die Unterversorgung bei der Kinderbetreuung noch weitere vier Jahre anhalten, bis eine Erleichterung eintreten wird.

Dieses schwerwiegende Problem sollte unverzüglich angegangen werden, damit die Gemeinde endlich gegenüber den berufstätigen Eltern deren einklagbaren Rechtsanspruch erfüllen kann. Eine Kreditfinanzierung ist aufgrund der sehr niedrigen Zinsen gegenwärtig noch äußerst günstig.

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Die Spendenaktion für den Kinderbus war erfolgreich - 27.1.2022

Die Spendenaktion für Gautinger Kinder mit Migrationshintergrund war erfolgreich. Ein Bus wird sie weiterhin in die Schule zu ihrem Deutschunterricht bringen.

Die Kinder müssen mit dem Bus von den Kindergärten in die Grundschule zu ihrem Deutschunterricht gebracht werden. 2019 hatte eine Mehrheit um CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger und den CSU-Mitgliedern im Gemeinderat beschlossen, dass die Kosten für den Bus nicht mehr von der Gemeinde übernommen werden. Erst ein Spendenaufruf von Dr. Bernd Lüders machte es dann wieder möglich. (Cless-Wesle, Christine: Für einen Bus reicht das Geld, StaM 15.11.2019)

Der Transport der Kinder kostet 9.000 € im Jahr. Ohne diesen Betrag wären die Kinder von ihrem Deutschunterricht ausgeschlossen. Mit einem Spendenaufruf will Nadine Scheunemann, Leiterin der Krippe Villa Famtasie, die Finanzierung auch für dieses Jahr wieder möglich machen.

Für die Migrantenkinder ist das Erlernen unserer Sprache die Voraussetzung, dass sie in unsere Gesellschaft hineinwachsen und sich integrieren können. Ohne diese Sprachkenntnisse würden sie später in einer Parallelgesellschaft mit ihren bekanntermaßen vielfältigen und schwerwiegenden Problemen ankommen. Das würde nicht nur ihnen, sondern unserer ganzen Gesellschaft nicht gut tun. Den Transport nicht mehr sicherzustellen, war von der CSU sehr kurzsichtig gedacht.

Eberhard Brucker/SPD stellte bei den Haushaltsberatungen im Finanzausschuss den Antrag: Sollte die Spendenaktion nicht die 9.000 € erbringen, dann sollte die Gemeinde den noch fehlenden Betrag übernehmen.

Die Kämmerei teilte hierzu mit, dass über die Spendenaktion das Geld zusammengekommen sei. Der SPD-Antrag hat sich damit erübrigt.

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Eine neue Krippe in Gauting? - 15.12.2021

Im Gemeinderat stellte sich die Alimonia Kids GmbH, ein Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen aus Gilching vor. Diese Firma, geführt von einer Erzieherin, hat in Gilching schon 2 Einrichtungen in Betrieb. Sie plant in der Germeringer Str. 3 eine Kinderkrippe mit 12-24 Betreuungsplätzen zu eröffnen.

Man beantragte, was die finanzielle Unterstützung angeht, mit den anderen Kitas in Gauting gleichgestellt zu werden. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag zu.

Stephanie Pahl/MiFü, selbst Erzieherin von Beruf, war von dem vorgestellten Konzept sehr angetan.

Britta Hundesrügge/FDP schloss sich dem an.

In dem Haus war schon einmal eine Kita untergebracht gewesen. Das Haus soll umgebaut werden, um bis zu 24 Kinder unterbringen zu können. Man geht davon aus, dass 2023 die ersten Kinder werden einziehen können.

Der Träger will das Haus für 25 Jahre mieten. Für den Fall, dass die Firma ihren Betrieb vorher einstellen sollte, muss die Gemeinde rechtlich sicherstellen, dass ihr der Investitionszuschuss nicht verlorengeht.

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Evangelischer Kindergarten bekommt neuen Träger - 14.12.2021

Der evangelische Kindergarten bekommt einen neuen Träger, verbunden mit dem Ziel, einen Neubau mit Wohnungen für Erzieherinnen zu errichten.

Gauting Kinderbetreuung 2021-12-14 Neuer Träger für Ev Kita StaM
Starnberger Merkur 14.12.2021

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Neue Standorte für Krippen und Kindergärten - 29.9.2021

In Gauting herrscht seit Jahren ein großer Mangel an Plätzen in Krippen, Kitas und Horte. Jedes 4. Kind kann nicht untergebracht werden. Hier Der Gemeinderat beschloss gestern, die Untersuchung neuer Standorte für die Kinderbetreuung an den "Planungsverband" zu vergeben. Es geht um den Bau neuer Einrichtungen, die die Eltern mit ihren Kindern zu Fuß in 10 Minuten erreichen können.

Der "Planungsverband" schlug vor, die Erreichbarkeit in 10 Minuten zum Ausgangspunkt der Untersuchung zu machen. Der Ortsplan mit den eingezeichneten Standorten der heutigen Einrichtungen in den Wohnvierteln war schon sehr aufschlussreich. Er zeigt, dass Oberbrunn und Hausen, die Ostseite Stockdorfs, Königswiesen und die nördliche Hubertusstraße keine Kitas haben, so dass die Wege zur nächsten Kinderbetreuungseinrichtung sehr weit sind.

  • Vor einem Jahr hatten FDP, GRÜNE, MfG-Piraten, MiFü und SPD eine kurzfristig durchzuführende Standortuntersuchung zum Ausbau der völlig unzureichenden Kinderbetreuung beschlossen. Hier

  • Vor einem halben Jahr haben FDP, GRÜNE, MiFü und SPD dies erneuert und sich gegen CSU, MfG-Piraten und UBG durchgesetzt. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine Standortanalyse für den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung durchzuführen. Hier

  • CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger hat ihren Auftrag an den "Planungsverband" weitergereicht. Gestern lag nun ein Vorschlag zu einer Auftragsvergabe vor.

Die Diskussion über diese Untersuchung zu einer besseren Versorgung in den Wohnvierteln erbrachte wertvolle Ergänzungen:

Richard Eck/UBG verwies darauf, dass die eingezeichneten Standorte nicht gleich seien, z.B. habe der eine 2 Gruppen, ein anderer aber 4. Und es gehe auch darum, wie man sie verkehrsmäßig erreichen könne.

Britta Hunderügge/FDP fragte nach den Öffnungszeiten, denn davon hänge es häufig ab, wo man sein Kind unterbringen könne und müsse.

Michael Vilgertshofer/CSU gab zu bedenken, dass die Gemeinde nur wenige Grundstücke habe, auf denen gebaut werden könne, so dass eine umfangreiche Untersuchung nicht weiterhelfe.

Eberhard Brucker/SPD: Die Kinderbetreuung sei nicht beherrscht. Jedes 4. Kind könne nicht untergebracht werden. Wir könnten nicht einfach so weitermachen wie in der Vergangenheit, was diesen Notstand herbeigeführt habe. Es gehe nicht nur um neue Einrichtungen, die die Gemeinde baue. Es gehe auch um private Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen, die eine neue einrichten wollten. Die Gemeinde solle nicht warten, bis diese auf sie zukämen, sondern selber aktiv auf sie zugehen, um gemeinsam einen passenden Standort zu suchen.

Eva Maria Klinger/CSU: Sie sei für eine solche Untersuchung, denn dann könne das Thema besser in der Öffentlichkeit vermittelt werden. Die Gemeinde sei schon immer aktiv bei der Kinderbetreuung gewesen.

Maximilian Platzer/CSU fragte, ob die laufende Nachverdichtung, die in der Regel zu mehr Bewohnern und damit zu einem zusätzlichen Bedarf führe, für die nächsten 10 Jahre berücksichtigt werden könne.

Herr Schwander/Planungsverband sah das sehr skeptisch. Die Ab- und Zuwanderung unter den Einwohnern sei so hoch, dass es auf der Ebene der Wohnviertel kaum möglich sei, zu abgesicherten Bedarfsprognosen zu kommen.

Stephan Ebner/CSU hielt Brucker entgegen, dass die Gemeinde alles genehmigen werde, egal welcher Träger da komme und wo er auch bauen wolle. Die Eltern würden sowieso nicht die nächstgelegene Kita nehmen, sondern sich an Hand des pädagogischen Konzepts entscheiden. Das Geld für die Standortanalyse wäre umsonst ausgegeben.

Annette Derksen/GRÜNE meinte, dass man immer zuerst nach dem Angebot im eigenen Wohnviertel schaue.

Stephanie Pahl/MiFü (Erzieherin): Nachdem es viel zu wenig Plätze gebe, hätten die Eltern gar keine Wahl. Sie müssten heute nehmen, was sie bekommen könnten.

Brucker: Der vorgelegte Entwurf für die Analyse sei ein guter Ansatz und müsse jetzt mit den Hinweisen von Eck und Hundesrügge weiter unterfüttert werden. Es sei auch zu klären, ob es in den angesprochenen Wohnvierteln Oberbrunn/Hausen usw. einen genügend großen Bedarf für eine Kita gebe. Es gehe um die Ausrichtung für die nächsten Jahre, um eine Leitlinie, entlang derer der Ausbau der Kinderbetreuung zu erfolgen habe. Da die privaten Träger für Bau und Einrichtung ihrer Kinderbetreuung Fördergelder in Millionenhöhe von Staat und Gemeinde haben wollten, könne die Gemeinde auch Einfluss auf die Standorte nehmen. Man sollte nicht nur warten, bis wieder einer komme, sondern aktiv auf Träger zugehen und mit ihnen Grundstück bzw. Haus suchen. Und dabei immer Grundstücke, die in das Konzept zur Standortanalyse passten.

Es muss das Ziel sein, eine ausreichende und wohnungsnahe Versorgung bei der Kinderbetreuung zu erreichen. Es geht um den Ausbau und eine gute örtliche Verteilung der Krippen, Kitas und Horte in Gauting und den Ortsteilen. Es geht um ein Angebot an die Eltern zu einer wohnungsnahen Unterbringung ihrer Kinder im Umkreis eines 10-minütigen Fußweges. Das morgendliche Bringen der Eltern mit dem Auto wird dann Zug um Zug abnehmen und der Verkehr dementsprechend entlastet.

Abstimmung

dafür 28:
CSU: Egginger, Elsnitz, Jaquet, Klinger, Körner, Dr. Kössinger, Platzer, Vilgertshofer
FDP: Deschler, Hundesrügge, Wechtl
GRÜNE: Derksen, Franke, Dr. Ilg, Knape, Moser, Nothaft, Rindermann
MiFü: Pahl, Ruhbaum, Dr. Sklarek
MfG-Piraten: Berchtold, Höpner, McFadden
SPD: Brucker, Dr. Wenzel
UBG: Eck, Platzer

dagegen:
CSU: Ebner

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Investoren wollen Kitas betreiben - Welche sollen gefördert werden? - 23.6.2021

Investoren wollen mit Kitas Geld verdienen, aber nur wenn sie staatliche Fördergelder für Bau-, Umbau und Erweiterung bekommen. Für eine 3-gruppige Kita (Baukosten: rund 3,5 Mio. Euro) kann es dann auch schon einmal 1 Mio. Euro geben. Sie sind verpflichtet, 25 Jahre lang die Kita zu betreiben, anschließend können sie das Gebäude mit sehr hohem Gewinn verkaufen. Förderung ist also Schenkung.

Mit welchen Investoren soll die Gemeinde reden, welche sollen unterstützt werden? Der Finanzausschuss debattierte über eine Liste von Punkten, als Voraussetzung für eine Förderung.

Unstrittig war im Aussschuss:

  • Sie müssen Integrations-Kinder aufnehmen.

  • Sie müssen sich an dem Programm "Little Bird" beteiligen, mit dem sich die Eltern anmelden können. Damit kann die gleichzeitige Anmeldung der Eltern in mehreren Kitas und damit zusätzliche Verwaltungsarbeit vermieden werden. - 12:1 Stimmen. FDP dagegen.

Ganz knapp mit 7:6 Stimmen wurde aufgenommen:

  • Das Personal muss nach Tarif bezahlt werden. - SPD dafür, CSU dagegen.

Abgelehnt wurden:

  • Erstbelegung durch die Gemeinde, um gezielt Härtefälle unterbringen zu können. - Nur die SPD dafür.

  • Die Gebühren dürfen die anderer Kitas in Gauting nicht überschreiten. - Nur die SPD dafür, denn die knappen Gelder der Gemeinde sollten nicht für Luxus-Kitas ausgegeben werden.

  • An mindestens 4 Tagen in der Woche wird eine maximale Betreuungszeit von 10 Stunden angeboten. - 5:8 Stimmen, SPD dafür.

  • Träger mit einer Auslastung von weniger als 70 % im Vorjahr und weniger als 85 % im laufenden Jahr sollten abgelehnt werden. - 3:10 Stimmen, SPD dafür. Öffentliche Gelder sollten nicht an Träger gehen, die ihre Einrichtungen nicht auslasten können. Der größte Träger in Gauting wurde mit hohen Summen gefördert, aber ein Drittel seiner Kitas stehen aufgrund seiner eigenen Führungs- und Personalprobleme leer.

  • Der Standort des Investors muss zur Bedarfs- und Standortanalyse der Gemeinde passen. - 4:9 Stimmen. Nur Grüne und SPD dafür. Sehr verwunderlich und inkonsequent, denn die Mehrheit hatte diese Analyse beschlossen, um zu wohnungsnahen Kitas zu kommen, die helfen, den morgendlichen Verkehr zu verringern. Beschluss 28.4.2021 Irgendwo bauen zu lassen, hilft da nicht weiter.

Abgestimmt haben:
CSU: Ebner, Egginger, Dr. Kössinger, Platzer, Vilgertshofer
FDP: Deschler
Grüne: Dr. Ilg, Moser, Rindermann
MiFü: Pahl
MfG-Piraten: McFadden
SPD: Brucker
UBG: Eck

Von der CSU wurde viele Jahre der Ausbau der Kitas vernachlässigt. Jedes Jahr und das seit Jahren wird ein Viertel der Kinder nicht untergebracht, obwohl die Eltern einen gesetzlichen Anspruch darauf haben. Hier Jetzt sieht man in Investoren die Rettung. Sie bekommen Millionen geschenkt, die nach 25 Jahren für die Gemeinde verloren sind. Die Gemeinde muss dann wieder von vorne anfangen. Dieser Weg ist teuer und nicht nachhaltig. Abgesehen von Kirchen und Wohlfahrtsverbänden gehören Kitas in das Eigentum der Gemeinde, nur das ist nachhaltig im Interesse der Bürger und Steuerzahler!

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Kinderbetreuung völlig unzureichend. Jedes 4. Kind kann nicht untergebracht werden - 19.5.2021

Gauting braucht zusätzliche Krippen, Kitas und Horte. Die SPD fordert seit Jahren ihren Ausbau, denn schon seit Jahren kann einem Viertel der Kinder kein Betreuungsplatz angeboten werden. Bis zu 320 Kinder gingen leer aus. Außerdem wird eine Reserve von 10 % bzw. rund 100 Plätzen vom Landratsamt verlangt (Dr. Kössinger, 27.4.21).

  • Dabei können rund 170 Plätze, d.h. jeder sechste Platz wegen Personalprobleme der Kita-Träger nicht genutzt werden. Die 170 nicht genutzten Plätze entsprechen Investitionen von 7-9 Mio. Euro.

Beim größten Träger mit seinen 268 Plätzen sinkt der Nutzungsgrad seiner Einrichtungen seit Jahren. War er 2017 noch zu 100 % ausgelastet, so sind es 2021 nur noch 63 %. D.h. ein Drittel seiner Betreuungseinrichtungen steht leer. Auf ihn entfallen mittlerweile rund 60 % des gesamten Leerstandes aller Kitas in Gauting.

  • Es wäre besser, er würde sich auf die Einrichtungen zurückziehen, die er mit seinem Personal voll auslasten kann und würde die anderen an die Gemeinde zurückgeben, so dass sie anderen Trägern angeboten werden können.

  • Der gesamte Betreuungsbedarf schwankte in den Jahren 2016-2021 zwischen 1.000 bis 1.300 Kindern. Der Bedarf ist 2021 gegenüber 2020 sogar um 200 Kinder zurückgegangen und mit 1.032 Kindern wieder auf dem Stand von 2016 angekommen. (Anlage 1)

Nicht jedes Kind benötigt gleich viel Platz. Kinder unter 3 Jahren in Kindergärten, Migrations- und Integrationskinder benötigen mehr Platz. Unterstellt man den durchschnittlichen Platzbedarf der betreuten Kinder auch für die Kinder auf der Warteliste und die auswärts untergebrachten, dann ergibt sich:

  • Der gesamte Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen liegt bei rund 1.300 Plätzen. Gegenüber den heutigen 1.130 Plätzen fehlen also 170. (Anlage 2)

Der Betreuungsbedarf ist seit Jahren gut planbar. Es ist umso unverständerlicher, warum man seit Jahren nicht vorgesorgt hat und deswegen jedes Jahr vom Rathaus die Eltern von hunderten von Kindern wieder wegschickt werden.

Anlage 1:

Gauting Fehlende Plätze bei der Kinderbetreuung 2016-2021 2 85

Anlage 2:

Gauting Fehlende Plätze bei der Kinderbetreuung 2016-2021 3 90

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Zögerlicher Ausbau der Kitas. 20 Prozent der Plätze werden nicht angeboten - trotz Warteliste - 29.4.2021

Gauting braucht zusätzliche Krippen, Kitas und Horte. Die SPD fordert seit Jahren ihren Ausbau, denn es fehlten schon bis zu 320 Plätze. Außerdem ist eine Reserve von 10 % bzw. rund 100 Plätzen, wie sie das Landratsamt fordert, erforderlich (Dr. Kössinger, 27.4.21). Dabei können fast 200 Plätze, d.h. jeder fünfte wegen Personalprobleme der Kita-Träger nicht genutzt werden.

Gauting Fehlende Plätze bei der Kinderbetreuung 2016-2021 75

Gerade berufstätige Eltern kommen stark unter Druck und müssen sich irgendwo selbst eine Lösung suchen, die häufig für sie sehr teuer ist. Auch von denen, die ihre Kinder außerhalb Gautings untergebracht haben, würden sicher etliche sie auch lieber in der Nähe ihrer Wohnung sehen.

  • CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger verweist hierzu auf den von ihr bislang unternommen Ausbau: 1 Gruppe in der "Villa Fantasia", "Lebenshilfe" auf der Postwiese (124 Plätze), "Henry und Henriette" und in Unterbrunn. Insgesamt seien 245 zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt worden.

Auf der Postwiese konnte auf die Räume zurückgriffen werden, die von der damaligen SPD-Bürgermeisterin Brigitte Servatius schon 2013 für eine Kita vorgesehen wurden (StaM 22.5.2013). Nachdem die Schüler der evakuierten Grundschule ausgezogen waren, konnte 2015 eine Kita samt Hort einziehen.

  • CSU/UBG hatten im Februar 2020 den Bau einer großen Kita an der Wiesmahdstraße mit Planung ab 2023 und Einzug 2026 beschlossen gehabt.

  • FDP, GRÜNE, MiFü und SPD reichten Anfang Juli 2020 einen Antrag ein. Die Verwaltung sollte Vorschläge zu alternativen Standorten und einer besseren Nutzung vorhandener Einrichtungen noch in 2020 vorlegen.

  • Zum Haushalt 2021 beantragte die SPD, mit der Planung für einen Neubau schon in 2021 zu beginnen, damit 2022 gebaut und die Kinder 2023 einziehen können. Der Antrag wurde von CSU, FDP, GRÜNEN, MfG/Piraten, MiFü und UBG im März abgelehnt.

  • Im April beschlossen FDP, GRÜNE, MiFü und SPD: Planungsstudie zu einer neuen Kindertagesstätte, Durchführung einer Bedarfsanalyse je Wohnviertel, damit klar wird, wo man bauen sollte sowie Gespräche mit den Trägern, um die Räume besser zu nutzen.

Die 198 nicht genutzten Plätze entsprechen Investitionen von 8-10 Mio. Euro. Auf den größten Träger entfällt die Hälfte des Leerstandes. Es wäre besser, er zieht sich auf die Einrichtungen zurück, die er wirklich voll nutzen kann und gibt die anderen an die Gemeinde zurück, so dass sie anderen Trägern angeboten werden können.

Angesichts der seit Jahren hohen Anzahl fehlender Plätze in Krippen, Kitas und Horten zeigt sich, dass der Ausbau in den letzten 6 Jahren von der CSU/UBG-Mehrheit im Gemeinderat viel zu zögerlich verfolgt wurde. Auf Basis der Standortanalyse kann der Ausbau beschleunigt angegangen werden, der den Eltern kurze Wege zur nächsten Kinderbetreuungsstätte ermöglichen wird. (Entlastung des Verkehrs)

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Standortanalyse zum raschen Ausbau der Kinderbetreuung beschlossen - 28.4.2021

FDP, GRÜNE, MiFü und SPD setzten sich durch. Der Ausbau der unzureichenden Kinderbetreuung wird nun auf besserer Grundlage erfolgen. Es geht um die Standorte neuer Kitas, Krippen und Horte. Die Verwaltung wurde beauftragt, bis zum 30.6.2021:

  • Eine Bedarfsanalyse je Wohnviertel zu erstellen.
  • Eine Abfrage bei den Kita-Trägern durchzuführen, mit welchen Maßnahmen sie bis wann eine bessere Auslastung erreichen wollen.

Es war eine mühsame Diskussion:

Es sollte laut Antrag auch der anstehende Generationenwechsel untersucht werden. Wie viele Wohneinheiten werden heute von über 70jährigen bewohnt? Man bekommt so einen Anhaltspunkt, wie viele vorwiegend junge Familien mit ihren Kindern in den nächsten 5 bis 10 Jahren nachrücken werden.

  • CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger lehnte die Bedarfsanalyse rundweg ab. Der Datenschutz verbiete das.

  • Eberhard Brucker/SPD verwies darauf, dass es nicht um einzelne Namen, sondern um die anonyme Zahl von Kindern bzw. Wohneinheiten je Wohnviertel gehe. Einzelne Namen seien dabei völlig uninteressant.

Dr. Kössinger: Der Aufwand sei nicht zu leisten, die Verwaltung überfordert.

Maximilian Platzer/CSU: Es ist unverschämt, wenn der Termin nicht einhaltbar ist.

Eberhard Brucker: Die Informationen liegen alle im Einwohnermeldeamt vor. Man könnte zwei Studenten beauftragen, die in 2 bis 3 Wochen die kleine Auswertung zu geringen Kosten machen würden.

  • Dr. Kössinger und Eva-Maria Klinger/CSU: Eine Untersuchung zum Generationenwechsel sei moralisch nicht vertretbar.

  • Stefan Ebner/CSU machte der SPD und Brucker heftige Vorwürfe. Es gehe ihnen nur um eine Verzögerung der Projektes. Das sei moralisch nicht vertretbar. Vor 4 Wochen wollte er noch die Kita-Planung vorziehen und jetzt verzögere er nur, anstatt an der Wiesmahdstraße bauen zu lassen. Der Antrag sei eine Unverschämtheit.

  • Eberhard Brucker entgegnete, dass die SPD schon seit Jahren für den schnellen Ausbau der Kinderbetreuung eintrete. Erst vor 4 Wochen hätten er und seine CSU-Kollegen den SPD-Antrag auf Vorziehen der Kita-Planung von 2023 nach 2021 geschlossen abgelehnt.

Franz Jaquet/CSU und Maximilian Platzer/CSU: Der Bedarf sei sehr dringend. Man müsse jetzt beginnen. Die Eltern würden sich sowieso die Kita unabhängig vom Standort, nur in Abhängigkeit des pädagogischen Konzepts, aussuchen.

Eberhard Brucker: Die CSU habe 6 Jahre die Mehrheit im Gemeinderat gehabt und in dieser Zeit das Problem der fehlenden Kita-Plätze nicht in den Griff bekommen. Vor zehn Jahren war das Fahrrad weitgehen nur ein Sportgerät, heute würde es zunehmend für die Fahrt zur Arbeit verwendet. Wer hätte das damals gedacht. Das gesellschaftliche Bewußtsein sei in unseren Tagen im großen Umbruch. Das Bringen der Kinder mit dem Fahrrad gehöre dazu. Wenn Platzer die zunehmende Kinderzahl am Buchendorfer Berg feststelle, dann dürfe er nicht ganz im Westen auf der anderen Würmseite bauen wollen. Wir bräuchten die Standortanalyse, um an der richtigen Stelle zu bauen. Gauting habe nicht beliebig viel Geld. Man dürfe nicht einfach wild darauf losbauen.

Markus Deschler: Die Standortanalye sei wichtig, denn nur mit kurzen Wegen für die Eltern könne man einen hohen morgendlichen Verkehr vermeiden.

Michael Vilgertshofer: Die Auswertung des Generationenwechsels habe wegen der hohen Ab- und Zuwanderung in Gauting (7-8 % jährlich) keine Aussagekraft. --- Bei der Abwanderung geht es aber weniger um die über 70jährigen als vielmehr um die Berufstätigen.

Entscheidung und Beschluß:

  • Richard Eck/UBG war um einen Kompromiss bemüht und schlug eine Planungsstudie zu einer Kita für 75 Kinder vor. Die Belegung, ob Krippe, Kita oder Hort soll noch offen bleiben.

  • Stephanie Pahl/MiFü hielt die Untersuchung des Generationenwechsels für angreifbar und verlangte die Streichung. Sie bekam, was sie wollte.

  • Susanne Köhler/GRÜNE wollte zusätzliche Unterstellräume für einen Waldkindergarten und den Bau zweier Wohnungen für Erzieherinnen berücksichtigt haben. Auch das wurde aufgenommen.

Die große Ablehnung, den Generationenwechsel zu untersuchen, zeigt, dass sich Verwaltung und die Mehrheit im Gemeinderat nach wie vor auf das Handwerkliche beschränken. Aber statistische Untersuchungen sind heute Standard bei Planungsüberlegungen, ob bei Stadtplanung, Gesundheitswesen, Wahlforschung oder auch beim Marketing der Firmen. Die Vorteile aus solchen Untersuchungen werden nicht gesehen. Gauting hat das Nachsehen.

dafür 16:
FDP: Beyzer, Deschler, Hundesrügge
GRÜNE: Derksen, Franke, Dr. Ilg, Knape, Köhler, Moser, Dr. Reißfelder-Zessin, Rindermann
MiFü: Pahl, , Ruhbaum, Dr. Sklarek
SPD: Brucker, Dr. Wenzel

dagegen 15:
CSU: Ebner, Egginger, Elsnitz, Jaquet, Klinger, Körner, Kössinger, Dr. Kössinger, Platzer, Vilgertshofer
Piraten/MfG: Berchtold, Luft, McFadden
UBG: Eck, Platzer

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Liebhaber:in für Villa am Krapfberg gesucht! Bauen bei AOA und endlich mehr Kitas! - 23.3.2021

  • Krapfberg: Wer hat Interesse, dieser charmanten, historischen Villa (Baujahr 1911) im Zentrum Gautings neuen Glanz zu verleihen und sie zur perfekten Adresse für Wohnen und Arbeiten zu machen? Im Besitz der Gemeinde Gauting. Auf Erbpachtbasis. Kein Denkmalschutz.
Gauting Krapfberg 2
Foto Starnberger Merkur

Kreisheimatpfleger Gerhard Schober, Altbürgermeisterin Brigitte Servatius und Altbürgermeister Dr. Ekkehard Knobloch sprechen sich für einen Erhalt der alten, unser Ortsbild prägenden Villa aus.

  • Wohnungsbau: Das neue Wohnviertel an der Ammerseestraße. Wie groß soll es werden? CSU und GRÜNE verhandeln über das neue Wohnviertel. Über 300 Wohnungen für bis zu 800 Neubürger samt Supermarkt sind im Gespräch. Und die Gewerbefläche von AOA soll dafür aufgegeben werden.

  • Kitas: Ein schneller Ausbau der Kinderbetreuung ist nötig! In Gauting fehlen seit Jahren Plätze in den Krippen, Kitas und Horten. Aber alle Eltern haben mit ihren Kindern einen Rechtsanspruch darauf. Gegen die Stimmen der SPD wurde im Haushaltsplan der Beginn einer Neuplanung für eine zusätzliche Kita erst 2023 vorgesehen. Der Einzug wäre dann frühestens 2026, also erst in 5 Jahren.

Ein Informationsblatt an die Bürgerschaft zu den Auswirkungen und Folgen für Gauting, hier.

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Gauting braucht mehr Krippen, Kitas und Horte! Bedarfsanalyse und Standortwahl - 19.3.2021

FDP, GRÜNE, MiFü, Piraten/MfG und SPD haben den Antrag gestellt, eine Bedarfsanalyse je Wohnviertel durchzuführen, um anschließend Standorte für zusätzliche Krippen, Kitas und Horte suchen zu können. Die Analyse soll spätestens bis 30.6.2021 vorliegen. Außerdem sollen die Träger nicht ausgelasteter Kitas erklären, bis wann sie mit welchen Maßnahmen die volle Nutzung der Kitas möglich machen werden. Hier

  • Die Antragsteller wollen eine gute Verteilung der Kinderbetreuungs-Einrichtungen über ganz Gauting erreichen. So soll nicht nur der Bedarf endlich abgedeckt, sondern mit wohnungsnahen Angeboten auch die Verkehrsbelastung niedrig gehalten werden. Die Kinder können dann zu Fuß oder mit dem Fahrrad gebracht und geholt werden.

Letztes Jahr wurden 155 Kinder vom Rathaus abgewiesen. Weitere 124 Kinder waren von ihren Eltern schon auswärts untergebracht geworden. Hier Für berufstätige Eltern ist das seit Jahren ein unhaltbarer Zustand, denn sie sind gerade im Münchner Umfeld auf das Einkommen angewiesen. Abgesehen davon haben sie auch einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in Krippe und Kita.

  • Die Gemeinde verhält sich hier seit Jahren gesetzwidrig, da sie nicht jedem Kind einen Platz anbietet.

Im Wahlkampf beschlossen CSU und UBG im Februar 2020 den Bau einer sehr großen Kita an der engen Wiesmahdstraße ganz am Rande Gautings - Einzug in 5 Jahren. Den erheblichen Verkehr quer durch die Kolonie wollte man in Kauf nehmen. Bis zu 150 Kinder sollte er aufnehmen und etwa 20 Erzieherinnen sollten sie betreuen. Hier

Nach der Wahl stoppte die neue Mehrheit von FDP, GRÜNEN, MiFü, Piraten/MfG und SPD im September 2020 diese Planung. Sie beauftragten die Verwaltung den erreichten Planungsstand vorzutragen, was sich aber erübrigte, da man noch gar nicht angefangen hatte. Zusätzlich sollte die Verwaltung alternative Standorte nennen und auch Vorschläge machen, wie die heutigen Kitas besser genutzt werden können. 180 Plätze könnten noch belegt werden. Die Untersuchungen sollten noch 2020 vorgelegt werden. Hier

  • Die CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger hat jetzt den Gemeinderat erneut aufgefordert, dieser Planung einer Kita an der Wiesmahdstraße doch noch zuzustimmen.

  • FDP, GRÜNE, MiFü, Piraten/MfG und SPD haben daraufhin den obigen Antrag gestellt, um endlich konkret weiterzukommen. Wir brauchen eine mittel- bis langfristige Planung, um zu einer stabilen und ausreichenden Versorgung zu kommen. Die Bedarfsanalyse je Wohnviertel ist dabei die Voraussetzung aller weiteren Planungsarbeiten.

Es geht darum, die Bauplanung noch in diesem Jahr durchzuführen, damit im nächsten gebaut werden kann und Kinder schon 2024 einziehen können. Der gesetzwidrige Zustand bei der Kinderbetreuung ist nicht länger hinnehmbar.

Für Fragen, Hinweise und Meinungen Ihre E-Mail an: info@spd-gauting.de

Gemeinde verteuert Mittagsbetreuung um 20 % - 10.3.2021

CSU, FDP, Piraten und UBG beschlossen gestern im Finanzausschuss gegen SPD, GRÜNE und MiFü die Mittagsbetreuung in 2 Schritten um 20 % zu verteuern: zum 1.9.21 um 10 % und zum 1.9.2022 gleich noch einmal um weitere 10 %.

Der Haushalt 2021 ist verabschiedet. Zusätzliche Einnahmen werden für dieses Jahr nicht benötigt.

Wie kam es dazu?

  • Der CSU war schon bei der Haushaltsdebatte eine Verteuerung der Mittagsbetreuung ein Anliegen. Michael Vilgertshofer/CSU wies mehrmals darauf hin, dass sie nicht kostendeckend sei.

  • Die CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger ließ eine 10%ige Verteuerung ausarbeiten und gestern dem Finanzausschuss vorlegen. Hier

  • Vilgertshofer wies auf die fehlende Kostendeckung hin und verlangte für nächstes Jahr gleich noch eine Anhebung der Beiträge für die Eltern.

  • Dr. Michaela Reißfelder-Zessin/GRÜNE schloß sich im Namen ihrer Fraktion einer Verteuerung um 10% an. Es gehe auch um die Qualität des Angebots an die Kinder. Wir hätten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

  • Eberhard Brucker/SPD verwies auf den großen Druck, den Familien gegenwärtig ausgesetzt seien. Vor allem Familien, die in beengten Verhältnissen leben, seien betroffen. Es käme mitunter zu starken familiären Spannungen. Er zitierte Wolfgang Schmidbauer, einen sehr bekannten Psychotherapeuten, der der SZ im Starnberger Lokalteil ein Interview gegeben hatte:

"Es gibt Zahlen, dass dem Jugendamt mehr Kinderwohlgefährdungen gemeldet wurden: Sie haben im Coronajahr um 20 bis 30 % zugenommen - ein statistischer Hinweis darauf, dass Familien unter Druck geraten. Familien, die bislang gerade noch ihre Funktionen aufrechterhalten konnten, entgleisen". (SZ, "Da ist so eine Kälte eingekehrt", 4.3.2021) - Brucker: "Wir sollten den Druck nicht noch erhöhen!"

  • Dr. Reißfelder-Zessin hielt dem die Qualtät des Angebotes entgegen.

  • Stephanie Pahl/MiFü hielt eine Anhebung um 10 % ebenfalls für vertretbar. Sie war aber entschieden gegen jährliche Anhebungen.

  • Stephan Ebner/CSU meinte, dass Vilgertshofer bei der Anhebung in 2 Schritten von 10 % in diesem und dem nächsten Jahr gesprochen habe. Die Höhe der Beiträge sollte alle 2 Jahre überprüft werden. Im ersten Schritt könne man auch gleich von 120 auf 140 Euro/Kind gehen. Wer Schwierigkeiten habe, die Erhöhung zu bezahlen, könne sich an die Sozialstiftung der Gemeinde wenden.

  • Jens Rindermann/GRÜNE meinte: Der Bund entlaste die Familien, was die Gemeinde dann aber gleich wieder kassiere. Die Hilfe der Sozialstiftung dürfe nicht zu bürokratisch erfolgen.

  • Dr. Reißfelder-Zessin: Die Schwelle, um Unterstützung von der Sozialstiftung zu bekommen, dürfe nicht zu hoch sein.

  • Dr. Kössinger hielt dem entgegen, dass gemäss der Satzung der Sozialstiftung die Bedürftigkeit nachgewiesen werden müsse.

Abstimmung:

Dr. Kössinger bezog sich auf Vilgertshofer und ließ über eine Verteuerung um 10 % zum 1.9.21 und weitere 10 % zum 1.9.2022 abstimmen:

dafür:
CSU: Ebner, Kössinger, Dr. Kössinger, Platzer, Vilgertshofer
FDP: Deschler
Piraten/MfG: McFadden
UBG: Platzer

dagegen:
GRÜNE: Dr. Ilg, Dr. Reißfelder-Zessin, Rindermann
MiFü: Pahl
SPD: Brucker

Die Eltern der Kinder, die in die Mittagsbetreuung der Gemeinde an der Ammerseestr. 2 gehen, müssen ab nächstem Jahr für ihre Kinder 17.000 Euro bzw. durchschnittlich rund 200 Euro pro Kind zusätzlich aufbringen.

Die CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger kündigte an, dass sie auch die Mieten für die übrigen Einrichtungen zur Mittagsbetreuung so anpassen wolle, wie es mit den Mieten der Kitas schon geschehen sei. --- D.h. es soll zu weiteren Verteuerungen für die Eltern kommen.

Ein schnellerer Ausbau der Kinderbetreuung ließ die Wogen hoch gehen - 24.2.2021

In Gauting fehlen seit Jahren Plätze in den Krippen, Kitas und Horten. Aber alle Eltern haben mit ihren Kindern einen Rechtsanspruch darauf. Im Haushaltsplan ist der Beginn einer Neuplanung für eine zusätzliche Kita erst 2023 vorgesehen. Der Einzug wäre dann in 2026, also erst in 5 Jahren.

  • Die SPD nahm dies zum Anlass und stellte den Antrag, die Planungsarbeiten in dieses Jahr vorzuziehen, um nächstes Jahr bauen zu können. Eberhard Brucker/SPD erinnerte an den Beschluß des Gemeinderates vom September 2020, Bedarfsanalyse und Entscheidung noch im Herbst herbeizuführen. Hier Wenn in 1 Jahr eine Impfstofffabrik gebaut werden könne, dann könnten wir auch eine Kita in 2 Jahren planen und bauen.

  • Stephan Ebner/CSU bezeichnete den SPD-Antrag mit dem Verweis auf 2020 als eine "Unverschämtheit, der Verwaltung Untätigkeit vorzuwerfen". Dr. Kössinger/CSU ergänzte, dass auf der SPD-Internetseite Lügen stünden, sie habe die Kinderbetreuung nicht ausgebaut. Dabei wurde unter ihr "Henry & Henriette" eröffnet. Wo auf dieser Seite die "Lügen" zu finden sind, gab sie nicht an.

Die SPD-Fraktion ging auf die sprachlichen Entgleisungen der CSU-Bürgermeisterin und des CSU-Ortsvorsitzenden nicht ein. Das Verhältnis von CSU-Bürgermeisterin und Wahrheit ist hinreichend und erschöpfend dokumentiert. Hier, Hier

  • Frau Dr. Kössinger sei hiermit aufgefordert, der SPD mitzuteilen, in welchen Artikeln diese "Lüge" steht, dann wird das umgehend richtiggestellt.

Für die SPD ist die Lüge kein Mittel in der politischen Auseinandersetzung. Wir setzen auf Aufklärung und Argumente. Die über 200 Artikel auf unserer Internetseite zeugen davon.

Der SPD-Antrag, Planung und Bau neuer Kitas vorzuziehen und dafür den Austausch des Fuhrparks vom Bauhof um 12 Monate zu verschieben, wurde von CSU, FDP, GRÜNE, MiFü, Piraten/MfG und UBG abgelehnt - schweigend, ohne Begründung.

Gauting braucht mehr Kinderbetreuung. FDP, GRÜNE, MfG, MiFü und SPD stellen die Weichen - 30.9.2020

FDP, GRÜNE, MfG, MiFü und SPD beschlossen im Gemeinderat, die Basis für eine ausreichende Kinderbetreuung zu legen. Sie stoppten die schlecht vorbereitete Planung einer großen Kita hinter dem Schulzentrum an der Wiesmahdstraße, ganz am Rande Gautings. Kurzfristig soll untersucht werden, in welchen Wohnvierteln heute und in den nächsten 5 Jahren ein zusätzlicher Bedarf gegeben sein wird. Hier Auf dieser Basis ist dann kurzfristig zu entscheiden, wo und in welcher Größe möglichst bald Kitas zu erweitern oder zu bauen sind.

Dem Beschluss von CSU/UBG lag keine Standortanalyse zugrunde. Als Begründung reichte ihnen, dass die Gemeinde dort ein Grundstück besitzt und ein Bebauungsplan aus dem Jahre 1975 existiert. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Gauting hat nicht mehr 15.000, sondern 21.000 Einwohner und der Verkehr von heute ist auch ein ganz anderer als der vor fast einem halben Jahrhundert.

Im Wahlkampf beschlossen CSU/UBG, eine Kita für 150 Kinder und 20 Erzieherinnen bauen zu lassen. Sie wollten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben und nahmen dafür dem Projekt "Sanierung Grundschule Stockdorf" 130.000 Euro weg. Seitdem hat man von dem Vorhaben nichts mehr gehört; die Studie wurde nicht in Auftrag gegeben. Man wollte erst in 4 bis 5 Jahre bauen. Hier

Jetzt verwies Eva-Maria Klinger/CSU eindringlich auf die Notwendigkeit einer raschen Lösung. Nur, warum haben CSU/UBG die 6 Jahre mit ihrer Mehrheit im Gemeinderat nicht für eine ausreichende Kinderbetreuung genutzt?

Stephan Ebner/CSU meinte, dass der Standort nicht so wichtig sei, denn Eltern würden immer längere Wege in Kauf nehmen, wenn das pädagigische Konzept einer Kita sie überzeuge. Das stimmt. Aber unter dem Eindruck der Klimakrise werden sich die Einstellungen wandeln, denn ein Individualverkehr heutigen Ausmasses wird auf die Dauer nicht mehr möglich sein.

Er schlug vor, neben die Kita an der Wiesmahdstraße noch weitere an anderen Stellen zu bauen. Nur diese große Kita würde schon etwa 5 Mio. Euro kosten und Gautings Finanzen geben kein großes Bauprogramm her.

Entscheidungen von heute stehen alle unter dem Eindruck der Klimakrise. Es ist der Verkehr, der immer stärker zu dieser Krise beiträgt, denn sein Energieverbrauch steigt immer noch an.

  • Deshalb müssen die Kitas wohnungsnah gebaut werden, damit sie für die Eltern auf kurzen Wegen erreichbar sind, entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

  • Deshalb haben FDP, GRÜNE, MfG, MiFü und SPD beschlossen, dass eine Bedarfsanalyse durchzuführen ist. Das kann nur bedeuten, in welchen Wohnvierteln gibt es heute einen ungedeckten Bedarf an Kinderbetreuung und wo kommt in den nächsten 5 Jahren ein weiterer Bedarf durch den Generationenwechsel hinzu. Im Einwohnermeldeamt liegen die Daten vor und können in einer Woche ausgewertet werden.

  • Erst dann weiß man, wo erweitert oder neu gebaut werden sollte.

Alles andere wäre ein Schildbürgerstreich, wenn man ganz am Rande im Westen bauen und sich zum Schluss heraustellen würde, dass ein erheblicher Teil des Bedarfes auf der östlichen Seite der Würm wäre. Die Eltern müssten dann über Würmbrücke und Hauptplatz, die Bahnhofstraße hoch und quer durch die Kolonie zu dieser Kita gelangen. Das wäre dann nur mit dem Auto machbar.

  • Deshalb, die Gemeinde muss für Strukturen sorgen, die einen möglichst geringen Autoverkehr hervorrufen. Und das setzt eine Bedarfs- und Standortanalyse voraus.

Bei Kita, Krippe und Hort kein Fortschritt - Eltern müssen weiter suchen - 18.6.2020

Das Angebot für die Kinderbetreuung ist gut, aber bei weitem nicht ausreichend - und dies bereits schon seit Jahren. Die Warteliste zeigt es:

Gauting Kinderbetreuung Warteliste
Daten: Verwaltung Gauting

Und Warteliste heißt: Vor allem berufstätige Eltern kommen stark unter Druck und müssen sich irgendwo selbst eine Lösung suchen, die häufig sehr teuer bezahlt werden muss. Und auch von denen, die ihre Kinder außerhalb Gautings untergebracht haben, würden sicher etliche sie auch lieber in der Nähe ihrer Wohnung sehen.

Das Kita-Angebot wurde zwar 2019 ausgebaut, aber nun hinkt die Personalsuche hinterher:

Gauting Kinderbetreuung 2013-2018

Die genehmigten Plätze stiegen bis 2020 auf 1.130, aber die belegten Plätze stagnieren bis heute weiter bei 954. Rund 180 PLätze bleiben ungenutzt.

  • Der Bedarf wird weiter steigen, denn der Generationenwechsel unter Gautings Bewohnern ist im vollen Gange und das für Gauting verpflichtende Ganztagesangebot wird kommen. CSU/UBG wollen erst in 4 bis 5 Jahren einen sehr große Kita hinter dem Schultzentrum bauen lassen. Aber das ist zu spät und 150 Kinder dort am Rande Gautings zu konzentrieren, löst zu viel unnötigen Verkehr aus. Wir brauchen früher weitere Kita-Plätze und diese verteilt über den Ort, damit die Eltern kurze Wege haben.

Die Bedarfsanalyse wurde mit einer Bedarfsprognose verbunden. Man geht von einem maximalen Bedarf von 2.400 Plätzen bei einem Anstieg der Bewohner Gautings von 21.400 auf 25.800 bis zum Jahr 2030 aus. Diese Prognose ist aber nur eine einfache rechnerische Fortschreibung der Entwicklung der letzten Jahre.

3.400 zusätzliche Bewohner bedeuten 1.100 zusätzliche Wohneinheiten. An der Bahnhofstraße werden gerade 50 gebaut, an der Ammerseestraße sollen 300 gebaut werden. Wo sollen die übrigen 750 Wohneinheiten entstehen?

Ein solcher Anstieg ist erschreckend und gleichzeitig die Mahnung, es nicht soweit kommen zu lassen. Denn was für ein Gauting hätten wir dann? Die Bahnhofstraße wird nicht breiter und der Hauptplatz nicht größer. Das Kita-Angebot müsste verdoppelt werden. Und, Britta Hundesrügge / FDP erinnerte daran, dass die Kinder eines Tages den Kitas entwachsen sein werden und dann in die Schule gehen wollen. D.h. auch die Schulen müssten massiv ausgebaut werden.

  • Ein solch blindes Wachstum ist nicht zwangsläufig. Der Gemeinderat kann die Entwicklung beeinflussen und gestalten.

  • Ein solch blindes Wachstum würde die Finanzen Gautings völlig überfordern, Gauting selber im Verkehr ersticken und von dem vielen Grün in und um Gauting herum nicht viel übriglassen. - Wer will so etwas?

CSU / UBG beschließen Mammutkindergarten am Rande Gautings - ein Lehrbeispiel zur politischen Kultur - 19.2.2020

CSU-Bürgermeisterin Dr. Kössinger, CSU- und UBG-Fraktionen im Gemeinderat beschlossen gestern die Planung des größten Kindergartens mit 6 Gruppen hinterm Schulzentrum am Rande von Gauting. Bis zu 150 Kinder soll er aufnehmen und etwa 20 Erzieherinnen sollen sie betreuen. Auf die Hinweise von GRÜNEN, FDP und MiFü zu dem erheblichen Verkehr einer solch großen Kita an dieser abgelegenen Stelle und die Empfehlung zu einer wohnnahen Kinderbetreuung ging die Mehrheit nicht ein.

Die Planung kostet 130.000 Euro. Da sie nicht im Haushalt vorgesehen ist, wurde dafür die Planung der Aufstockung der Stockdorfer Grundschule gestrichen.

Die CSU-Bürgermeisterin brachte den Antrag in den Gemeinderat ein, eine 6-gruppige Kita an der Wiesmahdstraße beim Schulzentrum zu planen. Das Grundstück gehöre der Gemeinde und es gebe einen alten Bebauungsplan aus der Zeit ihrer Vorgänger, der den Bau einer Kita vorsehe. Schon jetzt blieben jedes Jahr viele Kinder unversorgt und der Bedarf steige weiter. Es würden immer wieder Häuser abgerissen und stattdessen Doppelhaushälften gebaut. Man müsse sich darauf vorbereiten. Auch das Landratsamt dränge. Die Planung und Realisierung werde 4 bis 5 Jahr dauern.

Stephanie Pahl / MiFü-Gemeinderätin und Erzieherin von Beruf rechnete vor: 6 Gruppen bedeute 150 Kinder mit 20 Erzieherinnen.

Michael Vilgertshofer / CSU-Gemeinderat war diese Berechnung nicht recht. Man solle erst einmal die Planung abwarten.

Jens Rindermann / Gemeinderat der GRÜNEN war mit der Erweiterung der Kinderbetreuung grundsätzlich einverstanden. Er gab aber zu bedenken, dass diese Kita in ihrer Größe einmalig für Gauting sei. Sie sei zu groß. Wegen ihrer Lage am Rande Gautings würde es zu einem erheblichen Verkehr kommen. Man müsse für die Eltern die Wege verkürzen und näher am Bedarf bauen.

Dr. Kössinger widersprach ihm: Die Lebenshilfe unterhalte bereits heute auf der Postwiese eine solch große Kinderbetreuungsstätte.

  • Auf der Postwiese werden nicht 150, sondern 105 Kinder betreut. (StaM 31.1.2020)

Britta Hundesrügge / FDP-Gemeinderätin erinnerte daran, dass der angesprochene Bebauungsplan schon viele Jahre alt sei und die Verhältnisse sich weiterentwickelt hätten. Deshalb müsse auch neu überlegt werden. Man müsse eine Analyse erstellen, denn der Standort sei fragwürdig. Bei AOA sei z.B. nur 1 Kita-Gruppe geplant. Es müsse mehr wohnnah geplant werden.

Dr. Kössinger: Der Rechtsanwalt habe aufgezeigt, dass man vom AOA-Eigentümer nicht mehr erzwingen könne. Es gehe heute nur um den Einstieg in die Planung, um sonst nichts.

  • Der Gemeinde gehört eine große Fläche im AOA-Gelände, so dass dort eine größere Kita gebaut werden könnte. Dr. Kössinger will die Fläche aber verkaufen.

  • Wer den Auftrag erteilt, eine 6-gruppige Kita an der Wiesmahdstraße zu planen, der bekommt genau das und nur das. Deshalb ging es mit dem Beschluß auch nicht nur um den Einstieg in die Planung, sondern gleichzeitig um die Zielsetzung: wo und wie groß.

Anne Franke / Gemeinderätin der GRÜNEN: Es werde an der geplanten Stelle unendlich viel Verkehr entstehen. Den Bedarf gebe es aber an mehreren Stellen.

Franz Jaquet / CSU-Gemeinderat: Die Eltern fahren sowieso da hin, wo ihnen das pädagogische Konzept zusage.

  • Welches pädagogische Konzept es auch immer sein mag, es ändert nichts daran, dass 150 Eltern und 20 Erzieherinnen jeden Morgen dorthin fahren werden.

Eva-Maria Klinger / Sprecherin der CSU-Gemeinderatsfraktion: Es gehe doch nur darum, die Planung zu eröffnen.

Heinz Moser / Gemeinderat der GRÜNEN: Es gehe um das, was der Planung an Zielen vorgegeben werde.

Markus Deschler / FDP-Gemeinderat ging auch auf die geplante Größe ein. Er schlug vor, zunächst die Unterdeckung in den einzelnen Wohnvierteln zu ermitteln und in welchen sich ein Generationenwechsel anbahne, also junge Familien mit Kindern nachrücken würden. Auf dieser Grundlage könne man dann entscheiden, wo am sinnvollsten neue Kitas gebaut werden sollten. "Sich nur eine Lösung anzusehen, ist zu starr."

Dr. Kössinger lehnte dies ab. Es sei im letzten Mai eine große Bedarfsanalyse vorgestellt worden, so dass sie keinen Anlass sehe, dies zu wiederholen.

Markus Deschler: Es gebe auch noch andere Grundstücke im Gemeindebesitz.

Dr. Kössinger: Welche?

Markus Deschler: Die Verwaltung habe da sicher den besseren Überblick.

  • Auszüge aus dieser Analyse lagen den Gemeinderäten ganz offensichtlich nicht vor. Unklar blieb, ob diese Analyse die Frage nach dem "In welchem Wohnviertel liegt der Bedarf?" überhaupt beantwortet. Auf jeden Fall kam der Vorschlag für den Bau einer solch großen Kita für die Gemeinderäte völlig überraschend. Ohne Vorbereitung und ohne Unterlagen durch Dr. Kössinger und ihre Verwaltung wurde die Beratung zu diesem millionenschweren Vorhaben geführt. Dr. Kössingers Erwartung: Sie sollten einfach zustimmen.

Jens Rindermann verwies ebenfalls darauf, dass keine Alternativen genannt werden. Der Gemeinderat solle einfach nur alternativlos zustimmen.

Hans Wilhelm Knape / Gemeinderat Soziale Ökologen und Bürgermeisterkandidat der GRÜNEN, unterstützt von der SPD: Es biete sich der Bau von 2 bis 3 wohnnahen Kitas an.

Mit Stephan Ebner und Maximilian Platzer / CSU-Gemeinderäte wurde es emotional. Sie verstünden die Welt nicht mehr. Anstatt ein so "gutes und schönes" Vorhaben zu unterstützen, werde nur kritisiert.

Die Mehrheit von CSU-Bürgermeisterin, CSU und UBG beschloss, die Planung für 130.000 Euro in Auftrag zu geben. Da diese nicht im Haushalt vorgesehen ist, werden dafür die Gelder für die Planung der Aufstockung der Stockdorfer Grundschule verwendet.

  • Stockdorf soll trotzdem nicht warten müssen. Wir werden sehen, ob sich das bewahrheitet.

Auch Richard Eck / UBG-Gemeinderat stimmte zu, obwohl die Kosten dieses Baues überhaupt nicht genannt wurden. - Die Aufhebung des Abrissbeschlusses zum Bahnhof hatte er noch abgelehnt, da die Kosten seiner Sanierung nicht vorlägen. Und das, obwohl Architekten bereits vorher Entwürfe vorgelegt und Kosten von 2 bis 2,5 Mio. Euro genannt gehabt hatten.

Der neue Waldorfkindergarten wird mit seinen 2 Gruppen 1,7 Mio. Euro kosten, also rund 850.000 Euro pro Gruppe. D.h. man hat bei dem Bau für 6 Gruppen grob gerechnet mit 4 bis 5 Mio. Euro zu rechnen.

  • Es war eine ganz typische "Beratung" in diesem Gemeinderat. Die Mehrheit von CSU und UBG brachte einen Antrag ein. In der Diskussion ging dann die Mehrheit auf die sachlichen Hinweise und Vorschläge der Opposition nicht ein. Sie wich ihnen aus.

  • Alle reden vom Klimaschutz und vor allem davon, den Verkehr zu reduzieren. Eine so große Kita ganz am Rande von Gauting bauen zu wollen, ist das Gegenteil. 150 Kinder werden morgens quer durch die Waldkolonie hingefahren und später wieder abgeholt und 20 Erzieherinnen fahren dorthin zur Arbeit. Anstatt auf diesen sachlichen Hinweis einzugehen, wiederholten die CSU-Vertreter nur immer wieder: Es bestehe Bedarf und man müsse etwas tun. Und so redete man, wie so häufig, absichtsvoll am eigentlichen Problem und damit am politischen Gegenüber vorbei.

  • Die Zuhörer erlebten ein Lehrbeispiel zur politischer Kultur in Gauting. Das Ergebnis der Diskussion stand schon von vornherein fest - eine reine Alibi"beratung".

  • Es zeigt sich einmal mehr, dass CSU und UBG nur in Einzelprojekten denken - ob es die Ansiedlung von bis zu 800 Bewohnern auf dem AOA-Gelände oder von Firmen mit bis zu 5.000 Beschäftigten im Unterbrunner Holz ist. Die Zusammenhänge und Auswirkungen auf Mieten, Verkehr und Infrastruktur (Kitas, Schulen und Straßen samt Gemeindehaushalt) werden nicht beachtet.

Anne Franke verglich die Diskussionen im Gautinger Gemeinderat mit denen im Kreistag. Dort sei man an gemeinsamen Lösungen interessiert, was hier im Gautinger Gemeinderat nicht der Fall sei.

Kinderbetreuung - 68 Plätze nicht besetzt - 19.2.2020

68 Plätze in den Kinderbetreuungseinrichtungen waren am 1.10.2019 nicht besetzt - bei Henry & Henriette gleich eine ganze Gruppe. (Stephanie Pahl / MiFü-Gemeinderätin in der Gemeinderatssitzung am 18.2.2020)

121 Kinder stehen in Gauting auf der Warteliste - 5.7.2018

Der Bedarf an Kinderbetreuung in Gauting steigt. Die Lage wird sich erst entspannen, wenn alle 94 Plätze im neuen BRK-Kinderhaus Henry & Henriette an der Starnberger Straße zum Jahresende belegt sein werden.

Vollständiger Artikel: Cless-Wesle, Christine: "Henry & Henriette entspannen die Lage deutlich, in Starnberger Merkur v. 5.7.2018

153 Buben und Mädchen stehen in Gauting auf Wartelisten - 17.6.2017

Angesichts des Personalmangels in dem Bereich Kinderbetreuung forderte die SPD-Gemeinderätin Stephanie Pahl noch mehr Engagement von der Kommune. Ihrer Ansicht nach sollten Anreize für Erzieherinnen geschaffen werden, in Gauting zu arbeiten.

Vollständiger Artikel: Berzl, Michael: 153 Buben und Mädchen stehen in Gauting auf Wartelisten, SZ v. 17.6.2017